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Beim Rückspiel im Erzgebirge mutiger auftreten

Nach der 16:27-Heimniederlage reist die ThSV-A-Jugend ohne Illusionen nach Aue

Ernüchterung beim ThSV Eisenach! Nach der 16:27-Heimniederlage im Hinspiel gegen die NSG EHV/Nickelhütte Aue ist die Tür zur Jugendbundesliga bereits fast zu. Ohne Illusionen reist die A-Jugend der Wartburgstädter am Sonntag, 13.09.2020 zum Rückspiel (Anwurf um 13.30 Uhr in der Erzgebirgshalle Aue-Lößnitz).

Das Rückspiel sei keineswegs Formsache, erklärt Jens Denecke, der Coach der NSG EHV/Nickelhütte Aue.

Das wird kein Selbstläufer, wir müssen konzentriert sein, warnt er seine Schützlinge; doch für diese ist die Tür zur Jugendbundesliga der Saison 2020/2021 weit geöffnet.

Sie brauchen nur hindurch zu gehen. Kein Zweifel, dass sie dies am frühen Sonntagnachmittag auch tun. Zu deutlich – reifer, individuell, athletisch und spielerisch besser – dominierten sie beim Hinspiel. Die ThSV-Talente, im Schnitt ein Jahr jünger als ihre Gegenüber, landeten knallhart auf dem Boden der Realität. Ein deutlicher Fingerzeig für den gesamten Verein! Im nächsten Jahr soll ein neuer Anlauf Richtung Jugendbundesliga unternommen werden.

Wir agierten beim Hinspiel zu ängstlich, haben unsere Möglichkeiten nicht ausgeschöpft, erklärt ThSV-Coach Uwe Seidel. Im Rückspiel können wir unbeschwert aufspielen, mutiger auftreten, fügt er hinzu.

Wie soll das gehen?

Wir müssen taktisch disziplinierter agieren, die Zweikämpfe in der Abwehr und im Angriff mehr annehmen. Die Zweikampfgestaltung muss besser werden. Im Angriff müssen wir mehr in die Tiefe, mehr zum Kreis gehen, erläutert Uwe Seidel.

Am Sonntag wird auf jeden Fall Karl-Marius Schnell fehlen, der sich beim Hinspiel eine Daumenverletzung zugezogen hat, die möglicherweise eine Operation erforderlich macht. Torhüter Louis Kleinschmidt plagt sich mit muskulären Problemen, sein Einsatz ist höchst fraglich. Sein Kollege Aron Büchner hat für sich entschieden, zumindest zunächst nur in der 2. Männermannschaft aufzulaufen. Durchaus möglich, dass der erst 15-jährige Bastian Freitag und der erst 16-jährige Linus Trapp am Sonntag das Torhüterteam bilden. Auch Tom Steiner, vergangenen Sonntag der auffälligste Spieler in den ThSV-Reihen, laboriert an muskulären Problemen.

Das letzte Spiel, bevor der Handballalltag wieder einzieht, merkt Uwe Seidel an.

Einige aus dem Team sind in der anstehenden Saison um Punkte in der Mitteldeutschen Oberliga der B-Jugend am Ball, einige in den Reihen der zweiten Männermannschaft in der Thüringenliga. „Zusatzwege“ seien erforderlich, um künftig mehr Erfolg zu haben, betont Uwe Seidel. Testspiele der A-Jugend gegen den HC Elbflorenz und für die B-Jugend gegen den HSC Coburg stehen bei Uwe Seidel im Notizbuch. Für ihn auch wichtig, wer geht diesen beschwerlichen Weg mit, wer stellt den Leistungssportgedanken auch im persönlichen Leben an die erste Stelle?

Th. Levknecht

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