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Alexander Saul sichert mit seinem 11. Treffer zumindest einen Punkt

Tabellenführer ThSV Eisenach spielt bei der SG Bruchköbel 28:28 und verabschiedet sich mit 8 Zählern Vorsprung iu die Punktspielpause

Der 16. Saisonsieg im 17. Saisonspiel gelang nicht. Der ThSV Eisenach verabschiedete sich mit einem 28:28-Remis (Halbzeit 17:14 für die SG Bruchköbel aus dem Kalenderjahr. Der Tabellenführer, von über 200 eigenen Fans unter den 823 Zuschauern in der Dreispitzhalle unterstützt, kam mit einem blauen Auge davon, Alexander Saul, nach 22 Minuten verletzt ausgeschieden, mit dem Anpfiff der zweiten Halbzeit wieder dabei, sicherte mit seinem 11.Treffer in allerletzter Sekunde zumindest einen Punkt. Die Thüringer lagen nicht ein einziges Mal in Führung. Positiv aus ihrer Sicht, die erneut gute Rolle von Andrej Obranovic im linken Rückraum. Ante Vuko, der Coach der SG Bruchköbel, bedauerte, dass sein Team nicht beide Punkte verbuchen konnte. „Wir haben uns nur halb belohnt“, bekannte er nach dem Spiel.

Die Wartburgstädter gehen als souveräner Tabellenführer in die Ppflichtspielpause bis Ende Januar, weisen ein sattes Plus von 8 Zählern vor „Verfolger“ HSG Baunatal auf. Doch das ist der schmerzliche Fakt des Jahres 2018, der thüringische Traditionsverein spielt nach dem Abstieg aus dem Handballunterhaus erstmals in seiner langen Geschichte nur noch in der 3. Liga (Staffel Ost).

Höchstform wird im Mai 2019 verlangt
Mit neuem Manager (Rene Witte) und einem ganz erfahrenen Coach (Sead Hasanefendic) stellte sich der ThSV Eisenach der Aufgabe. 31:3 Punkte an der Schwelle zum neuen Jahr, die Wartburgstädter vollzogen einen ersten Schritt in Richtung Rückkehr in die 2. Handball-Bundesliga. Der entscheidende folgt (wahrscheinlich) im Mai 2019. Dann muss der ThSV Eisenach – vorausgesetzt er behauptet im am 26.01.2019 beginnenden Teil 2 der Punktspielsaison die Tabellenführung – zur Höchstform auflaufen. Die Relegationsspiele stehen an. Vier Drittliga-Spitzenreiter machen die drei Aufsteiger unter sich aus. Die Wartburgstädter werden höchstwahrscheinlich zuerst an den Bodensee reisen. Die HSG Konstanz führt die Tabelle der 3. Liga Süd an, ähnlich souverän wie der ThSV Eisenach die Ost-Staffel.

Vorgaben nicht umgesetzt
Nichts dem Zufall überlassen, Spannkraft hoch halten, auch vor dem letzten Spiel im Kalenderjahr; Sead Hasanefendic hatte sein Team auch am Samstagvormittag zum Training gerufen, inbegriffen eine nochmalige Videoanalyse. Dem Eisenacher Trainer war das Hinspiel nicht in allzu guter Erinnerung, hatten seine Mannen im ersten Drittliga-Heimspiel der Eisenacher Vereinsgeschichte Mühe, um zu einem 28:25-Erfolg über die SG Bruchköbel zu kommen. Sead Hasanefendic warnte im Vorfeld vor „vielen kleinen flinken Spieler, die im Zweikampf den Torerfolg anpeilen“. Der Eisenacher Trainer hatte seine Crew auch auf eine mögliche offensive Abwehrvariante der Hessen eingestimmt. „Wir wollten dann mit Präzision und hohem läuferischen Aufwand die sich bietenden Freiräume nutzen“, hatte Sead Hasanefendic gefordert. Doch genau das gelang nicht. Mit ihrer leichtfüßigen und zugleich bissigen 5:1-Abwehr bereiteten den Hausherren den Gästen erhebliche Probleme. „Wir fanden einfach keine Lösungen“, ärgerte sich Sead Hasanefendic. In der Abwehr gelangen nicht die Ballgewinne, um – wie zuletzt – zum Gegenstoß anzusetzen. Das Torhüterduell ging klar an Mike Bätz vor der SG Bruchköbel, der nach Glanzparaden in Serie vom eigenen Anhang mit Beifall überschüttet wurde. Für die ThSV-Schlussleute Stanislaw Gorobtschuk und Lars Kremmer wies die Statistik in der Summe gerade einmal 7 parierte Bälle auf. Eisenachs Trainer versuchte mit personellen und taktischen Veränderungen seinem Team zu helfen. Er beauftragte beispielsweise Willy Weyhrauch mit der Rolle als vorgezogene Deckungsspitze, versuchte es zwischenzeitlich mit einer 4: 2-Abwehr, betraute im zweiten Abschnitt Eduard Klyuyko phasenweise mit der zentralen Rolle. Alles ohne den gewünschten Erfolg. Die Hoffnung, wenn sich der gegen den Ligaprimus bis in die Haarspitzen motivierte Gastgeber ausgetobt habe, könne der ThSV Eisenach im Schlussabschnitt das Ruder übernehmen, erfüllte sich nicht. Nach den Ausgleichstreffer vom überwiegend die Kreisposition besetzenden Hannes Iffert zum 21:21 (42.) und Willy Weyhrauch zum 22:22 (43.) patzten die Eisenacher bei eigenem Ballbesitz. Die Hausherren „dankten“ zum 25:22 (45.). In der Schlußviertelstunde gelangen ihnen aber nur drei Treffer. Alexander Saul verwandelte einen an Hannes Iffert verwirkten Siebenmeter zum 27:27 (56.). Eisenachs Kapitän Marcel Schliedermann hatte 40 Sekunden vor der Sirene freigespielt den Führungstreffer auf der Hand, doch SG-Torhüter Mike Bätz war zur Stelle. Sebastian Dietrich traf von den Gastgebern frenetisch bejubelten 28:17. Noch waren 7 Sekunden zu absolvieren. Alexander Saul traf zum vom blau-weißen Team und Anhang umjubelten Ausgleichstreffer.

