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Tote Fische gegen Salzeinleitung

Am Sonntag wurden in Heringen (Hessen) 300 Plastikfische in die Werra geworfen. Zuvor bekamen alle eine wasserfeste Nummer. Diese «toten Fische» sollten so bis Dankmarshausen auf der Werra schwimmen.
Mit dieser Aktion wollen die Initiatoren von den Naturfreunden Thüringen, dem Verband für Angeln und Naturschutz Thüringen e.V. und der Fraktion Die Linke.PDS im Thüringer Landtag gegen den geplanten Bau einer Salzpipeline in die Werra demonstrieren.
«Dieser Fluss prägt das Gesicht unserer Heimat. Eine weitere Verschlechterung durch die Firma Kali + Salz wollen wir nicht hinnehmen. Wir zeigen, wie es aussieht, wenn hunderte tote Fische im Abschnitt zwischen Heringen und Dankmarshausen schwimmen», so die Organisatoren.

Nachdem die Fische in der Werra waren, machten sich Wanderer und Radfahrer auf den Weg nach Dankmashausen. Die Naturfreundejugend war mit Kanus unterwegs und brachten die Fische immer wieder auf die richtige Bahn.

Landtagsabgeordneter Tilo Kummer spannte mit Helfern ein Netz auf, nach Meinung des Diplomfischwirts und Umweltexperten der Partei, sollten sich dort die Fische verfangen. Doch am Ende musste er mit dem Käscher die Plastikfische auffangen.

Man wolle mit diesen Aktionen und vielen Gesprächen die Leitung von Kali+Salz zum Umdenken aufrufen. Kummer: «Kali+Salz haben bisher alle Alternativen verworfen und sogar angekündigt, demnächst schon Laugentransporte per LKW von Neuenhof bei Fulda zur Werra vorzunehmen». Der Politiker spricht auch von Sturheit und Arroganz, sich gegen Widerstände der Politik, von Umweltverbänden und der Bevölkerung durchzusetzen und die Wasserqualität der Werra zu verschlechtern.

Rainer Beichler |

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