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„Über Tische und Bänke“

Kennen Sie das Sprichwort «Über Tische und Bänke»? Wenn ja, dann haben Sie vermutlich ansatzweise eine Vorstellung von dem, was am gestrigen Donnerstagabend im Gemeinderat in Wutha-Farnroda geschah. Natürlich ohne das physische Verhalten dabei.
Aber auch Worte und Gesten können durchaus unangemessen sein. Und so war es eine «kindergartenähnliche» Atmosphäre, die da in der gestrigen Ratssitzung zu verspüren war.

Da waren Gemeinderäte, die sich gegenseitige Unfähigkeit vorwarfen und mit Schimpfworten betitelten, ein Bürgermeister, welcher mit hinter dem Kopf verschränkten Armen auf seinem Stuhl hin- und her kippelte, dabei mit einem Gesichtsausdruck, der Langeweile kenntlich machte, und ein Publikum, das sich einfach so an der Debatte um Bürgerentscheide und Umverlegungen von Bundesstraßen beteiligte. Ungefragt, versteht sich.

Es war wirklich keine Streitkultur, mit der man sich da in der Ratssitzung begegnete. Viel eher waren es die Manieren eines beleidigten Kindes, die sich die Abgeordneten da gegenseitig angedeihen ließen oder vielleicht die, der sprichwörtlichen «Axt im Walde» – auf jeden Fall waren es wohl nicht die Umgangsformen von zivilisierten Politikern, die der geneigte im Mehrzweckraum der Hörselberghalle Zuschauer beobachten konnte.

Vielleicht ändert sich dieses Verhalten ja noch in naher Zukunft. Denn in Einem sollten sich die Herren und Damen des Rates bewusst sein: schon in wenigen Monaten stehen in ganz Thüringen Gemeinderatswahlen an. Und auch am Verhalten misst der Bürger die Möglichkeit auf eine Wiederwahl.

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