Pflanzen für den Wald von morgen

Bildquelle: Ariane Rudloff – Pflanzung einer Eichenkultur mit Zaunschutz im Revier Etterwinden

Die letzten Jahre haben gezeigt, wie anfällig unsere Wälder gegenüber Extremwetterereignissen, Schädlingen und Krankheiten sein können. Das Forstamt Marksuhl forciert daher weiter den Waldumbau. Bereits in den letzten Jahren pflanzte das Forstamt Marksuhl mehrere hunderttausend Bäume. Auch in diesem Frühjahr werden wieder mehr als 50.000 Bäume in die Erde gebracht. Die Aufforstungsmaßnahmen erfolgen im gesamten Forstamtsbereich, wobei der Schwerpunkt in den Revieren Etterwinden und Breitenberg liegt.

Es werden zwar vorwiegend Kahlflächen bepflanzt, aber am Breitenberg bei Ruhla werden zum Beispiel junge Weißtannen unter noch vorhandene ältere Fichten gepflanzt. Dies dient der Risikovorsorge, da man mittelfristig mit dem Verlust der Fichte rechnen muss.

Ariane Rudloff – Pflanzung einer Eichenkultur mit Zaunschutz im Revier Etterwinden

Das Forstamt setzt auf sorgfältig ausgewählte, standortsgerechte Baumarten. Risikostreuung durch Vielfalt ist hierbei das Stichwort. Gepflanzt wird deshalb ein „Kessel Buntes“, wie beispielsweise Tanne, Douglasie, Lärche, Vogelkirsche, Elsbeere, Eichen, Ahorn und zahlreiche weitere Baumarten. Bei den gekauften jungen Bäumchen wird besonders auf die passende Herkunft und Genetik
geachtet.

Mit der Pflanzung sind überwiegend externe Firmen beauftragt. Ohne den Einsatz ausländischer Arbeitskräfte könnten viele forstliche Aufgaben wie auch die Pflanzung nicht mehr erledigt werden. „Da wir seit 2018 aktiv aufgeforstet haben, werden nach aktuellem Stand zukünftig nur noch kleinere Flächen bepflanzt werden müssen,“ zieht Forstamtsleiter Ansgar Pape ein positives Zwischenfazit.