Armend Alaj trifft auf Gegenspieler aus WM-Qualifikationsspielen
ThSV Eisenach II gastiert beim Tabellen-Dritten SV Anhalt Bernburg
„Wir haben Punkte, zu viele, gegen direkte Mitkonkurrenten vergeigt. Jetzt müssen wir halt gegen Mannschaften aus der oberen Tabellenhälfte punkten. Wir haben uns noch lange nicht aufgegeben, schließlich sind noch 24 Punkte zu vergeben“, erklärt Julius Brenner, Rückraumspieler des ThSV Eisenach II. Sein Team kassierte am vergangenen Wochenende im Kellerderby gegen den SV Oebisfelde eine 27:28-Niederlage. Der ThSV Eisenach II ziert mit gerade einmal 8 Pluszählern das Tabellenende in der Regionalliga Männer des Mitteldeutschen Handballverbandes. Zum rettenden Ufer sind es 4 Punkte. Am kommenden Wochenende wartet eine Spitzenmannschaft der Liga auf das Team um Spielertrainer Qendrim Alaj. Der SV Anhalt Bernburg ist am Samstag, 07.02.2026 um 18.00 Uhr in der Sporthalle Bruno Hinz (Nienburger Straße 18) Gastgeber.
Reichlich internationale Erfahrung
Die Handball-Männer des SV Anhalt Bernburg spielten über 15 Jahre in der 3. Liga. Aufgrund einer schwierigen finanziellen Lage stand am Ende der Vorsaison der Abstieg in die 4. Liga, die MHV-Regionalliga. Internationales Flair weht dennoch in ihren Reihen. Dan Muurholm Jürgens, ein Däne mit EHF-Mastercoach-Abschluss, schon in mehreren Ländern tätig, hat im Sommer 2025 das Traineramt übernommen. Kreisspieler Villads Raahauge Jensen, ein ehemaliger dänischer Profi- Handballer mit Erfahrung in europäischen Top-Ligen, rangiert mit 120 Treffern auf Platz 6 der Torjägerliste der Liga. Auf Rückraum Mitte zieht mit Reuben Wardle ein Nationalspieler Großbritanniens die Fäden. Eisenachs Armend Alaj trifft in dieser Saison zum 4. Mal auf Reuben Wardle. Der Rechtsaußen-Spieler aus der Wartburgstadt ist Nationalspieler des Kosovo und traf in zwei WM-Qualifikationsspielen mit dem Kosovo auf Großbritannien. (Armend Alaj qualifizierte sich mit dem Kosovo für die nächste Qualifikationsrunde.) Reuben Wardle und Armend Alaj treffen nun in der MHV-Liga zum zweiten Mal aufeinander. Das Hinspiel in Eisenach am 04.10.2025 hatte der SV Anhalt Bernburg
klar mit 33:24 für sich entschieden. Der ThSV Eisenach II war seinerzeit in der Schlussviertelstunde regelrecht auseinandergefallen.
„Wir können nur als Kollektiv erfolgreich sein.“
„Wir müssen in den verbleibenden Spielen punkten. Dieses auch am Samstag beim Tabellen-Dritten mit allerhöchster Intensität versuchen“, blickt Qendrim Alaj auf den Samstagabend. Der SV Anhalt Bernburg verlor am vergangenen Spieltag bei Tabellenführer Concordia Delitzsch 32:40. „Wir hören von der Konkurrenz in der Liga oft, wir haben das Zeug, die Klasse zu halten. Viele wünschen sich, auch nächste Saison zum MHV-Punktspiel in den Thüringer Handballtempel zu kommen“, berichtet der Eisenacher Spielertrainer. Er weiß natürlich, Handball ist ein Ergebnissport. „Wir sind nur erfolgreich, wenn wir alle Vorgaben, unser Spielkonzept, unseren Matchplan bis zur letzten Minute umsetzen. Wir können nur als Kollektiv erfolgreich sein, haben keine Individualisten, die Spiele allein entscheiden können“, betont Qendrim Alaj. „Wir stecken im Kampf um den Klassenerhalt. Dazu gehört die Körpersprache, die das ausstrahlt“, fügt Qendrim Alaj hinzu. Für alle seine Spieler ist Abstiegskampf was völlig Neues. „Da geht es nicht um Schönspielen. Hier ist der letzte Einsatz gefordert“, so der Spielertrainer des ThSV Eisenach II.
Eine spielerisch gute und zugleich robuste Mannschaft ist am Samstag der Kontrahent. „Wir werden uns was einfallen lassen, um die 6:0- Abwehr der Bernburger auszumanövrieren. Wir werden viel wechseln, rotieren, um frische Spieler auf dem Parkett zu haben, um das Tempo hochzuhalten“, gewährt Qendrim Alaj einen Blick in seinen Matchplan. Er muss erneut auf Kapitän Julian Rothhämel (Knieprobleme) verzichten. Maarten Elwert steht weiterhin auf der Langzeitverletztenliste. Der ThSV Eisenach II wird wahrscheinlich mit dem Kader der Vorwoche in die Kreisstadt des Salzlandkreises in der Mitte von Sachsen-Anhalt fahren. Auch die A-Jugendlichen Louis Kryeziu und Tim Nothum sind dabei und dürften längere Einsatzzeiten bekommen. Unterstützt wird Qendrim Alaj von Stefan Juhnke beim Coaching und Patrick Theuvsen als Mannschaftsleiter. Auch ein Physiotherapeut wird die Fahrt im Reisebus von „Gabriel Reisen“ mit antreten.
Th. Levknecht