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Polizeikontrollen: Schwerpunkt LKW

Heute wurden von 8 bis 12 Uhr insgesamt 41 Nutzfahrzeuge in Eisenach und Ruhla kontrolliert. 24 Beamte der Polizeiinspektion Eisenach, der Verkehrspolizeiinspektion Gotha und des Hauptzollamtes Erfurt waren daran beteiligt. Bei der Aktion im Eisenacher Mariental und am Schützenplatz in Ruhla wurden bei 20 Fahrzeugen 27 Mängel festgestellt. In zwei Fällen wurde eine Weiterfahrt untersagt, die Anhängezugvorrichtung und die Bereifung waren verkehrsunsicher.
Kontrolliert wurden neben dem technischen Zustand der Fahrzeuge auch die sichere Befestigung der Beladung, die zulässige Last, der Dieselkraftstoff, die Fahrzeugdokumente sowie die vorgeschriebenen Lenk- und Ruhezeiten.
Letzteres wurde an Hand der Scheiben aus dem Fahrtenschreiber überprüft. 4,5 Stunden darf ein Lkw-Fahrer hinterm Steuer sitzen, dann sind 45 Minuten echte Pause vorgeschrieben.
Durch die Fachleute der VPI wurde hier oftmals der Zeigefinger gehoben, wissend um die Probleme der Fahrer und ihren Termindruck. Gibt es größerer gefährliche Verstöße, da wurde natürlich hart eingeschritten und die entsprechenden Anzeigen geschrieben. Viel Fingerspitzengefühl ist bei den Prüfern angesagt. Eine Vielzahl von Gesetzen, Auslegungen und Rahmenbedingungen gelte es zu beachten. Und so ist es nicht verwunderlich, dass zur Grundausstattung des Kontrollfahrzeuges auch eine Sammlung von Gesetzestexten gehört. Neben einem Grundlehrgang zur Befähigung müssen die Polizisten sich ihr umfangreiches Wissen selbst aneignen. Es vergehe kaum ein Tag, wo nicht neue Richtlinien kommen.
Bei der heutigen Kontrolle waren die Eisenacher praktisch die Lernenden. Sie durften den Fachleuten über die Schulter schauen und unter Anleitung die Kontrollen durchführen.
«Es geht uns darum, dass sich unsere Polizisten mit diesen Problemen befassen und Erfahrungen sammeln, damit wir auch in Eisenach fachlich gerüstet sind», so Polizeirat Robert Schmidt, der Leiter der PI, mit Blick auf weitere Kontrollen.
Erste Analysen des Jahres zeigten, dass zwar ein Rückgang bei den Unfällen zu verzeichnen sei, aber immerhin 44 Lkw beteiligt waren. 16 Menschen sind durch Unfälle bereits ums Leben gekommen.

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