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Wartburgpreis

Seit 1992 vergibt die Wartburg-Stiftung einen Preis für herausragende Verdienste um die europäische Einigung, die auch die deutsche Wiedervereinigung einschließt. In der Präambel des Statuts des Wartburgpreises heißt es, dass die Zukunft Europas abhängt von der Verständigung seiner Völker und der Entwicklung eines europäischen Denkens: «Der Weg zu einer neuen Identität kann nicht gegangen werden ohne die gegenseitige Anerkennung des politischen und kulturellen Selbstbewusstseins der Nationen, die sich vereinigen. Die Respektierung nationaler Geschichte und Identität ist Voraussetzung für die notwendige Vertrauensbildung unter den europäischen Nationen …
Ausgehend von der Bedeutung in der Geschichte und der symboltragenden Wirkung in der Gegenwart ist die Wartburg-Stiftung davon überzeugt, dass die Wartburg bei Eisenach, in der Mitte Europas gelegen, ein würdiger Ort für die Verleihung eines Preises zur Ehrung von Verdiensten um die politische und kulturelle Einigung Europas ist».
Die Wartburg-Stiftung, die 1922 gegründet wurde, hat den Zweck und die Aufgabe, die Wartburg und ihre Kunstschätze in würdiger Form als bedeutsame Kulturstätte – heute als Welterbe der UNESCO – und Denkmal zu erhalten und der Allgemeinheit zugänglich zu machen. Somit kann gerade sie ein Ort sein, von dem Signale ausgehen können, Signale für Europa.
Der Preis besteht aus einer Bronzeplastik mit Bergkristall, den der Hallenser Bildhauer Prof. Bernd Göbel geschaffen hat, und ist mit 10000 Mark dotiert.

Preisträger waren:
Hans-Dietrich Genscher
Roland Dumas
Krysztof Skubiszewski
Peter Schreier
Alfred Grosser
Richard Freiherr von Weizsäcker
Hilmar Hoffmann
Paul Oestreicher
Jack Lang
Franz Kardinal König
Joachim Gauck
Roman Herzog

Rainer Beichler |

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