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Vermisster noch vor Vermisstenmeldung wohlbehalten aufgefunden

Eine Einsatzbeamtin aus dem ID Gotha stellte am 23. Januar 2020 nach dem Spätdienst auf dem Weg nach Hause im Stadtgebiet einen 88-jährigen Mann fest, der offensichtlich Hilfe benötigte.

Er war zu Fuß in der Salzgitterstraße unterwegs und für die Witterungsverhältnisse unzureichend bekleidet. Die Kollegin setzte sich mit dem Inspektionsdienst Gotha in Verbindung, um zu erfragen, ob es einen aktuellen Vermisstenfall gibt.

Die Kollegen in der Wache verneinten und konnten zunächst aufgrund der Einsatzlage keinen Funkstreifenwagen entsenden.

Daraufhin entschloss sich die Kollegin, zu dem Senior Kontakt aufzunehmen und in ihr Fahrzeug zu bitten. Er berichtete, dass er lediglich aus dem Haus ging, um seine Post zu holen. Angaben zu seinem Namen oder seinem Wohnort konnte er nicht machen.

Anhand der mitgeführten Post konnte eine mögliche Wohnanschrift festgestellt werden, die sich nach Überprüfung der polizeilichen Informationssysteme und Rückinformation durch die Wache bestätigte.

Zwischenzeitlich hatte sich die Familie des älteren Herrn bei der Polizei gemeldet, um ihren Vater und Ehemann als vermisst zu melden. Ihnen konnte nun schon am Telefon mitgeteilt werden, dass ihr Familienmitglied wohlbehalten angetroffen wurde. Die Kollegin brachte den 88-Jährigen anschließend direkt zur Wohnanschrift, wo die Familie mit einer warmen Decke bereits auf ihn wartete.

Wenige Tage später erschien die Familie auf der Dienststelle und überbrachte der Kollegin einen Blumenstrauß und eine Danksagungskarte, um damit ihren Dank zum Ausdruck zu bringen. Das ganze Geschehen wurde mit einem emotionalen Telefonat abgeschlossen, da die Kollegin die Blumen nicht persönlich übernehmen konnte. (ah)

Gotha (ots)

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