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Ukrainer beziehen Bergmannsstübl in Merkers nach Renovierung

Bildquelle: Landratsamt Wartburgkreis
(v.li.) Kreisbeigeordneter Martin Rosenstengel, Martin Ebeling, Werksleiter K+S
Werk Werra, und Oliver Koch, Amtsleiter im Amt für Versorgung und Migration, waren
zur offiziellen Übergabe des Bergmannsstübl von K+S an den Landkreis
zusammengekommen.

Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine. In den vergangenen Monaten hat die K+S AG die Räumlichkeiten der ehemaligen Pension gründlich renoviert, um Familien zu beherbergen, die vor dem russischen Angriffskrieg geflohen sind.

K+S hatte das Bergmannsstübl, das gegenüber von Schacht und Erlebnis Bergwerk Merkers liegt, im Jahr 2015 übernommen und zeitweise dem Wartburgkreis für die Unterbringung syrischer Flüchtlinge zur Verfügung gestellt. Die neuerliche Renovierung wurde schon wenige Wochen nach Kriegsbeginn, Ende März dieses Jahres, begonnen. Vor Kurzem hat der Wartburgkreis die Unterkunft übernommen, die über sieben Zimmer mit angeschlossenen Bädern, zwei Gemeinschaftsräume und eine voll ausgestattete Küche verfügt. Darin kommen derzeit 17 Frauen, Männer und Kinder unter, die zuvor in einer Turnhalle untergebracht waren. 

„Zahlreiche Abteilungen des Werks Werra haben sich engagiert, um das Bergmannsstübl für die Flüchtlinge ordentlich herzurichten“, berichtet Ivonne Balduf, die das Vorhaben als Leiterin Zielgruppenmanagement koordiniert hat. So war die Bauabteilung Hattorf im Einsatz, um viele bautechnischen Details zu erledigen. Zu dem, was K+S mit eigenem Engagement machen konnte, gehörten beispielsweise auch die Überprüfung des Brandschutzes durch die Werkfeuerwehr und Malerarbeiten, bei denen sich drei Dutzend Auszubildende und ihre Ausbilder beteiligten. Die Unterkunft wurde zudem mit viel Liebe zum Detail vollständig ausgestattet, damit es den Familien vom Pfannenwender bis zur Waschmaschine an nichts fehlt.

„Der Wartburgkreis kann sich glücklich schätzen, dass es hier Unternehmen gibt, die sich auch sozial engagieren. Mit dem Bergmannsstübl verdanken wir K+S erneut eine Unterkunft, mit der wir die Flüchtlingskrise bewältigen können. An dieser Stelle möchte ich auch allen Mitarbeitern danken, die es ermöglicht haben, die Räumlichkeiten hier in Merkers in ein wohnliches Umfeld zu verwandeln“, hält Martin Rosenstengel, Kreisbeigeordneter des Wartburgkreises, am Rande der Übergabe fest. 

K+S hat als Eigentümer der Immobilie die Renovierungskosten vollständig übernommen und stellt die Unterkunft dem Wartburgkreis nun mietfrei zur Verfügung.  „Viele unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben in den vergangenen Monaten bei Spendenaktionen, Hilfstransporten und anderen Gelegenheiten mit angepackt, um die Leiden des Krieges ein wenig zu lindern. Auch uns als Unternehmen ist es wichtig zu helfen. Mit der Bereitstellung dieser Unterkunft leisten wir nun einen Beitrag, damit die Kriegsflüchtlinge hier in Deutschland gut aufgenommen werden“, sagt K+S-Werksleiter Martin Ebeling.  

Foto: (v.li.)  Kreisbeigeordneter Martin Rosenstengel, Martin Ebeling, Werksleiter K+S Werk Werra, und Oliver Koch, Amtsleiter im Amt für Versorgung und Migration, waren zur offiziellen Übergabe des Bergmannsstübl von K+S an den Landkreis zusammengekommen.

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