Ankündigung Speed Marathon

Unangepasste und überhöhte Geschwindigkeit ist nach wie vor eine der häufigsten Unfallursachen. Aus diesem Grund beteiligt sich die Thüringer Polizei auch in diesem Jahr an der Kampagne „Speed Marathon 2023“. Der Speed Marathon findet am 21.04.2023 europaweit in einem Zeitraum von 24 Stunden statt. Thüringenweit werden wir an über 100 Kontrollstellen insbesondere vor Schulen, Kindergärten usw. in den Zuständigkeitsbereichen der Landespolizeiinspektionen und der Autobahnpolizeiinspektion die Geschwindigkeit kontrollieren.

Das jährliche Flaggschiff des European Roads Policing Network, die weltweit größte Kampagne zur Bekämpfung von Geschwindigkeitsverstößen im Straßenverkehr, wird von Verkehrspolizeien in ganz Europa über einen Zeitraum von 24 Stunden durchgeführt. Der ROADPOL Speed Marathon findet im Rahmen der 7-tägigen Speed Operation (17.-23. April) statt.

Geschwindigkeitskontrollen
Während der Operation werden die Mitgliedsländer die in ihrem Land geltenden Geschwindigkeitsbegrenzungen überwachen. Dazu gehört die physische Anwesenheit eines Polizeibeamten, der die Geschwindigkeit eines Fahrzeugs mit einer zugelassenen Methode und einem zugelassenen Gerät überprüft und den Fahrer dann anhält und anzeigt. Zusätzlich werden automatische Geräte sowie stationäre Kameras eingesetzt.

Historie
Im Jahr 2023 wird der Speed Marathon zum zehnten Mal auf dem gesamten Kontinent ausgetragen. Im Jahr 2022 nahmen 19 Länder am Speed Marathon teil. Während der Aktion überprüften mehr als 14.900 Polizeibeamte an nicht weniger als 10.500 Kontrollpunkten über 3.100.000 Autofahrer auf ihre Geschwindigkeit. Sie stellten 104.315 Verstöße fest, wobei 27.963 Fahrer angehalten und mit einem Bußgeld belegt wurden. Weitere 76.352 Fahrer erhielten einen Bußgeldbescheid per Post. Bei zahlreichen Zuwiderhandelnden wurde der Führerschein beschlagnahmt. Die gravierendsten Verstöße wurden aus Deutschland gemeldet: Ein Autofahrer wurde mit 90 km/h in einem innerstädtischen Bereich mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung von 50 km/h angehalten. Ein anderer Verkehrssünder wurde mit 189 km/h in einer auf 100 km/h begrenzten Strecke erwischt. Der „Rekordhalter“ in Deutschland war ein Fahrer, der mit 190 km/h auf einer Landstraße in Bayern mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung von 80 km/h geblitzt wurde.

Geschwindigkeit an sich ist nicht gefährlich, Geschwindigkeitsübertretungen aber schon – vor allem in Kombination mit anderen Risikofaktoren, wie z. B. Mischverkehr mit Autos, Lastwagen, Motorrädern und Bussen auf der Autobahn oder Autos, Fahrrädern und Fußgängern in den Städten. Geschwindigkeitsübertretungen sind die Hauptursache für etwa 25.000 tödliche Verkehrsunfälle in Europa, kommentierte Henk Jansen, Sekretär der Operational Working Group von ROADPOL bei der niederländischen Polizei. Und die Bußgelder sind nicht das Ziel, sondern nur das Mittel. Das Ziel ist es, die Fahrer für ihr gefährliches Verhalten zu sensibilisieren, fügte Jansen hinzu.

Anzeige
Anzeige