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Als krasser Außenseiter zu einem absoluten Spitzenteam

Die Rhein-Neckar-Löwen zählen zweifellos zur Creme de la Creme des deutschen und sogar des internationalen Handballs.

Von Linksaußen Uwe Gensheimer (mit 84 Treffen Platz 7 der Torjägerliste), der erst kürzlich seinen Vertrag verlängerte, über die Rückraum-Asse Isaias Guardiolo und Ekdahl Du Rietz bis zu Torhüter Niklas Ladin, ist das Team top besetzt, zählte eigentlich zu den Meisterschaftskandidaten.

Die Erwartungen mit 19:7 Punkten und Platz 4 konnten national nicht ganz erfüllt werden. Auf internationalem Parkett befinden sich die Schützlinge von Gudmundur Gudmundsson, wie zuletzt demonstriert, auf Erfolgskurs.

«Wir fahren als ganz krasser Außenseiter zu den Rhein-Neckar-Löwen», erklärt Adalsteinn Eyjolfsson, der Coach der Wartburgstädter, mit Blick auf den Trip nach Mannheim. In der über 13000 Zuschauer fassenden SAP-Arena sind die Gastgeber am Mittwoch, 20.11.2013 haushoher Favorit, wenn die Unparteiischen Gerhard/Küsters um 20.15 Uhr die Partie anpfeifen.

Im Eisenacher Lager wünscht man sich, dass das Team – nicht wie in Berlin- vor der riesigen Arena in Ehrfurcht erstarrt, stattdessen unbekümmert aufspielt. «Wir werden versuchen, unsere bestmögliche Leistung abzurufen», erklärt Adalsteinn Eyjolfsson. Er wird wahrscheinlich jene Formation zur Verfügung haben, die am vergangenen Wochenende in einem Schlüsselspiel in Sachen Klassenerhalt GWD Minden mit 28:26 bezwang, in der Tabelle an den Ostwestfalen vorbeizog und nun punktgleich mit HBW Balingen-Weilstetten ist. Nick Heinemann (erkrankt) und der Langzeitverletzte Branimir Koloper stehen nicht zur Verfügung.

Der am Samstag sein Comeback feiernde Linkshänder Girts Lilienfelds und der abwehrstarke Kreisspieler Nicolai Hansen werden im Aufgebot stehen. Zeit zum Genießen des wichtigen Doppelpunktgewinnes blieb nicht. Im schnelllebigen Bundesligaalltag wartet bereits die nächste Aufgabe. Diese nehmen die Eisenacher freilich ohne Illusionen auf.

Dafür kann der ThSV Eisenach am nächsten Wochenende durchschnaufen. Erst am Samstag, 30.11.2013 sind die Wartburgstädter wieder um Punkte in der DKB Handball-Bundesliga gefragt. Nach über neunjähriger Unterbrechung kommt es wieder zum Aufeinandertreffen zwischen dem ThSV Eisenach und dem SC Magdeburg, der beiden Handball-Traditionsvereine aus den Neuen Bundesländern.

Der Run auf die Tickets war am Montag riesengroß. Vor der ThSV-Geschäftsstelle bildeten sich bereits in den frühen Morgenstunden Menschenschlangen. Die Neuauflage des Derby elektrisiert allenthalben.

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