1. Handballbundesliga Männer

Bildquelle: Ch. Heilwagen – Misha Kaufmann (ThSV Eisenach,Trainer)

„Wir werden mit frischem Kopf und breiter Brust in die Partie gehen!“

Eisenachs Trainer Misha Kaufmann vor dem Heimspiel am Samstag gegen die SG Flensburg-Handewitt 

In 21 Pflichtspielegen gegen die SG Flensburg-Handewitt gelang dem ThSV Eisenach kein einziger Sieg. Lediglich am 08.05.2002 trennten sich beide Teams in Eisenach 26:26 Unentschieden. Bei der 22. Auflage des Aufeinandertreffens am Samstag, 18.05.2024 um 19.00 Uhr in der Werner-Aßmann-Halle trägt das handballerische Schwergewicht aus dem Norden klar die Favoritenrolle. Doch jede Serie geht bekanntlich einmal zu Ende. Der gastgebende Aufsteiger wird alles daransetzen. Auch, um mit Punktezuwachs den Klassenerhalt perfekt zu machen. (Einige Tickets sind noch erhältlich online unter www.thsv-eisenach.de und in der Geschäftsstelle der ThSV-Marketing GmbH Am Sportpark 4.)

Vor der Partie sprachen wir mit Misha Kaufmann, dem Trainer des ThSV Eisenach:

Marko Grgic absolvierte am Sonntag sein erstes Länderspiel für Deutschland. Das erfüllte sicherlich auch Sie mit Stolz. Wie haben Sie den ersten Länderspieleinsatz Ihres Schützlings gesehen?

Ich freue mich generell für jeden Spieler, der für die Nationalmannschaft seiner Heimat auflaufen darf. Besonders natürlich für einen aus unserem ganz jungen Kader. Marko durchlebt gerade eine sehr intensive Zeit mit Handball und Ausbildung bei unserem Partner Wartburg-Sparkasse. Das meistert er sehr gut. Er hat sich während der letzten zwei Jahre in Eisenach unglaublich entwickelt. Das macht uns alle stolz. Es ist für Marko eine große Ehre, für Deutschland zu spielen. Er hat seinen ersten Länderspieleinsatz mit Bravour gemeistert. 

Drei weitere ThSV-Spieler waren mit ihren Nationalmannschaften in der Vorwoche in WM-Qualifikationsspielen am Ball…….

Es ist wohl eine Überraschung, Italien – mit unserem Simone Mengon – hat sich in zwei Qualifikationsspielen gegen Montenegro ein Ticket für die Weltmeisterschaft gesichert. Manuel Zehnder verpasste das mit der Schweiz haarscharf. Die Entscheidung in zwei Qualifikationsspielen gegen Slowenien fiel im Siebenmeter-Werfen. Hier hatte Slowenien das bessere Ende für sich. Mait Patrail schied mit Estland nicht unerwartet aus. Der Außenseiter aus dem Baltikum hatte gegen Island keine Chance. Wichtig für uns, alle vier mit ihren Nationalmannschaften unterwegs gewesenen Spieler sind ohne Verletzung nach Eisenach zurückgekehrt, fokussieren sich mit unserer Mannschaft auf die letzten drei Saisonspiele.   

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Am Samstag kommt mit der SG Flensburg-Handewitt ein nationales und internationales Handball-Schwergewicht in die Werner-Aßmann-Halle. Was zeichnet das Team aus dem hohen Norden aus? 

Die Norddeutschen sind gespickt mit individueller Qualität, stehen unter Leitung eines Top-Trainers. Jeder braucht nur die Namen im Kader zu lesen. In diesem befindet sich auch das wohl beste Torhüter-Gespann der Liga. Vor den beiden agiert eine bärenstarke Abwehr.  Wir haben uns sehr viel vorgenommen, werden alles reinwerfen, wollen das zeigen, was uns über 31 Spieltage ausgezeichnet hat. 

Ist es eine zusätzliche Motivation, dass der ThSV Eisenach in all seinen Erstbundesligajahren kein einziges Mal gegen die SG Flensburg-Handewitt gewonnen hat, nur ein einziges Remis in der Statistik steht? 

Ich kenne die Statistik. Das macht die Aufgabe nicht einfacher. Unsere Motivation ist stets hoch. Egal gegen wen, wir wollen immer gewinnen. Auch am Samstag. Zumal in unserer Halle mit unseren Fans. Wir haben zudem was gutzumachen. In unserem letzten Heimspiel gegen den TBV Lemgo Lippe boten wir eine schlechte Leistung. Wir als Mannschaft sind unseren Fans was schuldig. 

Sie wollen sicherlich am Samstag „den Deckel zum Klassenerhalt draufmachen“, wie soll das gelingen? 

Wenn wir punkten, sichern wir für Eisenach ein weiteres Jahr Handball in der stärksten Liga der Welt. Das hat uns vor der Saison kaum einer zugetraut! Wir haben uns eine Woche taktisch vorbereitet, werden mit frischem Kopf und breiter Brust in die Partie gehen. Wichtig, wir behalten die Kontrolle über unser Angriffsspiel, um die Gäste aus Schleswig-Holstein nicht zu ihrem schnellen Spiel einzuladen.

Th. Levknecht 

Titelfoto: Eisenachs Trainer Misha Kaufmann stets engagiert an der Seitenline – Foto: Ch. Heilwagen 

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