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Die letzte Ruhestätte für den tierischen Begleiter

Bildquelle: © TASSO e.V.

Welche Möglichkeiten gibt es bei der Haustierbestattung?

Der Tod des geliebten Haustieres hinterlässt beim Halter meist eine große Leere und Traurigkeit. Trotz des Kummers muss die Entscheidung getroffen werden, was mit den sterblichen Überresten des treuen Freundes passieren soll. Die Tierschutzorganisation TASSO e.V., die Europas größtes kostenloses Haustierregister betreibt, zeigt verschiedene Möglichkeiten für die Tierbestattung auf. 

Ob Hund, Katze oder Meerschweinchen: Haustiere werden als wahre Familienmitglieder angesehen. So ist es auch nicht ungewöhnlich, dass sich immer mehr Menschen Gedanken über die letzte Ruhestätte des treuen Wegbegleiters machen. Damit in der schweren Zeit der Trauer keine überstürzten Entscheidungen getroffen werden, ist es ratsam, die unterschiedlichen Möglichkeiten, die inzwischen angeboten werden, zu kennen und sich rechtzeitig für einen Weg zu entscheiden.

Die Bestattung des tierischen Lieblings im eigenen Garten ist bei vielen Haltern sehr beliebt.

Die gesetzliche Regelung erlaubt es, Heimtiere auf einem dem Tierhalter gehörenden Gelände, also im eigenen Garten, zu begraben, sagt die für TASSO tätige Rechtsanwältin Ann-Kathrin Fries.

Gewisse Voraussetzungen müssen dabei jedoch berücksichtigt werden:

Das Tier darf nicht an einer ansteckenden Krankheit oder einer Seuche gestorben sein, zudem darf das Grundstück weder in einem Wasserschutzgebiet noch in unmittelbarer Nähe zu öffentlichen Wegen und Plätzen liegen. Der Körper muss mit einer ausreichenden, mindestens aber 50 cm starken Erdschicht bedeckt sein, erklärt Ann-Kathrin Fries.

Für Tierhalter, die keinen Garten besitzen, stellt der Tierfriedhof eine gute Alternative dar. So ist in den vergangenen Jahren die Zahl der Tierfriedhöfe deutschlandweit stetig gestiegen. Die Kosten – meist mehrere hundert Euro – für die Bestattung variieren je nach Friedhof und Gemeinde, ebenso wie die jährliche Pacht für das Grab. Zudem haben Tierhalter die Möglichkeit, ihren treuen Freund in einem Tierkrematorium einäschern zu lassen und die Asche mit nach Hause zu nehmen. Je nach Größe und Gewicht des Tieres liegen die Kosten bei rund 100 bis 350 Euro. Für eine spezielle Urne oder Urkunde fallen weitere Kosten an. Auch Tierärzte stehen den Haltern mit Ratschlägen und Informationen zur Seite, wenn die Zeit des Abschieds gekommen ist. Einige arbeiten beispielsweise bereits mit Tierkrematorien zusammen.

Zunehmend mehr Menschen hegen auch den Wunsch, sich zusammen mit ihrem Haustier bestatten zu lassen. Aus diesem Grund erlauben immer mehr Friedhöfe gemeinsame Gräber für Mensch und Tier.

Die Entscheidung, ob eine Urne mit der Asche des Tieres als Grabbeigabe hinzugefügt werden darf, obliegt den Betreibern und wird in den jeweiligen Friedhofssatzungen der Städte und Gemeinden oder in den Friedhofsordnungen der kirchlichen Träger festgelegt, erläutert Ann-Kathrin Fries.

Hamburg ist das erste Bundesland, das diesbezüglich eine einheitliche Regelung hat. Das am 1. März 2020 in Kraft getretene Gesetz besagt, dass die Asche verstorbener Haustiere gemeinsam mit ihren Haltern auf den Friedhöfen der Hansestadt beigesetzt werden darf.

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