Die SG Flensburg-Handewitt gewinnt durch einen 33:32-Sieg über den SC Magdeburg den Wartburg-Cup 2026

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„Wir müssen noch am System arbeiten“, bilanzierte Tillman Leu vom ThSV Eisenach.
Der von der Firma „Kötter Security“ präsentierte Wartburg-Cup 2026 gestaltete sich zu einem Handball-Highlight mitten im Sommer, begeisterte an drei Turniertagen mehrere tausend Zuschauer in der Werner-Aßmann-Halle. Es war das hochkarätig besetzte Vorbereitungsturnier! Die auswärtigen Teams des SC Magdeburg, der SG Flensburg-Handewitt und des TBV Lemgo Lippe waren mit vielen stimmgewaltigen Fans angereist, die in und um Eisenach Quartier bezogen hatten. Die Teams selbst waren hellauf begeistert vom bestens organisierten Turnier, zollten dem ThSV Eisenach ganz viel Lob. Beim Einlaufen der Teams erklang deren Einlaufmusik zu Heimspielen. Moderator Armend Alaj bezog die Zuschauer immer wieder mit ein. Hochsommerliche Temperaturen sorgten dafür, dass die Getränkestände stets umlagert waren, Thüringer Spezialitäten vom Grill ließen sich die Zuschauer munden. Sportakrobaten des SV Wartburgstadt sorgten am Sonntag für eine mit viel Beifall bedachte Sondereinlage. Bennet Wiegert, dem Coach des deutschen Meisters SC Magdeburg, Ehrenmitglied des ThSV Eisenach, wurde zur Verleihung der Verdienstmedaille des Landes Sachsen-Anhalt gratuliert.
Die Entscheidung über den Sieg beim 3. Wartburg-Cup sollte am dritten Turniertag im Aufeinandertreffen zwischen dem SC Magdeburg und der SG Flensburg-Handewitt fallen. Beide hatten ihre vorherigen Turnierspiele gewonnen. Es wurde eine Partie mit Rasse und Klasse, die die Zuschauer zu Begeisterungsstürmen hinriss. Weltklasse auf beiden Seiten! Mit einem knappen 33:32 (16:15) gewannen die Norddeutschen und den Gesamtsieg beim Wartburg-Cup. Benjamin Buric, der Keeper der SG Flensburg-Handewitt, parierte wenige Sekunden vor der Sirene den Ball von Albin Lagergren. Beim Unentschieden wäre der Turniersieg aufgrund des Torverhältnisses an die Elbestädter gegangen. Matthias Musche, der Routinier des SC Magdeburg und einer der Lieblinge der Fans von der Elbe, markierte in dieser Partie 11 Treffer, 8 davon vom Siebenmeter-Strich. Mit insgesamt 27 Treffern war er erfolgreichster Werfer des Turniers insgesamt. Für die SG Flensburg-Handewitt um den Ex-Eisenacher Marko Grgic wurde Emil Jakobsen mit 9 Treffern notiert.
Rasse und Klasse im entscheidenden Turnierspiel
„Beide Teams wollten dieses Spiel gewinnen. Uns sind zu viele Fehler unterlaufen. Wir haben zu Beginn der zweiten Halbzeit einen 3:0-Tore-Lauf nicht fortsetzen können, stattdessen einen 0:3-Tore-Lauf hinnehmen müssen“, blickte SCM-Coach Bennet Wiegert auf die Phase vom 17:19-Rückstand (35.) zur 20:19-Führung (37.), der die Gegentreffer zum 20:22-Rückstand (39.) folgten. „Flensburg war über 40 Minuten die bessere, wir über 20 Minuten in der ersten Halbzeit die bessere Mannschaft“, resümierte Bennet Wiegert. Seine Mannschaft habe eine ungewohnt kurze, aber gute Vorbereitung bestritten. „Kein Team weiß so genau, wo es steht. Die ersten Punktspiele werden es zeigen, wohin der Weg führt. Wir werden die kommende Woche für Frische und Spitzigkeit nutzen, auch um den Kopf freizubekommen“, erklärte Bennet Wiegert. Der vom VfL Gummersbach gekommene Dominik Kuzmanovic bildet mit Matej Mandic das neue Torhüterduo des SC Magdeburg. Vom TVB Stuttgart ist der abwehrstarke Rückraumspieler Antonio Serradila zurückgekehrt. Am kommenden Samstag steht für den SC Magdeburg der erstmals in München ausgetragene Supercup an. Pokalsieger Füchse Berlin ist der Kontrahent.
Gegen die SG Flensburg-Handewitt lange auf Augenhöhe
Der ThSV Eisenach bot gegen den späteren Turniersieger SG Flensburg-Handewitt seine beste Leistung, führte zur Halbzeit 17:15. Beim Stand von 24:24 (49.) ging es in die Schlussetappe, in der die Norddeutschen effizient abschlossen und am Ende mit 31:28 siegten. „Wir hatten uns auf diese Partie besonders vorbereitet“, erläuterte Kreisspieler Tillman Leu. Erfolgreichste Eisenacher Werfer waren Moritz Ende mit 6 sowie Dominik Solak und Felix Aellen mit je 5 Treffern. Emil Berholt und Emil Jakobsen wurden mit je 5 Treffer für die SG Flensburg-Handewitt notiert.
