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Die 3. Liga hat mich positiv überrascht

Nachgefragt bei Sead Hasanefendic, dem Coach des ThSV Eisenach, vor dem Heimspiel der Wartburgstädter am Samstag gegen den TV Gelnhausen

Die Hinrunde beendete der ThSV Eisenach am vergangenen Wochenende mit einem 25:20-Erfolg über die als Tabellen-Zweiter angereiste SG Leutershausen. Zur Saisonhalbzeit führt der ThSV Eisenach die Tabelle der 3. Liga Ost mit 28:2 Punkten an, hat einen satten Vorsprung auf den ersten Verfolger, die SG Nußloch, sieht sich auf Kurs Wiederaufstieg in die 2. Handballbundesliga. Die Fans unterstützen in den Heim- und Auswärtsspielen in großer Zahl dieses Vorhaben. Knapp 1.600 Zuschauer verfolgten im Schnitt die Heimspiele in der Werner-Aßmann-Halle. Der absolute Spitzenwert der Liga.

Unmittelbar an das Hinrundenende schließt sich der Rückrundenauftakt an. Der ThSV Eisenach empfängt im Aufeinandertreffen von zwei ehemaligen Zweitbundesligisten am Samstag, 15.12.2018 um 19.30 Uhr den auf Tabellenplatz 6 rangierenden TV Gelnhausen, der nur zwei Zähler Rückstand auf Tabellenplatz 2 hat.

Vor der Partie sprachen wir mit Sead Hasanefendic, dem Coach des ThSV Eisenach.
Handball ist ein Ergebnissport. Ihre Mannschaft schloss die Hinrunde überaus erfolgreich mit 28:2 Punkten ab, hat satte 8 Zähler Vorsprung vor dem Tabellen-Zweiten. Sie wünschen sich aber auch eine Mannschaft mit Charisma, mit Siegermentalität, die mit ihrem Spiel den Zuschauern Freude bereitet. Wie weit sind Sie bei diesem Vorhaben?
Sicherlich noch nicht am Ende, aber auf einem guten Weg.

Am vergangenen Wochenende mussten Sie kurzfristig auf Daniel Luther und Justin Mürköster verzichten. Wie erfüllten deren „Stellvertreter“ ihre Aufgaben?
Ich freue mich, dass wir in der Vorwoche die als Tabellen-Zweiter angereiste SG Leutershausen klar beherrscht haben. Hannes Iffert am Kreis und Andrej Obranovic im linken Rückraum haben ihre Aufgaben gut erfüllt, sodass das Fehlen von Justin Mürköster und Daniel Luther kaum aufgefallen ist. Das gibt mir zugleich Zuversicht für die Entwicklung unseres gesamten Kaders. Der ist in seiner Gesamtheit noch nicht da, wo ich ihn mir wünsche.

Die 3. Liga war für Sie völliges Neuland. Wie sehen Sie die 3. Liga Ost nach der Hälfte der Saison?
Es war ja kein Geheimnis, bis zum Sommer habe ich mich mit der 3. Liga in Deutschland nicht beschäftigt. Jetzt bin ich mittendrin, analysiere die Mannschaften. Ich stelle fest, die Oststaffel ist eine gute Liga mit hohem und professionellem Niveau. Alles solide Teams, mit vielen jungen und einigen erfahrenen Spielern. Die jungen Spieler wollen sich für höhere Aufgaben ins Gespräch bringen. Sie sind besonders motiviert, soll ein Karieresprung gelingen. In jedem Team stehen zwei bis drei Führungspersönlichkeiten, die die Einzel- und Gruppentaktik bestimmen, Spielzüge auslösen, die zumeist das Markenzeichen der jeweiligen Mannschaft sind. Selbst ich bin überrascht von der Ideenvielfalt, der Kreativität, beispielsweise über den Einsatz des 7. Feldspielers. Kurzum, die 3. Liga ist eine seriöse Liga auf gutem Niveau. Sie hat mich positiv überrascht.