Trainer Sead Hasanefendic wünscht sich personelle Verstärkungen
Nach der verabschiedete sich der ThSV Eisenach erst einmal in eine Festtagspause. „Ich werde mit einem Teil meiner Familie in Gummersbach das Weihnachtsfest verbringen“, ließ Sead Hasanefendic wissen. Am Montag, 07.Januar 2019 ruft er seine „Schäfchen“ wieder zum Training. Bis dahin, und auch bis zum Ende der Wechselfrist (15.02.2019), haben die Verantwortlichen des ThSV Eisenach ein wachsames Auge auf den Spielermarkt. Der zweite Anzug passt nicht, haben die letzten Wochen gezeigt, Spieler von der Bank sollen, so Sead Hasanefendic, nach ihrer Einwechslung neue Impulse setzen. Das geschah bisher höchst selten. „Eine Kaderverstärkung ist fast täglich Thema in unseren Gesprächen“, erklärt Rene Witte. „Viele Spieler rufen an, würden gern zu uns kommen, auch wegen unseres Trainers“, fügt fder Eisenacher Manager hinzu. Sead Hasanefendic wünscht sich mit Blick Aufstiegsrelegation und der Saison 2019/2020 (in der 2. Liga?) personelle Verstärkungen. Neben der äußerst angespannten finanziellen Situation, ist für die Macher unter der Wartburg, voran auch Präsident Shpetim Alaj und Vize Peter Krauß, ein ganz wichtiges Kriterium, was verkörpert eine mögliche Neuverpflichtung für einen Spielertyp. „Passt er zur sich neu entwickelnden DNA-Eisenach“, unterstreicht Rene Witte. Doch auch der 40-Jährige, im Sommer nach 18 Jahren zu seinem Heimatverein zurückgekehrt, ist nach dem Abpfiff zu seinen Kindern aufgebrochen, um mit ihnen das Fest der Liebe zu verbringen.

Statistik
SG Bruchköbel: Bätz, Prager; F. Günes, Schwarz (4), Nuez Ramos (4), Dietrich (3/1), Zutic (1/1), Rajic, Ulshöfer (2), Panther, A. Günes (4), Pjanic, Breyer, Weit (6), Kreckovic (4/1)

ThSV Eisenach: Gorobtschuk, Kremmer; Iffert (2), Wöhler (2), Luther, Miljak, Klyuyko, Schliedermann (1), Richardt (1), A. Alaj, Jovanovic, Mürköster, Obranovic (6/1), Weyhrauch (5), Saul (11/3)

Zeitstrafen: SG Bruchköbel 5 x 2 Min. – ThSV Eisenach 3 x 2 Min.
Siebenmeter: SG Bruchköbel4/3 – ThSV Eisenach 5/4
Schiedsrichter: Hehn/Tauchert
Zuschauer: 823

Th. Levknecht

Steffen E. | | Quelle:

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