Anzeige

Bärenstarke Abwehr war einmal mehr der Erfolgsgarant

Der ThSV Eisenach bleibt in der Fremde eine Macht! Die Wartburgstädter feierten mit einem 24:22 (12:9)- Erfolg bei der TSG Friesenheim ihren achten Auswärtserfolg im elften Auswärtsspiel, behaupten den dritten Tabellenplatz und nahmen Revanche für die Anfang Oktober erlittene 26:28-Heimniederlage. Erfolgsgarant war erneut eine bärenstarke Abwehr mit Branimnir Koloper, Nicolai Hansen, Duje Miljak Eryk Kaluzinski und Daniel Luther.

Was dennoch den Weg zum Eisenacher Kasten fand, wurde eine Beute des zur Hochform auflaufenden Schlussmannes Stanislaw Gorobtschuk. Das Wiedermitwirken des Ex-Eisenachers Stephan Just vermochte nicht die dritte Heimniederlage der TSG Friesenheim in Folge zu verhindern. Der ThSV Eisenach war von Beginn und über die gesamte Distanz die dominierende Mannschaft. Schrecksekunde nach fünf Minuten, als der mit gesundheitlichen Problemen in die Partie gegangene Hannes Jon Jonsson auf die Wechselbank musste.

Daniel Luther übernahm die mittlere Aufbauposition, Eryk Kaluzinski kam im linken Rückraum. Alle knieten sich mit vorbildlicher Geschlossenheit in die Aufgabe. Nach etwa 18 Minuten kam Hannes Jon Jonsson zurück und kämpfte sich bis zum Abpfiff durch!

Die Gastgeber trafen vor 1200 Zuschauern in der Friedrich-Ebert-Halle lediglich beim 4:4 (18.), 5:5 (20.) und 6:6 (21.) sowie noch einmal beim 18:18 (45.) zum Gleichstand. Nach jenem 18:18 strahlten die Eisenacher unbeeindruckt Souveränität aus. Adrian Wöhler nahm einen lehrbuchreifen Pass von Nick Heinemann auf und versenkte zum 18:19. Hannes Jon Jonsson, der alte Fuchs, traf im Doppelpack zum 18:21 (53.). Im Schlussgang ließen die Thüringer nichts anbrennen, hatten stets die passende Antwort. Nach dem 20:22 (Cornelius Maaß) brachte zwar Eisenachs Nick Heinemann einen Strafwurf nicht am Friesenheimer Keeper Kevin Klier vorbei (57.), doch der schnelle Linkshänder Girts Lilienfeld traf wenig später zum 20:23 (59.).

«Eine Partie mit ähnlichem Charakter wie jene gegen Erlangen. Die Abwehrreihen dominierten. Brauchten wir unseren Schlussmann, war er da», zollte ThSV-Coach Adalsteinn Eyjolfsson seinem Keeper Stanislaw Gorobtschuk ein Sonderlob. «Es war zwar nicht alles schön, was wir zeigten, aber letztendlich erfolgreich. Wichtig, in kritischen Phasen drehte keiner an der Uhr. Wir spielten abgeklärt. Jeder trug seinen Teil zum Erfolg bei», bilanzierte Adalsteinn Eyjolfsson und mahnte zugleich Bodenhaftigkeit an. «Die Mannschaft kann auf das Erreichte stolz sein, doch es besteht kein Grund für Euphorie. In dieser ausgeglichen Liga, die Resultate zeigen es Woche für Woche, ist nahezu alles möglich. Schon am Freitag wartet auf uns eine ganz, ganz harte Nuss», erklärt der Eisenacher Coach mit Blick auf den Trip ins Erzgebirge, zum ewig jungen Traditionsderby beim EHV Aue.

Sachlich und bestens strukturiert zogen die Eisenacher ihre Angriffsaktionen auf. Nicolai Hansen, in der Abwehr und im Angriff an der Kreismitte überzeugend, Daniel Luther und Adrian Wöhler trafen zum 0:3 (4.). Der erste Treffer der Gastgeber, durch Jan Claussen, fiel erst in der achten Minute. Die Eisenacher Abwehr riegelte ab.

Die Gastgeber, bei denen Stephan Just, obwohl noch nicht im Vollbesitz seiner Kräfte, frühzeitig die Regieposition übernahm, fighteten mit viel Herzblut. Doch die clevere, ja abgezocktere Mannschaft stellten die Thüringer. Nicolai Hansen behauptete sich am Kreis, versenkte zum 8:12 (28.). «Nur neun Gegentore in einer Halbzeit sind ein klarer Beleg für unsere Stärke», betonte Adalsteinn Eyjolfsson.

Eisenachs Abwehrarbeit zwang die Gastgeber auch im zweiten Abschnitt zu Würfen aus schlechten Positionen. Eisenachs Nick Heinemann traf zum 12:16 (37.). Die bereits sechste Heimniederlage der Saison vor Augen, ließ die TSG Friesenheim alle Kräfte mobilisieren. Cornelius Mass traf im Doppelpack zum 18:18-Ausgleich (45.). Mehr ließen die cleveren Eisenacher freilich nicht zu. Sie hatten in der Schlussviertelstunde vielmehr die besseren Argumente.

Statistik

TSG Friesenheim: Klier, Bender; Maas (4), Grimm (5), Klee, Kraushaar, Sigtryggsson (3), Just (5/1), Hauk, Claussen (1), Schwenzner, Schmidt (1), Kossler (2), Klimek (1)

ThSV Eisenach: Musil, Gorobtschuk; Trautvetter, Wöhler (5), Jonsson (4/1), Luther (3), Miljak, Kaluzinski, Hansen (6), Schiffner, Heinemann (3/1), Lilienfelds (3), Koloper

Zeitstrafen: Friesenheim 4 x 2 Min. – Eisenach 4 x 2 Min.

Siebenmeter: Friesenheim 4/3 – Eisenach: 3/2

Anzeige
Anzeige
Top