Die Hoffnung stirbt zuletzt. Oder: Letzte Ausfahrt Freiberg

ThSV Eisenach II hofft weiter auf den Klassenerhalt/ Samstag geht es nach Freiberg

Am Samstag wird im Streitgespräch des Sommergewinns auf dem Eisenacher Markt Frau Sunna über den Winter triumphieren. Egal, wie das Wetter sein wird. Der ThSV Eisenach II will an diesem Tag der allerletzten Hoffnung auf den Klassenerhalt in der Regionalliga des Mitteldeutschen Handballverbandes etwas Nahrung geben. „Rechnerisch ist noch alles möglich. Wir geben noch nicht auf. Noch stehen 8 Spiele aus, in denen 16 Punkte vergeben werden. Zehn müssten wir wohl holen, um eine Chance auf den Klassenerhalt zu haben“, erklärt Qendrim Alaj, der Spielertrainer des ThSV Eisenach II. Mit 10 Punkten ist sein Team weiterhin Tabellen-Letzter. Heimsiege über Aschersleben, Freiberg, Plauen und Bad Blankenburg sowie Auswärts-Remis in Staßfurt und Bad Blankenburg stehen in der Bilanz nach 22 Spieltagen. Mit der HSG Freiberg, HC Glauchau/Meerane, HC Aschersleben und dem SV Oebisfelde rangieren vier Teams mit jeweils 16 Punkten auf den Plätzen 10 bis 13. Zu denen müsste der ThSV Eisenach II bis Mitte Mai aufschließen. Mit der HSG Freiberg gastiert der ThSV Eisenach II am Samstag bei einem jener 4 Teams. Anwurf in der Ernst-Grube-Halle in Freiberg (Tschaikowskistraße 2) ist um 20.00 Uhr. Mit im Schnitt 535 Zuschauern ist die HSG Freiberg der Zuschauerkrösus der Liga. „Wir freuen uns auf eine stimmungsvolle Kulisse“, erklärt Qendrim Alaj. 

Ch. Heilwagen – Spielertrainer Qendrim Alaj als Angriffsregisseur

Ehemaliger Zweitbundesliga-Torjäger im Rückraum der HSG Freiberg 

Zwei Ex-Dresdner gehören zu den Protagonisten der HSG Freiberg. Den linken Rückraum besetzt Adrian Kamlodt, viele Jahre Torjäger beim EHV Aue, Elbflorenz Dresden und dem TV Großwallstadt in der 2. Handballbundesliga. Auch der ThSV Eisenach hatte vor einigen Jahren Interesse an Adrian Kamlodt. In der Vorsaison kehrte er zur HSG Freiberg zurück. Mit Mario Hunhstock fungiert ein ehemaliger Torhüter des HC Elbflorenz als Trainer der HSG Freiberg. Am vergangenen Wochenende konnten mit einem 26:24-Sieg beim HC Glauchau/Meerane zwei wichtige Zähler eingefahren werden. Mit bisher 629 Treffern ist die HSG Freiberg das Team mit der schwächsten Torausbeute (im Schnitt 27,34 Treffer), allerdings kassierten die Sachsen aber nur 657 Gegentore in 23 Spielen (im Schnitt 28,56). Zum Vergleich: Der ThSV Eisenach II kassierte in den bisher 22 ausgetragenen Partien 754 Gegentore (im Schnitt 34,27), versenkte selbst 642 Bälle (im Schnitt 29,18). Auch das ein Grund für die Tabellenposition. Mit Torhüter Bastian Freitag und dem torgefährlichen Linkshänder Maarten Elwert fehlen zwei Säulen des Teams verletzungsbedingt nahezu von Saisonbeginn.

sportfotoseisenach – Auf Rechtsaußen Marec Stupka

Stark eingeschränkte Trainingsmöglichkeit

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Der Spielplan sah für den ThSV Eisenach II am vergangenen Wochenende eine Spielpause vor. Trainieren konnte Qendrim Alaj mit seinem Team nicht. Der Sommergewinn mit seinen Vorabenden aus Musik, Tanz und Humor, den Kommerschen, gastierte im Thüringer Handballtempel. Andere Trainingsmöglichkeiten gibt es in Eisenach nicht. Auch im Umkreis fand sich keine Trainingsmöglichkeit für das 4.Liga-Team. Zwei Trainingseinheiten in dieser Woche in der Werner-Aßmann-Halle, Dienstag und Donnerstag, mussten zur Vorbereitung auf das Match in Freiberg genügen. Eine optimale Vorbereitung sieht freilich anders aus. 

Ch. Heilwagen – Im ThSV-Tor Stanislaw Gorobtschuk

Qendrim Alaj setzt auf die ThSV-DNA

„Letzte Ausfahrt Freiberg oder die Hoffnung stirbt zuletzt“, lautet die Losung des ThSV Eisenach II für den Samstag. Eine hohe Ballgeschwindigkeit, Ballsicherheit und das auf den Punktspielen steht auf dem Matchplan von Qendrim Alaj. Das Minimieren der eigenen Fehler steht wieder ganz oben. Qendrim Alaj hofft auf eine stabile Abwehr im Zusammenspiel mit dem Keeper. Stanislaw Gorobtschuk und Aron Büchner stehen für die Aufgaben im Tor bereit. Die Außenpositionen werden die schnellen Jungspunde Leif Katzwinkel (links) und Marec Stupka (rechts) besetzen. Rückraumspieler Felix Cechj ist wieder dabei. Als Angriffsgestalter wird wieder Qendrim Alaj fungieren. Das Coaching auf der Bank übernimmt – wie zuletzt – Nachwuchskoordinator Mark Dragunski. Auf der Bank im Betreuerteam Patrick Theuvsen und Jan Gesell. „Wenn es uns gelingt, die Leistung vom Heimspiel gegen den HC Elbflorenz II über 60 Minuten auf die Platte zu bringen, haben wir gute Chancen auf Zählbares“, verbreitet Qendrim Alaj Optimismus. Kampf, Emotionen und Leidenschaft, sprich die ThSV-DNA, sollen den Grundstein bilden. 

Als Referees fungieren Nico Lippoldes und Arthur Punte. 

Im Reisebus des Partners „Gabriel-Reisen“ können wieder ThSV-Fans mitfahren. Abfahrt ist am Samstag um 15.00 Uhr von der Werner-Aßmann-Halle. Voranmeldungen bitte bei Patrick Theuvsen unter Tel. 017641003000. 

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