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Deutsche Meisterschaft: 4 Medaillen für die Kampfsportschule Berk

Am ersten Juniwochenende 2019 fand in der HUK-Coburg Arena die Deutsche Meisterschaft im Kickboxen statt. 529 Sportler aus 118 Vereinen füllten zusammen mit Publikum, Organisatoren und Offiziellen die große Arena. Unter diesen fanden  auch 3 Sportler der Kampfsportschule Berk ihren Weg nach Coburg, um ihr Können unter Beweis zu stellen, sich mit anderen Sportlern aus ganz Deutschland zu messen und Kampferfahrung zu sammeln: Linda Neundörfer, Jason Bätzel und Rizki Arifani.

Jason Bätzel (Eisenach) startete gleich in 2 Kategorien – im Pointfighting und Leichtkontakt bei den männlichen Junioren bis 57kg. Sein erster Kampf fand im Pointfighting gegen Jakob Röder aus Mallersdorf statt. Der Kämpfer aus Eisenach startete ruhig und gelassen in die erste Runde und konnte mit 6:2 Punkten in Führung gehen. Davon ausgehend, machte Jason in Runde zwei mehr Druck und konnte seine Führung noch stärker ausbauen. Eine durchdachte Taktik und präzise, schnelle Angriffe halfen ihm, zahlreiche Punkte zu erzielen. Durch eine gute Strategie gewann er seinen ersten Kampf mit einem Ergebnis von 13:4 Punkten ganz deutlich. Jason zog daher ins Finale ein, wo er Anton Parschin von KS Schwalmstadt gegenüberstand. In diesem Kampf herrschte von Beginn an ein extrem hohes Tempo, welches der Eisenacher allerdings problemlos halten konnte.  Der Eisenacher schaffte es dadurch, seinen sehr erfahrenen Gegner Anton an dessen Grenzen zu bringen. Zwar zeigte der Kämpfer des KSSB-Teams in diesem Kampf eine gute Geschwindigkeit, jedoch blieb er nicht durchgängig konzentriert. Er verpasste die eine oder andere Gelegenheit, Angriffe zu starten und schneller als sein Gegner nach vorne zu gehen. Deshalb verlor Jason Bätzel diesen Kampf mit 8:12 Punkten. Somit ging er mit der Silbermedaille aus, während sein Kontrahent Anton Deutscher Meister wurde.

Anschließend trat Jason noch im Leichtkontakt an. Seinen ersten Kampf in dieser Kategorie hatte er gegen Marcel Kühn vom Budo Sport Nord e.V. zu bestreiten. Dieser zeigte sich in seiner Kampftaktik sehr ungehalten und aggressiv. Der Eisenacher bekam in der ersten Runde Nasenbluten, was er jedoch zurückhalten musste, um weiterkämpfen zu können. Jason war seinem Gegner technisch klar überlegen. Durch seine gute Taktik und häufige Tempowechsel holte er sich den mit 3:0 Kampfrichterstimmen eindeutigen Sieg. Jason Bätzel zog somit ins Finale ein, wo er gegen Lukas Soltysek vom Arena Kampfsport e.V. kämpfte. Dieser Kampf lief ähnlich gut wie der zuvor. Er war seinem Gegner technisch überlegen und konnte durch saubere Einzeltechniken viele Treffer erzielen. Jason gewann auch diesen Kampf mit einer Kampfrichterwertung von 3:0  einstimmig und holte sich so den ersten Platz, den Titel „Deutscher Meister“ im Leichtkontakt bei den Junioren bis 57kg.

Rizki Arifani (Wildeck-Obersuhl/Eisenach) startete auch wie Jason und Linda im Pointfighting und im Leichtkontakt. Für ihn ging es mit der Kategorie Leichtkontakt Jugend A männlich bis 63kg los: In seinem ersten Kampf stand er Paul Herlitze vom TSV Frauenaurach e.V. gegenüber. Rizki kontrollierte den Kampf von Anfang bis Ende sehr gut, setze ordentliche Treffer und bewegte sich flink auf der Matte. So gewann er seinen ersten Kampf mit 3:0 Kampfrichterstimmen. In der nächsten Runde, dem Halbfinale, kämpfte er gegen Maik Vollmann vom Falcon Fighter Team Schwalm-Eder. Wie auch zuvor, kontrollierte der junge Kämpfer aus Wildeck den Kampf sehr gut und landete viele Treffer mithilfe sauber ausgeführter Techniken. Er gewann diesen Kampf mit einer eindeutigen Kampfrichterwertung von 3:0. Somit zog er ins Finale ein. In diesem stand er Nick-Anthony Dukochayev (ebenfalls Falcon Fighter Team Schwalm-Eder) gegenüber. Der Kampf startete und die beiden Kämpfer waren sich ebenbürtig. Der Kamp verlief anfangs recht ausgeglichen, bis Rizki einen Sidekick in die Rippen einkassierte und den Kampf durch K.O. verlor. Somit erhielt Rizki am Ende die Silbermedaille, Nick-Anthony wurde Deutscher Meister im Leichtkontakt Jugend A männlich bis 63kg. In der zweiten Kategorie, dem Pointfighting, welche mit 9 Startern gut besetzt war, startete Rizki mit dem Kampf gegen Semih Yildiz (Verein Celik-Champs). Es war ein sehr spannender Kampf, denn er war sehr ausgeglichen. Die Führung wechselte zwischen Rizki und Semih, die Punkte gingen hin und her. Am Ende gewann der Gegner mit nur einem Punkt Vorsprung ganz knapp (12:13). Dennoch war der Kampf für Rizki gut, denn er konnte vieles, was er im Training geübt hatte, auch wirklich im Kampf umsetzen.

