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Kinderkommission zum Internationalen Tag der vermissten Kinder am 25. Mai 2014

Am 25. Mai 1979 verschwand im New Yorker Stadtteil Soho der damals sechsjährige Etan Patz spurlos. Zu seinem Gedenken wurde der Internationale Tag der vermissten Kinder eingeführt, der seit elf Jahren auch in Europa begangen wird. Der 25. Mai ist der Tag, der den vermissten Kindern sagen soll, dass sie nicht aufgegeben sind. Den Eltern, die ein Kind vermissen, soll dieser Tag Hoffnung geben.

Jedes Jahr gehen in Deutschland etwa 100.000 Anzeigen über vermisste Kinder und Jugendliche bei der Polizei ein. Die meisten von ihnen sind sogenannte Ausreißer, die bereits nach kurzer Zeit wieder zurück nach Hause kommen. Einige Kinder und Jugendliche bleiben aber dauerhaft verschwunden.

Der «Initiative Vermisste Kinder» wurde im März 2011 die Rufnummer 116 000 für eine Hotline für vermisste Kinder zugeteilt. Betroffene werden durch die Hotline bei der Suche nach ihrem vermissten Kind unterstützt. Darüber hinaus werden Meldungen über vermisste Kinder entgegengenommen und an die Polizei weitergeleitet.

Damit wurde eine Entscheidung der Europäischen Kommission umgesetzt, mit der die Mitgliedstaaten verpflichtet wurden, den sechsstelligen Rufnummernbereich, der mit den Ziffern «116» beginnt, für Dienste mit sozialem Wert in Europa zu reservieren.

Es war eine der ersten praktischen Maßnahmen, die auf Grundlage der Mitteilung der Kommission im Hinblick auf eine EU-Kinderrechtsstrategie veranlasst wurde. Die Kombination «gleiche Nummer – gleicher Dienst» soll gewährleisten, dass ein bestimmter Dienst überall in der Europäischen Union mit derselben Rufnummer in Verbindung gebracht wird. Eine einheitliche Rufnummer hilft Kindern und Eltern in Not, wenn sie sich außerhalb ihres Herkunftsmitgliedstaats befinden.

Der Vorsitzende der Kinderkommission, Eckhard Pols: «Jedes vermisste Kind ist ein Kind zu viel. Hilfedienste leisten hier wertvolle Arbeit, dem entgegenzuwirken!»

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