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Bitte um Geld per WhatsApp – Enkeltrick 2.0

Der Enkeltrick ist eine bekannte Betrugsform, die vor allem ältere Mitmenschen trifft. Seit einiger Zeit nutzen die Täter auch WhatsApp, um ihre Opfer im Namen von Töchtern, Söhnen und Enkeln zu Geldüberweisungen zu bewegen. Wir erklären, wie man sich schützen kann.

„Hallo Mama, mein Handy ist kaputt. Das ist meine neue Nummer.“: So oder so ähnlich beginnen die WhatsApp-Nachrichten, versandt von einer unbekannten Nummer. Der Gedanke an die eigene Tochter oder den Sohn lässt viele der unbekannten Nummer antworten. Wie beim klassischen Enkeltrick am Telefon beginnen die Betrüger ihre Masche mit einer namenlosen Anfrage. Dann spinnen sie ihre Geschichte fort. Die Kriminellen bitten im Namen einer Tochter, eines Sohnes oder eines anderen Familienmitglieds die neue Nummer zu speichern – und um Geld. Bei der aktuellen Masche per WhatsApp erklären sie, dass auf dem neuen Handy kein Online-Banking möglich sei. Sie bitten, einen Geldbetrag für sie zu überweisen. Wie gewohnt sei es sehr dringend. Immer mehr Fälle des sogenannten „Enkeltrick 2.0“ werden bekannt. Wie so oft überweisen die Opfer das geforderte Geld im Glauben daran, mit dem eigenen Kind oder Enkel zu kommunizieren. Die Polizei rät daher, bei WhatsApp-Nachrichten von unbekannten Nummer besonders misstrauisch zu sein.

So schützen Sie sich vor Betrug per WhatsApp:
– Wenn Sie von Ihnen bekannten Personen unter einer unbekannten Nummer kontaktiert werden, speichern Sie die Nummer nicht automatisch ab.
– Fragen Sie bei der Ihnen bekannten Person unter der alten Nummer nach.
– Geldüberweisungen über WhatsApp und andere Messenger sollten Sie immer misstrauisch machen und überprüft werden.
– Achten Sie auf die Sicherheitseinstellungen Ihres verwendeten Nachrichtendienstes.

In Thüringen stellte die Polizei in den vergangenen Wochen eine Häufung von Betrugsdelikten mit der beschriebenen Begehungsweise fest. Seit Februar 2022 versuchen vermehrt unbekannte Täter, über den Messenger Dienst WhatsApp Bürger zu Überweisungen zu veranlassen. Erstmals fielen die beschriebenen Delikte Ende Januar 2022 in Thüringen auf. Im Monat Februar wurden 21 entsprechende Betrugsstraftaten registriert. In sieben Fällen konnten die Opfer getäuscht werden und überwiesen jeweils knapp 2.000 EUR an unbekannte Konten. Insgesamt trat ein Vermögensschaden von über 9.000 EUR ein. Zur Hälfte des Monats März 2022 ist eine deutliche Erhöhung der Zahlen erkennbar. Im Zeitraum vom 01. bis zum 18.03.2022 wurden bereits 37 neue Fälle in Thüringen bei der Polizei bekannt und erfasst. In neun Fällen ist schon ein Vermögensschaden in Höhe von mehr als 24.000 EUR entstanden. Wir erwarten einen schnellen Anstieg der Fallzahlen. Um weitere hohe Vermögensschäden zu vermeiden, möchten wir die Bevölkerung über diese Betrugsmasche informieren und aufklären und die nachstehenden Präventionshinweise geben.


Wir empfehlen Enkeln, Kinder, Verwandten usw. ihre Familienangehörigen, Freunde und Bekannten zu informieren und aufzuklären.

Diese und weitere Informationen finden Sie auf der Seite „Polizeiliche Kriminalprävention“: www.polizei-beratung.de

https://www.polizei-beratung.de/startseite-und-aktionen/aktuelles/detailansicht/enkeltrick-betrueger-nutzen-whatsapp/

Erfurt (ots)

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