DLRG Bilanz 2025: Einsatzkräfte retten 1.154 Menschenleben 

Bildquelle: Paul-Philipp Braun – Die Weimarer Paul Dorn und Ella Tatarin im Einsatz am Alperstedter See

ehrenamtliche Rettungsschwimmer rund 2,6 Millionen Stunden im Einsatz steigendes Interesse von Kindern und Jugendlichen 

Präsidentin mahnt zur Vorsicht während der Badesaison 

Bad Nenndorf/Bremen. Die Rettungsschwimmer der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft  (DLRG) haben im vergangenen Jahr 1.154 Menschen das Leben gerettet. Allein über 700-mal waren  sie im Wasser noch rechtzeitig zur Stelle. Mehr als 51.000 ehrenamtliche Helfer engagierten sich 2025 bundesweit, um Millionen Menschen eine sichere Freizeit im und auf dem Wasser zu  ermöglichen. „Dank unserer freiwilligen Rettungsschwimmerinnen und Rettungsschwimmer sind  wir für auch für die anstehende Badesaison gut gerüstet“, sagte die Präsidentin der DLRG, Ute Vogt,  bei der Präsentation der Jahresbilanz 2025 am Mittwoch (13. Mai) in Bremen. 

Insgesamt verbrachten die Retter vergangenes Jahr knapp 2,6 Millionen Stunden ihrer Freizeit im  Einsatz an Badestränden, Flüssen und in Schwimmbädern. Während dieser Zeit leisteten sie rund  44.000 Menschen unmittelbar Hilfe. In knapp 4.000 weiteren Einsätzen sicherten die Wasserretter  

Sachwerte, retteten Tiere und verhinderten Umweltgefahren. Zu den Wachgebieten der DLRG zählen  jeweils über 1.200 Schwimmbäder und Freigewässer, darunter auch mehr als 80 Strandabschnitte an  Nord- und Ostsee. 

Retter-Nachwuchs zahlreich wie nie 

Ein Blick auf die Zahlen in der Nachwuchs-Arbeit der DLRG zeigt, dass Badegäste und  Wassersportler sich auch künftig auf die rot gekleideten Rettungsschwimmer verlassen können.  „Zum ersten Mal überhaupt haben unsere Ausbilderinnen und Ausbilder in einem Jahr über 10.000  erfolgreiche Prüfungen für das Juniorretter-Abzeichen abgenommen. Viele Kinder haben Interesse  daran, sich nach dem Schwimmenlernen auch mit dem Rettungsschwimmen zu beschäftigen. Das  lässt mich sehr optimistisch in die Zukunft blicken“, so Ute Vogt. Mit dem Abzeichen Juniorretter,  das 2025 insgesamt 10.239 Jungen und Mädchen ablegten, starten Kinder ab zehn Jahren in die  Ausbildung zum Rettungsschwimmer.  

Paul-Philipp Braun – Die Weimarer Rettungsschwimmerin Ella Tatarin im Einsatz am Alperstedter See

Im Alter von 14 Jahren können sie erstmals das Rettungsschwimmabzeichen in Silber ablegen.  Dieses qualifiziert für den Einsatz in der Badeaufsicht in Schwimmbädern und an Stränden, der  jedoch frühestens ab 16 Jahren möglich ist. Bis dahin lernen viele Nachwuchskräfte in den  Jugendeinsatzteams, worauf es im Wasserrettungsdienst ankommt. Die Teams erfreuen sich seit  Jahren wachsender Beliebtheit. Über 8.900 junge Mitglieder nahmen vergangenes Jahr an der  Ausbildung in den Teams teil. Nach Auffassung der DLRG Präsidentin ist hier das Ende der  Fahnenstange noch nicht erreicht: „Auf dieses Instrument für die Nachwuchsgewinnung werden  künftig sicher noch mehr Ortsgruppen setzen. Da schlummert noch eine Menge Potenzial.“  

Mit dem Rettungssport hat die DLRG eine weitere Möglichkeit, Kinder nach der Schwimmausbildung  ein Angebot für die Freizeitgestaltung zu unterbreiten. Knapp 50.000 DLRG Mitglieder nahmen  vergangenes Jahr an Wettkämpfen von der Ortsebene bis zu Deutschen Meisterschaften teil. Die  besten Athleten vertraten Deutschland in der Nationalmannschaft bei den Europameisterschaften in  Polen und den World Games in China. Bei den nur alle vier Jahre stattfindenden Weltspielen nicht olympischer Sportarten trug das DLRG Team mit 14 Medaillen wesentlich zu Rang zwei für  Deutschland in der Nationenwertung bei. Ute Vogt: „Diese tollen Leistungen motivieren wiederum 

