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Aufatmen beim ThSV Eisenach

Keeper Blaz Voncina überragt beim 31:24 (15:10) -Erfolg über den TuS Fürstenfeldbruck • Ivan Snajder markiert 9 Treffer

Die Anspannung vor diesem „Vier-Punkte-Spiel“ in Sachen Klassenerhalt war groß. Der ThSV Eisenach löste die Aufgabe souverän, bezwang den TuS Fürstenfeldbruck mit 31:24 (15:10).

Ein Pflichtsieg, stellte Markus Murfuni, der Coach des ThSV Eisenach, nüchtern und zugleich erleichtert fest. Wir zeigten nahezu konstant guten Handball mit viel Herz, bilanzierte Kreisspieler Peter Walz bei seinem überaus gelungenem Heimdebüt.

Gelungen die vom Eisenacher Coach im zweiten Abschnitt angeordnete Arbeitsteilung, Peter Walz im Angriff und Andrej Obranovic in der Abwehr. Bis auf die Phase zwischen dem 7:3 (12.) und 8:8 (19.) dominierten die Wartburgstädter, verkrampften trotz des hohen Drucks nicht.

Tempospiel mit konsequentem Abschluss war angesagt, bilanzierte ThSV-Linksaußen Ivan Snajder (9 Treffer bei 10 Versuchen).

Nachdem Willy Weyhrauch und Adrian Wöhler von der Siebenmeterlinie den guten Michael Luderschmid im Gäste-Kasten nicht überwinden konnten, übernahm Ivan Snajder mit einer 100-Prozent-Quote auch diese Aufgabe. Die sich durch eine 3:3-Abwehr bietenden Räume nutzten die Eisenacher nach dem 8:8 mit Angriffszügen in die Tiefe zur 15:10-Halbzeit-Führung.

Nach dem Seitenwechsel behielten wir unser Tempospiel mit konzentriertem Torwurf bei, resümierte Ivan Snajder.

Sehenswerte Treffer gehörten dazu. Peter Walz leitete unter Bedrängnis das Leder zu Adrian Wöhler weiter, der zum 19:12 einnetzte (37.). Ein Zuspiel von Jannis Schneibel versenkte Peter Walz zum 20:13 (39.). Jannis Schneibel zirkelt knapp vor dem eigenen Kreis das Leder zum 23:17 in den verwaisten Kasten der Bayern (46,). Daniel Dicker bediente aus dem linken Rücktraum Ante Tokic auf Rechtsaußen, der das 24:17 markiert (48.). Ivan Snajder nutzte ein Dicker-Zuspiel zum 25:18 (49.). Ein „Zungenschnalzer“ der Treffer von Peter Walz zum 28:20 (52.). Längst waren die Weichen gestellt. Daniel Dicker (6 Treffer) lochte zum 31:21 ein (56.).

Im zweiten Abschnitt ging es dann für uns zu schnell. Wir haben alles gegeben, bis der Tank leer war, betonte Martin Wild, der Coach des aus Amateuren bestehenden TuS Fürstenfeldbruck, am Ende einer englischen Woche mit Auswärtsspielen in Hamm und Eisenach. Im 3. Spiel binnen 7 Tagen wurden die Beine schwer, erklärte Martin Wild, hauptberuflich Sportlehrer.

Sein Regisseur Falk Kolodziej konnte nicht wie noch bei der hauchdünnen Niederlage in Hamm Akzente setzen.

Blaz Voncina mit einer Fangquote von nahezu 45 Prozent!
Die Vorzeichen waren allerdings nicht rosig. Keeper Thomas Eichberger musste aufgrund eines Bandscheibenvorfalles passen.

Der Termin seiner Rückkehr auf das Parkett ist offen, erklärte Eisenachs Manager Rene Witte.

Unter dem Motto „Oldie but Goldie“ lief der 37-jährige Blaz Voncina im Eisenacher Tor zu großer Form auf. Er parierte 19 Bälle, kam auf eine Fangquote von nahezu 45 Prozent! Der ThSV Eisenach hatte einen überragenden Torwart.

Mit unvorbereiteten Würfen in die Torwart-Ecke kamen wir ihm ein Stück entgegen, so Martin Wild. Blaz war unser großer Rückhalt, vermerkte Linksaußen Ivan Snajder.

Einige der Spieler des TuS Fürstenfeldbruck dürften noch vom Eisenacher Torwart-Routinier träumen… An die Seite von Blaz Voncina rückte Andreas Fehr, der etatmäßige Torwart der 2. Mannschaft. Er kam in den Schlussminuten und wurde noch mit 21 Paraden (bei 4 Würfen) notiert.

