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Den Grundstein erneut in der Abwehr gelegt

ThSV Eisenach setzt Erfolgskurs mit 27:24 (14:12) -Erfolg in Dormagen fort • Trainer Misha Kaufmann hadert dennoch mit der Anzahl der eigenen Fehler

Auch die zweite Fahrt binnen weniger Tage nach Nordrhein-Westfalen endete für den ThSV Eisenach erfolgreich. Beim TSV Bayer Dormagen bejubelten die Wartburgstädter einen 27:24 (14:12) -Erfolg. Der 7.Sieg im 8. Saisonspiel! Die Eisenacher sitzen Tabellenführer HBW Balingen-Weilstetten (souveräner 34:22-Sieger in Rostock) weiter im Nacken. Am Freitag, 28.10.2022 kommt um 19.30 Uhr zum thüringisch-hessischen Nachbarschaftsvergleich der TV Hüttenberg in die Werner-Aßmann-Halle.

Wir wollen in heimischer Halle ungeschlagen bleiben, blickt Rückraumspieler Malte Donker schon mal auf die nächste Aufgabe.

Tickets sind im Vorkauf online unter www.thsv-eisenach.de und in der ThSV-Geschäftsstelle erhältlich.

Wartburgstädter gestatten Hausherren keinen Führungstreffer

Der ThSV Eisenach war einfach besser, brachte es Bayer-Keeper Martin Juzbasic auf den Punkt.

Die unangenehme 5:1-Abwehr habe seiner Mannschaft erhebliche Probleme bereitet, gestand ein enttäuschter Matthias Flohr, der Coach des TSV Bayer Dormagen. Die Gäste aus Thüringen verabreichten der Bayer-Sieben eine bittere Pille.

Den Grundstein zum Erfolg haben wir erneut in der Abwehr gelegt, betonte ThSV-Kapitän Peter Walz, der auf Zuspiel von Jannis Schneibel zum richtungsweisenden 18:23 einnetzte (47.).

Der aus Eisenacher Sicht „richtige Grgic“, nämlich Marko Grgic, traf wenig später zum 18:24 (48.). (In den Dormagener Reihen stand auch ein Grgic mit Vornamen Mislav, nicht verwandt mit dem Eisenacher.)

Unsere Ballgewinne in der Deckung, die wir zu Treffern über die erste und zweite Welle nutzten, gaben den Ausschlag, konstatierte Alexander Saul.

Auf vorgezogener Abwehrposition wechselten sich Fynn Hangstein und Marko Grgic ab. Das Zusammenspiel zwischen Abwehr und Torhütern klappte ganz gut. Erik Töpfer kassierte in der 10. Minute einen schmerzhaften Kopftreffer, dessen Absender Jaka Zurga dafür für zwei Minuten auf die Bank musste. Johannes Jepsen parierte nach seiner Einwechslung in der 24. Minute 9 Bälle, darunter einen Siebenmeter von Jan Reimer.

Dass Dormagen im gesamten Spiel nicht einmal in Führung gehen konnte, haben wir auch unseren Keepern zu verdanken, vermerkte Rückraumspieler Malte Donker.

Ganz stark in der Abwehr erneut Ivan Snajder! Dormagens 2,07-Meter-Hüne Andre Meuser netzte bis zur 12. Minute (5:7) aus dem Rückraum 4 Bälle ein, wurde hernach vom 1.90 Meter großen Ivan Snajder und dessen Abwehrkollegen ausgebremst. Der Innenblock, zumeist mit Daniel Hideg, Peter Walz und Ivan Snajder, sowie ihren Teamkollegen riegelte mit fairen Mitteln ab. Beide Mannschaften, die nur je zwei Zeitstrafen kassierten, verstanden die großzügige Linie der Unparteiischen Thomas Hörath und Timo Hofmann, der Großteil der 869 Zuschauer nicht.

Selbstkritik trotz Sieg
Allen im Eisenacher Lager schmeckte die hohe Zahl an eigenen technischen Fehlern nicht.

