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Spendenaktion für die Ukraine: Delegation berichtet von aufwühlenden Erlebnissen

Seit Beginn des Krieges sammelt die Stadt Eisenach Spenden für die Partnerstadt Sárospatak in Ungarn, unweit der ukrainischen Grenze. Vom 3. bis 6. April reiste eine elfköpfige Delegation unter der Initiative des Vereins Städtepartnerschaften Eisenach e.V. nach Sárospatak. An diesem Freitag, 8. April, empfing Oberbürgermeisterin Katja Wolf die Rückkehrenden und dankte ihnen herzlich. „Sie haben einen großen Kraftakt geleistet, um die Menschen in der Ukraine zu unterstützen und das Helfer-Team unserer Partnerstadt Sárospatak zu ermutigen“, würdigte Katja Wolf den Einsatz. Dabei hob sie besonders das Engagement von Heike Apel-Spengler, Vereinsvorsitzende und Ehrenamtliche Beigeordnete der Stadtverwaltung Eisenach, hervor. Sie hatte die Reise maßgeblich organisiert.

Ein Besuch in einer Flüchtlingsunterkunft mit hochschwangeren Frauen in Sárospatak habe sich ihr tief eingeprägt, schilderte Heike Apel-Spengler. Die Frauen seien zwar in Sicherheit, doch von ihren Ehemännern und Lebenspartnern getrennt und in großer Ungewissheit. Wie dicht gedrängt Menschen in einer Turnhalle im ukrainischen Uschhorod ohne jede Privatsphäre leben und auf dem Boden schlafen müssen, wühlte sie ebenfalls auf. Die Kinder hätten Bilder von einer Welt im Frieden gemalt. Das habe sie zu Tränen gerührt. „Dass wir hier in Frieden leben können, schätze ich seit meinem Besuch in der Ukraine noch viel mehr“, sagte Heike Apel-Spengler.

„Vielen Dank, dass Sie die erste unserer Partnerstädte waren, die uns geholfen hat“, bedankte sich Attila Sikora, stellvertretender Bürgermeister von Sárospatak, nochmals nachträglich aus der Ferne. „Mit der Unterstützung, die wir erhalten haben, werden wir weiterhin Hilfspakete zusammenstellen und in die Ukraine bringen“, fügte er hinzu. Die Stadt Eisenach hält kontinuierlich die Verbindung nach Ungarn. „So erfahren wir direkt, welche Hilfe benötigt wird, und ob wir noch mehr tun können“, unterstrich Oberbürgermeisterin Katja Wolf.

Auf dem Spendenkonto der Eisenacher Stadtverwaltung gingen bisher 40.424 Euro ein, ein Großteil davon wurde bereits nach Sárospatak überwiesen. Davon werden vor Ort Hilfsgüter eingekauft und verteilt, zum Beispiel Grundnahrungsmittel, Matratzen und zwei Kühlschränke für eine Flüchtlingsunterkunft sowie Medikamente für kranke Familien. Beim Eisenacher Sommergewinn wurden zudem weitere 1600 Euro für die Ukraine gesammelt. Dazu kommen etwa 5000 Euro, die Heike Apel-Spengler persönlich übergeben wurden. Das Geld wird ebenfalls noch überwiesen.

Die Eisenacher Spendenaktion wird indes fortgesetzt. Weitere Informationen dazu finden Sie unter: https://www.eisenach.de/leben/informationen-fuer-fluechtlinge/ukraine/informationen-fuer-gefluechtete-aus-der-ukraine/

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