Nach zwischenzeitlichem kleinem Hänger Spielkontrolle übernommen
Der ThSV Eisenach, mit Martin Potisk als Spielgestalter beginnend, übernahm sofort das Kommando. Der von Willy Weyhrauch ausgelassene Strafwurf wurde schnell weggesteckt. Der Rechtaußen hatte an diesem Tag kein Zielwasser dabei, wurde nach dem 3. Fehlwurf in der 14. Minute von Ante Tokic abgelöst, der 6 Bälle (bei 7 Versuchen) versenkte. Aus der Bewegung zog ThSV-Kapitän Alexander Saul zum 3:1 ab (7.). Einen Ballgewinn nutzte Ante Tokic zu einem erfolgreichen Wurf in das leere Gäste-Gehäuse zum 5:1 (8). Ivan Snajder traf von Linksaußen zum 7:3 (12.). Die Gäste stellten auf eine offensivere Abwehrformation um, mit Falk Kolodziej auf vorgezogener Position.

Uns unterliefen nun einige technische Fehler, führt Ivan Snajder zur anschließenden Phase zum 8:8 (19.) aus.

Jannis Scheibel löste Martin Potisk ab. Gut strukturierter Angriffshandball bis zur bestmöglichen Wurfchance war angesagt. Ante Tokic, auf Rechtsaußen freigespielt, traf zum 11:9 (25.). Jannis Schneibel zirkelte das Leder aus der eigenen Ecke ins verwaiste Tor des TuS Fürstenfeldbruck zum 14:10 (27.). Daniel Hideg überwand den Gäste-Abwehrblock zum 15:10-Pausenstand.

Nach Wiederanpfiff der die Partie sicher leitenden jungen Unparteiischen Susann Kruska und Sarah Lange ließen die Wartburgstädter keinen Zweifel am Sieger der Partie aufkommen. Andrej Obranovic, für Deckungsaufgaben Peter Walz ablösend, schloss per Gegenstoß zum 18:11 ab (33.).

Der ThSV Eisenach, die ausgeruhtere Mannschaft, brachte ihr Spiel auf den Punkt und fuhr einen verdienten Sieg ein, fasste Martin Wild die 60 Minuten in der Werner-Aßmann-Halle zusammen.

Sein Team rangiert mit 8 Pluszählern weiter auf dem letzten Tabellenplatz. Die Wartburgstädter haben nun 15:21 Zähler.

ThSV Eisenach: Auswärtsspiel beim TuS N-Lübbecke, dann zwei Heimspiele
Dem Auswärtsspiel beim TuS Nettelstedt-Lübbecke (Freitag, 26.02.21) folgen für den ThSV Eisenach zwei Heimspielen binnen weniger Tage gegen „Nordlichter“. Die ausgefallene Partie des 10. Spieltages gegen den Wilhelmshavener HV wurde neu angesetzt, Der ThSV Eisenach empfängt das Team von der Nordwestküste des Jadebusens, einer großen Meeresbucht an der Nordsee, am Mittwoch, 03.03.2020 um 19.00 Uhr in der heimischen Werner-Aßmann-Halle. Wenige Tage später gastiert ein weiteres Team aus dem Norden Deutschlands, aus Schleswig-Holstein, im Thüringer Handballtempel. Das Heimspiel des ThSV Eisenach gegen den VfL Lübeck-Schwartau, ursprünglich für Mittwoch, 10.03.2021, wird bereits am Sonntag, 07.03.2021 um 17.00 Uhr in der Werner-Aßmann-Halle angepfiffen.

Statistik
ThSV Eisenach: Voncina (1.-57./ 19 Paraden), Fehr (ab 57./ 2 Paraden); Iffert, Volar, Wöhler (1), Potisk, Hideg, Tokic (6), A. Alaj, Dicker (6), Obranovic (1), Schneibel (2), Walz (3), Snajder (9/4), Weyhrauch, Saul (3)
TuS Fürstenfeldbruck: Luderschmid (1.-50./ 12 Paraden), Oberosler (bei 1 Siebenmeter/ 0 Paraden) Hanemann (bei 1 Siebenmeter sowie 50.-60./ 0 Paraden); Huber (1), Kolodziej (3), Haller, Borschel (2), Lex (1), Seitz (2), Meinzer, Engelmann (6), Stumpf (3), Prause (3), Horner (1), Hagitte (1), Prestele (1)
Zeitstrafen ThSV Eisenach: 10 Min. (Walz u. Snajder je 4 Min,, Saul 2 Min.) / Tus Fürstenfeldbruck: 8 Min. (Kolodziej, Lex, Meinzer, Stumpf je 2 Min.)
Siebenmeter: ThSV Eisenach: 4/6 (Weyhrauch und Wöhler scheitern an Luderschmid), Snajder verwandelt 2 x gegen Luderschmid sowie je 1 x gegen Oberosler u. Hanemann) / TuS Fürstenfeldbruck: 0/2 (Kolodziej u. Hörner scheitern je 1 x an Voncina)
Schiedsrichter: Susann Kruska / Sarah Lange
Zuschauer: keine
Beste Spieler: ThSV Eisenach: Voncina, Snajder / TuS Fürstenfeldbruck: Luderschmid

Th. Levknecht

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