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Kostenloses Kinder- und Jugendsorgentelefon in Thüringen

Die Thüringer Ministerin für Soziales, Familie und Gesundheit, Heike Taubert (SPD), hat vor Beginn der Sommerferien auf das Kinder- und Jugendsorgentelefon aufmerksam gemacht.

Nach Ansicht der Sozialministerin brauchen Kinder und Jugendliche neben der Familie weitere Menschen, an die sie sich vertrauensvoll wenden können. «Kann die Familie die Sorgen und Nöte der Kinder nicht auffangen, sind weitere Ansprechpartner nötig. Genau hier setzt das Thüringer Kinder- und Jugendsorgentelefon an», sagte Heike Taubert.

Das Thüringer Kinder- und Jugendsorgentelefon ist landesweit unter der einheitlichen Rufnummer 0800 / 00 800 80 zu erreichen. Ratsuchende werden kostenlos rund um die Uhr beraten.

«Wir wissen, dass unsere Kinder und Jugendlichen längst nicht nur wegen schlechten Noten Angst haben, nach der Zeugnisausgabe nach Hause zu gehen. Häufig spielen Gewalt, Probleme in der Clique oder Einsamkeit eine große Rolle. Weglaufen ist da keine gute Lösung. Darum werbe ich für unsere Sorgenhotline. Das ist ein Angebot, um in kleinen oder größeren Krisen Verständnis und Hilfe zu bekommen», sagte Heike Taubert.

Rund 7400 Anrufe gingen letztes Jahr beim Sorgentelefon ein. Ausführlichen Beratungsbedarf gab es in über 5000 Fällen. Am häufigsten suchten Mädchen und Jungen von 10 bis 14 Jahren Unterstützung. Die Jugendlichen wenden sich mit unterschiedlichen Themen an das Sorgentelefon. In jeweils einem Fünftel der Gespräche suchen die jungen Anrufer Rat, wenn es um Partnerschaft oder um die aktuelle Lebenssituation geht. 15 Prozent der Kinder und Jugendlichen rufen wegen Familienproblemen an. Schwierigkeiten in der Schule, zum Beispiel mit Schulnoten oder Hausaufgaben, rangieren in der Häufigkeit dahinter.

Das Kinder- und Jugendsorgentelefon in Thüringen wurde 1998 in Leben gerufen. Es wird von der Landesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz Thüringen e.V. getragen. Insgesamt gibt es sieben Standorte des Sorgentelefons, darunter in Bad Salzungen, Gera, Sonneberg, Marisfeld, Heiligenstadt, Seebach und Erfurt. Die Anrufe beim Sorgentelefon sind kostenfrei. Die Gebühren werden vom Thüringer Sozialministerium übernommen. Die Beraterinnen und Berater am anderen Ende der Leitung arbeiten meist ehrenamtlich und wurden speziell geschult.

Weitere Informationen im Internet:
http://www.jugendschutz-thueringen.de/menue-rechts/sorgentelefon.html

Rainer Beichler | | Quelle: ,

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