Linda Neundörfer (Stadtlengsfeld) ging als einzige weibliche Kämpferin aus dem KSSB-Team an den Start. Sie trat sowohl im Leichtkontakt als auch im Pointfighting bei der weiblichen A-Jugend bis 60kg an. Ihren ersten Kampf bestritt sie im Leichtkontakt gegen Anja Knezevic  vom Verein Sportur. Linda zeigte erfolgreiche Beinarbeit durch saubere Kicks und machte es der Knezevic schwer, in die für sie gefährliche Distanz zu kommen. Somit ging sie auch am Anfang der ersten Runde in Führung. Doch ihre Gegnerin durchschaute sie schnell und konnte am Ende der Runde aufholen. Runde zwei verlief ähnlich: Obwohl Linda erneut zu Beginn die Führung übernahm, reichte dann ihre Ausdauer nicht mehr, um weiterhin genug Druck auf Knesevic auszuüben. Ihre Kontrahentin errang daher schlussendlich mit einem Ergebnis von 3:0 Kampfrichterstimmen den Sieg. Diese zog somit ins Finale ein und belegte letzten Endes den zweiten Platz, während sich Linda mit Platz drei zufrieden geben musste. Deutsche Meisterin wurde in dieser Kategorie Alisa Schumacher aus Lollar.

Linda Neundörfers zweiter Kampf fand im Pointfighting statt. Sie trat ihrer Gegnerin Anastasia Anastasiadis gegenüber, die auch gleich zu Beginn des Kampfes gut vorlegte. Durch saubere Kicks zum Kopf und schnelles Bewegen auf der Kampffläche konnte die Kämpferin aus Stadtlengsfeld wieder aufholen. Somit blieb der Kampf sehr spannend und Linda lag bis zum Ende der zweiten Runde in Führung. Besonders viele Punkte erzielte sie mithilfe sauberer und starker Kicks zum Kopf ihrer Gegnerin. Jedoch wurde sie selbst kurz vor dem Ende des Kampfes entscheidend am Kopf getroffen und musste sich ihrer starken Gegnerin geschlagen geben, gegen die sie allerdings durchaus gute Chancen gehabt hätte. Linda verlor den Kampf knapp mit 13:15 Punkten. Anastasia Anastasiadis gewann danach alle weiteren Kämpfe und wurde so schließlich auch Deutsche Meisterin in dieser Kategorie. Aufgrund der verletzungsbedingten Aufgabe ging Linda Neundörfer im Pointfighting ohne Platzierung aus.

Insgesamt war die Deutsche Meisterschaft 2019 erfolgreich für die Kämpfer: Alle sammelten wieder viel Erfahrung. Jeder der drei Sportler konnte gut an seine bisherige Leistung anknüpfen und sie weiter verbessern. Bei der diesjährigen Deutschen Meisterschaft konnten alle teilnehmenden Wettkämpfer der Kampfsportschule Berk mindestens eine Medaille erzielen. Im Medaillenspiegel landete das KSSB-Wettkampfteam trotz „kleiner Besetzung“ auf Platz 38 von 118 teilnehmenden Vereinen – also  im vorderen Drittel. Maike Fischer aus Falken unterstützte die Deutsche Meisterschaft in ihrer Funktion als Bundeskampfrichterin den reibungslosen Turnierablauf. Gemeinsam mit den anderen sehr gut ausgebildeten Kampfrichtern der WAKO achtete sie darauf, dass die Regeln eingehalten werden und die Kämpfe fair bleiben.

Lena Ruch

Andrea T. | | Quelle:

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