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Thüringen zur Katastrophe in Südasien

Die Seebeben-Katastrophe in Südostasien hat in Thüringen eine enorme Bereitschaft zu tätiger Hilfe und Spendenleistungen ausgelöst. Für den steuerlichen Abzug dieser Spenden werden die Thüringer Finanzämter ab Mittwoch einen vereinfachten Spendennachweis anerkennen. Darauf wies Finanzministerin Birgit Diezel.

«In dieser dramatischen Situation zählt nur eins: Das Schicksal und die Bedürftigkeit der Opfer», sagte die Ministerin. Mit der jetzt getroffenen Ausnahmeregelung sollten daher vor allem die Hilfsorganisationen von Verwaltungsaufwand entlastet werden. Zugleich solle jedem Spender nach wie vor die steuerliche Abzugsmöglichkeit erhalten bleiben. Darum habe sie die Finanzämter angewiesen, Spenden zugunsten der Opfer der verheerenden Flutwelle auch ohne ausdrückliche Spendenbescheinigung des Zuwendungsempfängers als Sonderausgabe anzuerkennen, so Diezel. Es reiche völlig aus, wenn im Rahmen der Steuererklärung ein Einzahlungsbeleg oder eine Buchungsbestätigung der Bank vorgelegt werde.
Diese Regelung erstrecke sich auf alle Spenden, die bis zum 30. Juni dieses Jahres eingezahlt werden, so Diezel abschließend.

Traumatologische Versorgung von Flutopfern in Thüringen gewährleistet
Die psychologische Betreuung von Thüringer Bürgern, die aus den Katastrophengebieten Südostasiens in die Heimat zurückgekehrt sind und ihrer Angehörigen ist in unserem Freistaat gewährleistet.

Das Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit bietet – wie bereits unmittelbar nach der Katastrophe – an, alle interessierten Bürger über das bestehende traumatologische Versorgungsangebot zu informieren, zu beraten und bei Bedarf entsprechende Kontakte herzustellen.

Bürger die einen entsprechenden Bedarf haben können sich auch in der Gesundheitsabteilung des Ministeriums (Telefon: 0361/3798401 – Frau Engelhard) melden.

Für Thüringer Touristen aus dem Gebiet der Flutkatastrophe in Südostasien und ihre Angehörigen besteht die Möglichkeit, neben der Inanspruchnahme eines Arztes ihrer Wahl psychologische Hilfe und Nachsorge zu erhalten. Die Gesundheitsämter der Landkreise und kreisfreien Städte in Thüringen vermitteln auf Anfrage Kontakte zu psychologischen Psychotherapeuten, die auf die Betreuung traumatisierter Personen spezialisiert sind. Außerhalb der Öffnungszeiten der Gesundheitsämter kann der Kontakt auch über die Koordinierungsstelle NOAH im Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe hergestellt werden. NOAH ist 24 Stunden erreichbar über Telefon: 01888-550-433 oder 0228-5554-433, e-mail: noah@bbk. bund.de

Althaus bietet Kanzler Beteiligung Thüringens an
Ministerpräsident Dieter Althaus hat dem Bundeskanzler die Beteiligung Thüringens an einer deutschen Partnerschaft mit einer Katastrophenregion in Südasien angeboten. Der Kanzler hatte in seiner Neujahransprache vorgeschlagen, die wohlhabenden Industriestaaten sollten Partnerschaften für den Wiederaufbau bestimmter Regionen übernehmen, die deutschen Länder sollten sich für einzelne Bezirke verantwortlich fühlen.

Althaus schrieb dem Kanzler: «Ich unterstütze Ihren Vorschlag uneingeschränkt und möchte Ihnen auf diesem Wege mitteilen, daß selbstverständlich auch der Freistaat Thüringen dazu bereit ist, seinen Beitrag zu leisten. Deshalb wäre ich Ihnen sehr dankbar, wenn Sie mir so bald wie möglich mitteilen könnten, welches Land die Bundesrepublik Deutschland partnerschaftlich unterstützen wird und welcher Bezirk aus Ihrer Sicht als Partnerbezirk Thüringens in Frage kommt.»

Er sei auch gerne bereit, so Althaus weiter, die Thüringer Kommunen zu bitten, ihrerseits Partnerschaften mit den Städten und Dörfern in dem betreffenden Bezirk einzugehen, und er sei fest davon überzeugt, daß sich auch Thüringer Schulen an den Hilfsmaßnahmen beteiligen würden.

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