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Eisenacher DRK beim Landeswettkampf

Die diesjährige Landesüberprüfung der Bereitschaften des DRK in Thüringen fand am Samstag unter der Schirmherrschaft des Nordhäuser Landrates Joachim Claus in Heringen (Nordhausen) statt. Angereist waren 21 Mannschaften aus Thüringen, darunter die Mannschaft aus Eisenach sowie eine Gastmannschaft aus Weißwasser/Sachsen.
In seinen Grußworten zur Eröffnung bedauerte Landesbereitschaftsleiter Dieter Klaus Möller, dass die polnische Gastmannschaft ihre Teilnahme abgesagt habe. Das sei wiederum ein Glück für die Thüringer Mannschaften, hatte doch im letzten Jahr die polnische Mannschaft gesiegt.
Die Eisenacher Mannschaft, bestehend aus einem Gruppenführer und fünf Helfern sowie einem Mannschaftsbegleiter hatte die Startnummer neun. Das DRK-Eisenach haben vertreten Yves Grischok (Gruppenführer), Christian Hüttig, Cindy Meyer, Markus Laudenbach, Stefanie Schellenberg, Carsten Schreiber, Stefan Quednau (Reserve). An Station 5 kam es vor einem Einkaufszentrum zu einer Schlägerei, nachdem sogenannte Berber Kunden anbetteln und belästigen. Dabei ist ein durch die Rangelei bewusstloser Kunde zu versorgen. Die Sanitätshelfer mussten dem Notarzt bei der Intubation des Patienten assistieren, die Ehefrau des Bewusstlosen beruhigen und versorgen und die Berber von den Verletzten ferngehalten werden. Alles in allem keine leichte Aufgabe gleich zu Beginn des Wettkampfes.
Weiter geht es zu einem Wasserunfall. Ein Schlauchboot ist in «Seenot» geraten. Zwei Kinder – zum Teil verletzt – müssen versorgt werden.
An Station 7 ist eine Verpflegungsausgabestelle simuliert. Hier müssen die Helfer erkennen, was an dieser Station alles nicht richtig ist.
Eine Mutter hat an Station 9 bei angeblichen sommerlichen Temperaturen (teilweise war es hingegen recht frisch und auch einige Tropfen fielen) ihr Baby im Auto zurück gelassen. Die Gruppe musste nun entscheiden, was sie tut. Schlägt sie eine Scheibe des Autos ein oder … . Zum Glück war die Heckklappe nicht abgeschlossen. So konnte das Baby gerettet werden. Derweil kommt die Mutter zurück und geht die Helfer an.
Weitere Stationen waren eine Evakuierung nach einer Bombendrohung, die Versorgung einer Bisswunde, eine Geiselnahme, der Aufbau einer Registrierungsstelle, ein Pkw-Unfall sowie die Beantwortung von theoretischen Fragen.
Zwischendurch gegen halb eins landete der Nordhäuser Rettungshubschrauber Christoph 38 auf dem Sportplatz der Grund- und Regelschule Geschwister Scholl in Heringen.
Gegen 17 Uhr haben alle Mannschaften alle Stationen absolviert. Im Rechenbüro wird derweil hart gearbeitet. Danach die Auswertung und die Siegerehrung:
1. Platz für die Mannschaft aus Sömmerda. Die Eisenacher Mannschaft kommt auf einen guten 7. Platz und erreicht damit das gesteckte Ziel.

An der 16. Landesüberprüfung sind mit den 21 (+1) Mannschaften, Mimen, Schminkern, Schiedsrichtern und Kräften der technischen Sicherstellung über 350 ehrenamtliche Katastrophenschützer aktiv beteiligt. An den Stationen müssen die Aktiven ihre Kenntnisse und Fähigkeiten in der sanitätsdienstlichen Versorgung und Betreuung der Opfer von Unfällen, wie sie täglich passieren können, unter Beweis stellen. Dabei wird das Handeln von Schiedsrichtern bewertet. Die Unfallopfer werden von geschminkten Mimen realistisch dargestellt.
Die beste Mannschaft wird den DRK-Landesverband beim Bundeswettbewerb der Bereitschaften des DRK-Bundesverbandes am 22. September in Friedrichshafen, Baden Württemberg, vertreten.

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