Anhaltesignale ignoriert

Audi im Bereich der LOMO-Kreuzung durch Polizeifahrzeuge gestoppt

Am Montag (24.07.), gegen 15.40 Uhr, kam es im Kreuzungsbereich der B62 und der B27 – sogenannte LOMO-Kreuzung – zu einem Verkehrsunfall. Zeuginnen und Zeugen informierten die Polizei in Bad Hersfeld über einen silbernen Audi A6, der den dortigen Bereich wiederholt mit überhöhter Geschwindigkeit befahren würde.

Als eine Streife vor Ort eintraf und den Fahrer einer Kontrolle unterziehen wollte, reagierte dieser nicht auf die Anhaltesignale und setzte seine Fahrt unvermittelt fort. Im zweispurigen Fahrbahnbereich der B62 in Fahrtrichtung Niederaula, wendete der Fahrer den Audi schließlich und fuhr entgegen der Fahrtrichtung zurück in Richtung des Kreuzungsbereichs. Um eine Weiterfahrt entgegen der Fahrtrichtung und somit eine Gefährdung für andere Verkehrsteilnehmer zu verhindern, sperrte die Polizeistreife die Fahrbahn mit ihrem Fahrzeug. Kurz darauf stieß der Audi gegen den Streifenwagen. Der Fahrer setzte seine Fahrt jedoch trotzdem fort. Im Kreuzungsbereich stieß der Fahrzeugführer mit seinem Pkw dann aus noch unklarer Ursache gegen einen dort befindlichen VW Golf eines 22-Jährigen, der glücklicherweise unverletzt blieb. Der A6 konnte direkt im Anschluss durch den Streifenwagen der Polizeistation Bad Hersfeld und ein Zivilfahrzeug der osthessischen Polizei eingekeilt und gestoppt werden.

Der 33-jährige Audifahrer aus dem Wartburgkreis wurde bei seinen riskanten Fahrmanövern leicht verletzt. Bei der Festnahme leistete der 33-Jährige zudem erheblichen Widerstand und verletzte drei Beamte leicht. Der Thüringer wurde im Anschluss zu weiteren medizinischen Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Da der Verdacht auf Alkohol am Steuer bestand, wurde eine Blutentnahme durchgeführt. Außerdem war der Mann nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis.

Er muss sich nun unter anderem wegen des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr, des Verdachts des illegalen Kraftfahrzeugrennens, des Fahrens unter dem Einfluss berauschender Mittel sowie ohne gültigen Führerschein und des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte verantworten. An allen vier beteiligten Pkw entstand Sachschaden. Dieser beläuft sich nach ersten Erkenntnissen auf circa 18.000 Euro.

Weitere möglicherweise in diesem Zusammenhang Betroffene sowie Zeuginnen und Zeugen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich bitte an die Polizeistation Bad Hersfeld unter Telefon 06621/932-0 oder jede andere Polizeidienststelle zu wenden.

Hersfeld-Rotenburg (ots)