Uns unterliefen 11 technische Fehler, aus denen wir 10 Gegenstoßtore kassierten. Dadurch haben wir uns das Leben selbst schwer gemacht, ärgerte sich Eisenachs Trainer Misha Kaufmann. Im 6 gegen 6 fand Dormagen kaum Lösungen, ergänzte Peter Walz. Die hohe Zahl an technischen Fehlern, schon am Mittwoch beim 27:21-Sieg über Motor Zaporoshje in Düsseldorf, wird Thema dieser Woche sein, ist sich Ante Tokic sicher, der 5 Treffer (bei 6 Versuchen) markierte.

Misha Kaufmann war auch mit der Angriffsleistung nicht vollends zufrieden.

In der letzten Phase unserer Angriffe agierten wir überhastet, zu unüberlegt, befand der Eisenacher Coach, der von der Seitenlinie immer wieder versuchte, helfend einzugreifen.

Gleichstand nur beim 9:9
Die Eisenacher starteten optimal. Nach nicht einmal 4 Minuten lochte Ante Tokic von Rechtsaußen zum 0:4 ein. Schecksekunde für die Gäste, als Alexander Saul, begleitet von Physiotherapeut Richard Freytag, nach 8 Minuten humpelnd vom Parkett musste. Malte Donker übernahm zunächst dessen Part im rechten Rückraum. (Kurz vor der Halbzeitpause kehrte Alexander Saul auf das Spielfeld zurück.) Dormagens Andre Meuser ließ mit seinen 4 Treffern zum 5:7 (12.) seine Farben auf Tuchfühlung bleiben. Beim 9:9 (20.) leuchtete ein einziges Mal ein Gleichstand an der Anzeigetafel. Mit Überzeugung zog Jannis Schneibel zum 10:13 ab (26.). Aufregung auf Parkett und Rängen, als der Ball zum vermeintlichen 13. Bayer-Treffer im Netz landete, doch der Treffer keine Anerkennung fand, weil die Spielzeit schon abgelaufen war.

Daniel Hideg trifft nach Freiwurfablage zur Entscheidung
In aufgeheizter Atmosphäre behielten die Eisenacher nach Wiederanpfiff kühlen Kopf, ließen sich durch eigene technische Fehler nicht von ihrer Linie abbringen.

Manchmal verpassten wir die günstigste Position zum Torwurf, passten das Leder weiter, konstatierte Misha Kaufmann.

Seine Außen Ivan Snajder und Timothy Reichmuth stibitzen sich das Leder und vollendeten selbst zum 16:20 und 16:21 (jeweils 41. Minute). Die Richtung war angezeigt. Die Gastgeber um Spielgestalter Ian Hüter, dem aus 5 Versuchen nur 1 Treffer gelang, steckten aber nicht auf, hofften nach dem Treffer von Jan Reimer zum 21:24 (52.) auf eine erfolgreiche Aufholjagd. Doch sie hatten die Rechnung ohne die Gäste gemacht, die eine Zeitstrafe gegen ihren Kapitän (57.) und eine ausgelassene Großchance (Sousa, 58.) wegsteckten, sich auch durch den Treffer von Aron Seesing knapp zwei Minuten vor Ultimo zum 23:25 nicht beunruhigen ließen. Eingangs der Schlussminute wuchtete Daniel Hideg eine Freiwurfablage zum 23:26 und zur Spielentscheidung ins Netz.

Statistik
TSV Bayer Dormagen: Juzbasic (6 Paraden), Broy; Boehnert, Reuland (2), Meuser (4), Karvatski (1), Zurga (1), Rehfus (2), I. Hüter (1), Reimer (4/1), Grgic (5), P. Hüter, Sterba, Seesing (3), Steinhaus 1
ThSV Eisenach: Töpfer (1.-24./ 3 Paraden), Jepsen (bei einem Siebenmeter und ab 24./ 9 Paraden); Reichmuth (1), Hübke, Hangstein (6/4), Ulshöfer, Walz (2), Grgic (2), Hideg (2), Tokic (5), Sousa, Donker (1), Schneibel (3), Snajder (3), Weyhrauch, Saul 2
Siebenmeter: Bayer Dormagen 1/2 – ThSV Eisenach 4/4
Zeitstrafen: Bayer Dormagen 2 x 2 Min. – ThSV Eisenach 2 x 2 Min.
Schiedsrichter: Hörath/Hofmann
Zuschauer: 869

Th. Levknecht

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