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unsere Jüngsten. Viele von ihnen entscheiden sich später hoffentlich auch für den ehrenamtlichen  Dienst an den Badestellen.“ 

Für zahlreiche junge Rettungsschwimmer ist ein Einsatz auf den DLRG Stationen an der Nord- und  Ostseeküste besonders interessant. Von Anfang Mai bis September wachten allein über 7.000 Einsatzkräfte knapp 590.000 Stunden an den rund 100 bewachten Badestellen, die dem zentral  organisierten Wasserrettungsdienst der DLRG angeschlossen sind. Während der Hauptferienzeit im  Hochsommer sind zwischen Borkum im Westen und Usedom im Osten fast 850 Rettungsschwimmer  gleichzeitig im Einsatz. 

Mehr Abzeichen beim Schwimmen und Rettungsschwimmen 

Das für die Tätigkeit als Rettungsschwimmer benötigte Deutsche Rettungsschwimmabzeichen Silber  haben 2025 bei der DLRG knapp 40.825 Personen abgelegt – deutlich mehr als im Durchschnitt der  vergangenen zehn Jahre (38.362). Wer die Prüfung bestanden hat, kann sich ehrenamtlich am  Beckenrand oder Badestrand engagieren oder auch als Rettungsschwimmer hauptberuflich tätig  sein. „Das sind jedoch in der Regel keine Fachkräfte für Bäderbetriebe, von denen es leider weiterhin  viel zu wenige gibt“, so Vogt.  

Die Bilanz in der Schwimmausbildung 2025 fällt ähnlich wie im Jahr zuvor aus: Die Ausbilder der  DLRG gaben über 96.000 Schwimmabzeichen aus. Knapp die Hälfte davon entfiel auf das Deutsche  Schwimmabzeichen Bronze (Freischwimmer), das als Nachweis für sicheres Schwimmen gilt. Rund  53.400 Kindern gelang mit dem Seepferdchen-Abzeichen der Einstieg in das Schwimmen lernen. 

DLRG mahnt zu Beginn der Badesaison zur Vorsicht 

Zum Auftakt in die diesjährige Badesaison warnt die DLRG Präsidentin davor, Gefahren zu  unterschätzen: „Im Mai und auch zumeist noch im Juni sind die Gewässer oft noch kalt. Daran muss  sich der Körper langsam gewöhnen. Wer übermütig handelt, riskiert unter Umständen sein Leben.“  Das gilt auch für Personen, die in schnell strömenden oder viel befahrenen Gewässern baden und  schwimmen gehen. Häufig sind es wenig geübte Schwimmer oder gar Nichtschwimmer, die in  Gefahr geraten. Die DLRG empfiehlt deshalb, möglichst nur Schwimmbäder und bewachte  Badestellen aufzusuchen. „Alkohol und andere Drogen sind äußerst schlechte Begleiter an sonnigen  Badetagen. Die verändern die Wahrnehmung, stressen den Körper und verleiten zu übermütigem  Verhalten“, ergänzt Ute Vogt. 

Erneuter Mitgliederrekord 

Ende des Jahres 2025 zählten die Wasserretter 642.082 Mitglieder in ihren Reihen – erneut ein Höchststand in der Geschichte der Organisation und ein Anstieg um 2,34 Prozent im Vergleich zum  Vorjahr. Knapp die Hälfte der Mitglieder (49 Prozent) sind Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre. 

Für die ehrenamtlichen Tätigkeiten wendeten die aktiven Mitglieder der DLRG zusammengenommen  über neun Millionen Stunden ihrer Freizeit auf. Zur Finanzierung ihrer Aufgaben ist die DLRG auf  Spenden angewiesen. Mehr als 1,3 Millionen Menschen zählt der Verband zu seinem Fördererkreis.  „Ohne die Unterstützung unserer Förderinnen und Förderer wären wir nicht so leistungsfähig. Ihr  Vertrauen ist zudem eine unschätzbare Anerkennung für unsere ehrenamtliche Arbeit“, so Ute Vogt. 

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