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Vielfältige kulturelle Elemente gestalten die Stadt

«Kunst und Kultur in der Stadt und im Stadtraum sind wichtige Instrumente der Stadtentwicklung. Zum einen bringen sie Lebendigkeit, Kommunikation, Kreativität und Urbanität in die Stadtviertel, zum anderen prägen sie maßgeblich das Flair, das Erscheinungsbild unserer Städte, «bekräftigte Achim Großmann , Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen anlässlich des Innovationskongresses «Die Stadt als Bühne« der Stiftung Lebendige Stadt in Düsseldorf. Schirmherr der vom Deutschen Städtetag unterstützten Veranstaltung ist Bundesminister Kurt Bodewig . Nur attraktive Städte könnten fesseln, Interesse wecken und zum Mitmachen motivieren, erläuterte der Staatssekretär. In ihrer Vielfalt könne Kultur die städtische Identität und die Identifizierung der Bewohner mit ihrer Stadt fördern. Insbesondere Museen, Theater, historische und moderne Gebäude sowie die Alltagskultur der Straße würden auf die Bewohner und Besucher eine besondere Anziehungskraft ausüben. Prädestiniert für Stadtinszenierungen und Kultur sei der öffentliche Raum, so Großmann. Dieser erleide jedoch aufgrund der zunehmenden Privatisierung von Räumen einen erheblichen Funktionsverlust. Deshalb müsse der Wiederbelebung des öffentlichen Raumes hohe Priorität eingeräumt werden. Im Rahmen des Experimentellen Wohnungs- und Städtebaus laufe zur Zeit ein Forschungsprojekt zum Thema «Öffentlicher Raum« mit dem Ziel, diesen zu verbessern und die Attraktivität der Städte zu sichern bzw. zurück zu gewinnen. Das modellhaft in den Städten Celle und Halle durchgeführte «Planspiel Innenstadt« habe bereits vielfältige Lösungsansätze für attraktive Innenstädte aufgezeigt, berichtete der Staatssekretär. Nicht zuletzt durch mehr Wohneigentumsbildung im urban verdichteten Stadtraum könnten Städte eine positive Entwicklung erfahren. Zweifellos ein wichtiges Element der «Bühne Stadt« sei die Architektur, stellte Staatssekretär Großmann fest. Sie würde zunehmend zum Image- und Standortfaktor. Mit der gemeinsam mit dem Bundeskulturbeauftragen, den Kammern und Verbänden der planenden Berufe sowie weiteren Institutionen aus Architektur, Kunst und Denkmalpflege gestarteten «Initiative Architektur und Baukultur« werde eine Standortbestimmung und neue Qualitätsorientierung vorgenommen. Bei dieser Initiative gehe es jedoch nicht nur um Architektur, betonte der Staatssekretär, sondern auch um Städtebau, Qualitätsfragen des Wohnens und Bauens, um Freiraum- und Landschaftsplanung, um Ingenieurbaukunst, um Planungs- und Verfahrenskunst, somit um Stadtkunst schlechthin.
«Städtebau und Kulturpolitik können sich gegenseitig beleben. Voraussetzung ist eine enge Zusammenarbeit zwischen privaten Investoren und öffentlichen Investitionen, bei der Ziele und Vorgehensweise frühzeitig in einem fairen Interessenausgleich festgelegt werden müssen.
«Nur in diesem Sinne kann die `Kultur AG` zum attraktiven und leistungsstarken Motor gemeinsamer Stadtentwicklung werden,» unterstrich Achim Großmann abschließend.

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