Im „Bruderduell“ dominierte der SC Magdeburg von Beginn
Im Bruderduell gegen den mit Weltklasse-Spielern gespickten SC Magdeburg unterlag der ThSV Eisenach klar mit 30:40 (14:22). In der ersten Halbzeit mangelte es den Wartburgstädtern in der Chancenverwertung, war vielfach Endstation bei SCM-Keeper Matej Mandic. „Wir haben gesehen, woran wir arbeiten müssen“, erklärte Mats Grupe, Neuzugang im Torhüterteam, der über die gesamten 60 Minuten im Kasten stand und auch einige Bälle parieren konnte. „Er strahlt Ruhe aus, das gefällt mir“, fand ThSV-Coach Sebastian Hinze lobende Worte über seinen jungen Keeper. „Im ersten Abschnitt haben wir zu viele Torchancen ausgelassen. Das führte zu Verunsicherung und Ballverlusten. Wir brauchen eine bessere Abschlussqualität. Mit dem 7 gegen 6 lief es dann besser. Wir bekamen auch das Tempospiel des SCM besser in den Griff. Auf Linksaußen lief es heute ganz gut, auf Rechtsaußen nicht so gut, wie in den Testspielen zuvor“, so der Eisenacher Trainer. Kritisch beleuchtete ThSV-Rechtsaußen Moritz Ende die Leistung gegen den „großen Bruder“. Der SCM habe das Spiel als Derby aufgefasst, seine Leistung auf den Punkt gebracht. „Wir konnten nicht an die gute Leistung vom Vortag gegen die SG Flensburg-Handewitt anknüpfen“, so ein auch mit der eigenen Leistung unzufriedener ThSV-Rechtsaußen-Spieler Moritz Ende. Die Keeper Dominik Kuzmanovic und Matej Mandic (beide SCM) und Mats Gruppe (ThSV Eisenach) trafen aus der eigenen Hälfte in den gegnerischen Kasten. Erfolgreichster Werfer in dieser Partie waren für den ThSV Eisenach Oskar Joelsson mit 5 sowie Aleksandar Capric, Peter Walz und Vukasin Antonijevic mit je 3 Treffern. Für den SC Magdeburg markierten Matthias Musche 9 und Elvar Örn Jonsson 5 Treffer.
Gegen den TBV Lemgo Lippe schnell deutlich im Rückstand
Der ThSV Eisenach verlor auch das dritte Turnierspiel, unterlag dem TBV Lemgo Lippe mit 30:39 (12:20). Die Wartburgstädter lagen nach 25 Minuten bereits 11:17 hinten. Auslösehandlungen der Lipperländer konnten nicht eingeengt werden, das Deckungszentrum fand keine Geschlossenheit. Nach dem Seitenwechsel stabilisierten sich die Eisenacher. Das Zusammenspiel zwischen Rückraumspieler Dominik Solak und Kreisspieler Peter Walz klappte mehrfach erfolgreich. Der ins Tor gewechselte Neuzugang Mats Gruppe parierte 7 Bälle. Felix Montebovi, ein weiterer Neuzugang, setzte auf Linksaußen und vom Siebenmeterpunkt Akzente, war mit 6 Treffern erfolgreichster Werfer seines Teams. Im Schlussgang besetzten die jungen Linkshänder Maarten Elwert und Marec Stupka die rechte Angriffsseite. Für die Lipperländer wurden Samuel Zehnder mit 7 und Niels Versteijnen mit 6 Treffern notiert.
„Es waren lehrreiche Tage!“
„Wir haben während der Turniertage gegen Top-Teams gesehen, was uns noch fehlt. Es waren lehrreiche Tage. Das letzte Spiel hinterlässt bei uns eine etwas getrübte Stimmung, doch wir sollten es nicht überbewerten. Während dieser drei Tage haben wir auch gesehen, insbesondere in der Partie gegen den späteren Turniersieger, was schon ganz gut klappt. In der Abwehr stehen wir beim 6 gegen 6 gut. Das Zusammenspiel mit dem Torhüter muss besser werden. Dazu gehören auch Torwartparaden, „konstatierte Eisenachs Justin Kurch. „Stehen wir in der Deckung im System, im 6 gegen 6, verteidigen wir langsam auf Bundesliga-Niveau“, fügte Tillman Leu hinzu.
Einzelergebnisse
ThSV Eisenach – SG Flensburg-Handewitt 28:31
TBV Lemgo Lippe – SG Flensburg-Handewitt 32:34 (16:18)
SC Magdeburg – ThSV Eisenach 40:30 (22:14)
TBV Lemgo Lippe – SC Magdeburg 30:35 (14:20)
ThSV Eisenach – TBV Lemgo Lippe 30:39 (12:20)
SC Magdeburg – SG Flensburg-Handewitt 32:33 (15:16)
Endstand Wartburg-Cup 2026
- SG Flensburg-Handewitt 6:0 Punkte – 98:92 Tore
- SC Magdeburg 4:2 Punkte – 107:93 Tore
- TBV Lemgo 2:4 Punkte – 101:99 Tore
- ThSV Eisenach 0:6 Punkte – 88:110 Tore
Erfolgreichster Werfer: Matthias Musche (SC Magdeburg): 27 Tore
Th. Levknecht
Fotos:
- (Titelbild) Die Sportakrobaten des SV Wartburgstadt, hier mit dem Team des ThSV Eisenach, bereicherten mit Kostproben ihres Könnens den 3. Turniertag – sportfotoseisenach
- Tillman Leu (ThSV Eisenach) beim Wurf vom Kreis – sportfotoseisenach
- Felix Montebovi (ThSV Eisenach) erhielt gute Kritiken – sportfotoseisenach
- Oskar Joelsson (ThSV Eisenach) – sportfotoseisenach
- Wurfgewaltig, Dominik Solak (ThSV Eisenach) – sportfotoseisenach
- Torjäger Nummer 1: Magdeburgs Routinier Matthias Musche – sportfotoseisenach
- Volle Ränge beim Wartburg-Cup 2026 – sportfotoseisenach
- Wie stets engagiert an der Seitenlinie, SCM-Coach Bennet Wiegert – sportfotoseisenach






