Warum der deutsche Staat kein Interesse an günstigen Spritkosten hat

Die Preis explodieren, teilweise verständlich, teilweise mit fadenscheiniger Begründung. Der Staat könnte gegensteuern, will er aber nicht, denn er gehört zum größten Profiteur hoher Energiekosten. Um die Dimension dieser Gewinne zu verstehen, hier mal eine ungefähre Überschlagsrechnung:

Im November 2025 lag der durchschnittliche Dieselpreis bei 1,65 €, heute bei ca. 2,00 €; macht eine Differenz von 35 Cent. Der Anteil an staatlichen Abgaben (Mehrwertsteuer, CO2-Steuer, Energiesteuer) lieg seit Anfang 2026 bei 58%. In Deutschland werden pro Tag ca. 121 Millionen Liter Diesel und 88 Millionen Liter Benzin verbraucht, macht zusammen 209 Millionen Liter. Seit Anfang des Jahres nimmt der Staat aufgrund des Preisanstiegs 209.000.000 mal 20 Cent (58% von 0,35 €) mehr ein; in Summe also 42,4 Millionen € pro Tag oder auch 1,27 Milliarden € pro Monat oder auch 15,3 Milliarden € pro Jahr – zusätzlich! Da braucht es keine leidige Diskussion um Steuererhöhungen oder zusätzliche Abgaben, die politisch aufwühlen – der „schwarze Peter“ geht an die Energiekonzerne. So lang die Straße von Hormus geschlossen bleibt, knallen im Finanzministerium die Sektkorken.

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