Sie amtierten bisher ausschließlich bei großen Mannschaften in aller Welt, spielten mit diesen in großen Hallen. Wie empfinden Sie die Drittliga-Wohnzimmer?
Ja, das ist schon ein Unterschied. Bis dato war ich es gewohnt, mit meinen Teams in großen Hallen zu spielen. Nun geht es vielfach in Schulsporthallen, mit Zuschauertribünen nur auf einer Seite. Wir haben dafür gesorgt, dass bei unseren Auswärtsspielen die Hallen gut gefüllt waren. Der ThSV Eisenach, der ehemalige Bundesligist und aktuelle Tabellenführer, ist schon ein Magnet für die gastgebende Region. Und dann waren natürlich unsere reisefreudigen Fans, die uns überall in großen Scharen begleitet haben, die Ränge füllten, stets das Fair play beachteten, uns fantastisch unterstützt und für Heimspielatmosphäre gesorgt haben.

Mit einem klaren 35:21-Auswärtserfolg beim TV Gelnhausen startete Ihre Mannschaft in die Saison. Nun folgt die Neuauflage zum Rückrundenauftakt. Wie bereiteten Sie Ihr Team auf die Partie vor? Welche Marschroute geben Sie aus?
Es ist für uns einfach der 16. Spieltag. Ohne Pause geht es in die ersten beiden Begegnungen der Rückrunde. Ja, der Saisonstart in Gelnhausen war uns gelungen. Große Unterschiede gab es nicht. Der TV Gelnhausen hat sich seitdem gefestigt, verzeichnete viele Erfolge, auch überraschende Siege. Zuletzt gelang eine Punkteteilung bei der HSG Rodgau Nieder-Roden, bei der wir verloren haben. Der TV Gelnhausen spielt einen modernen Handball. Die Handschrift des im Trainerstab wirkenden Sergej Budanow ist erkennbar. Er hat großen Anteil an der positiven Entwicklung. Ich erwarte für uns ein schweres Spiel. Der TV Gelnhausen möchte sich bestimmt revanchieren.

Welche Formation dürfen die Zuschauer am Samstag erwarten?
Wir werden wahrscheinlich mit der Formation der Vorwoche plus der wieder einsatzfähigen Daniel Luther und Justin Mürköster spielen.

Ihre Mannschaft muss einen Tag vor Heiligabend noch um Punkte bei der SG Bruchköbel ran. Dann steht auch für Sie Weihnachten an. Wie verbringen Sie die Festtage?
Ich hoffe, meine Mannschaft präsentiert sich in Bruchköbel noch nicht in Weihnachtslaune! Schon zuhause taten wir uns schwer. Ich will mit einem Erfolg meiner Mannschaft in die Festtage. Ich fahre zum Weihnachtsfest nach Gummersbach, werde dieses mit einem Teil meiner Familie verbringen.

Welche Wünsche haben Sie für das neue Kalenderjahr?
Frieden für alle Menschen auf der Erde. Hungersnöte, vielfach für Kinder, müssen endlich ein Ende haben. Schreckliche Terroranschläge, wie erst wieder diese Woche, müssen verhindert werden. Der Klimawandel muss ernst genommen werden. Von allen Ländern! Die Unruhen in Frankreich, gemeinsam mit Deutschland das Herzstück Europas, müssen beendet werden. Unser aller Leben ist so kurz. Es braucht eigentlich nur wenig, um glücklich zu sein. Und immer wieder zerstört sich die Menschheit dieses Glück selbst.
Was ich mir persönlich wünsche! Vor allem Gesundheit. Für meine Familie und mich. Sportlich? Den eingeschlagenen Weg mit dem ThSV Eisenach fortsetzen, mit einer guten Vorbereitung auf den zweiten Teil der Saison, eventuell mit einer kleinen Korrektur. Vielleicht hält der Weihnachtsmann eine kleine sportliche Überraschung bereit…? Deutschland wünsche ich eine gute WM im eigenen Haus.

Th. Levknecht

Andrea T. | | Quelle:

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