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Fanschals vor Fußballspiel entwendet

Bildquelle: Werbeagentur Frank Bode | www.werbe-bo.de

Auf der Fahrt von Eisenach nach Erfurt kam es am Sonntag in einer Regionalbahn zu einer Auseinandersetzung zwischen mehreren Fußballfans. Eine vierköpfige Personengruppe bestieg die RB74619 am Bahnhof Eisenach. Als Fans von Werder Bremen waren zwei Personen mit grün-weißen Schals bekleidet. Während des Halts am Bahnhof Gotha betraten Fans des Vereins Rot-Weiß Erfurt den Zug und wurden auf die vierköpfige Personengruppe aus Eisenach aufmerksam. Es dauerte nicht lange als ein RWE-Fan an dem grün-weißen Schal zog und die Herausgabe des Vereinsartikels mit den Worten

gibt den Schal her oder es gibt was auf die Fresse, das ist mein Revier

forderte. Im weiteren Verlauf sind beide Schals entwendet und an Dritte übergeben worden, die wiederum die Schals nach Ankunft am Erfurter Hauptbahnhof in einem Gepäckschließfach verstauten. Der spätere Beschuldigte, ein 22-jähriger Deutscher, äußerte gegenüber der Personengruppe, man könne sich um den Schlüssel des Schließfaches prügeln.

Die Situation im Zug wurde einer Streife der Bundespolizei geschildert, die aufgrund der Spielbegegnung den Anreiseverkehr im Hauptbahnhof Erfurt überwachte. Der 22-jährige Beschuldigte konnte daraufhin gestellt werden. Die Identifizierung der Mittäter dauert an. Hierzu werden die Videoaufzeichnungen im Zug ausgewertet. Gegen den in Hohenkirchen lebenden Mann wurde vor dem Spiel (RW Erfurt – SV Werder Bremen II) ein Betretungsverbot durch die Landespolizei Thüringen für das Steigerwaldstadion ausgesprochen. Außerdem wird gegen ihn ein Ermittlungsverfahren wegen Nötigung und räuberischer Erpressung geführt.

In diesem Zusammenhang weist die Bundespolizei noch einmal darauf hin, dass auch die Wegnahme eines Fanartikels bei Fußballspielen unter Androhung oder Einsatz von Gewalt einen Tatbestand des Strafgesetzbuches verwirklicht, der grundsätzlich mit einer Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr bestraft wird. Es handelt sich hier also nicht um ein „Kavaliersdelikt“.

Gotha – Erfurt (ots)

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