Doppelschicht für den ThSV Eisenach II und den SV Petkus Wutha-Farnroda

Beide sind Freitag im Landespokal und Sonntag um Punkte gefordert

Im Thüringer Landespokal stehen sich am Freitag, 27.01.2023 um 19.30 Uhr in der Hörselberghalle Wutha-Farnroda der gastgebende Landesligist SV Petkus Wutha-Farnroda und Thüringenligist ThSV Eisenach II gegenüber. Beide Teams sind zwei Tage später, am Sonntag, 29.01.2023, um Punkte gefordert. Der SV Petkus Wutha-Farnroda gastiert um wichtige Landesliga-Zähler bei Motor Gispersleben (Anwurf um 16.00 Uhr in Erfurt, Sporthalle Mittelhäuser Straße). Der ThSV Eisenach II reist in die Zeiss-Stadt. Der HBV Jena II ist um 14.00 Uhr in der Werner-Seelenbinder-Halle im Sportkomplex Lobeda West (Karl-Marx Allee) in der Thüringenliga Männer Gastgeber.

Wir freuen uns auf die Partie gegen eine junge und dynamische Eisenacher Mannschaft, stufen diese als Trainingseinheit für das wichtige Punktspiel am Sonntag in der Landeshauptstadt ein, wollen einige taktische Varianten testen, erklärt Edmund Nositschka, der Coach des SV Petkus Wutha-Farnroda.

In seinen Reihen stehen einige Ex-Eisenacher (u.a. Christopher Koch, Philipp Ziehn, Jonas-Maximilian Schunke, David Walther). Ärgerlich für ihn, aber nicht zu ändern: Für die Pokalpartie hat er wahrscheinlich einen größeren Kader als für das Punktspiel zur Verfügung. Aber auch mit breitem Kader und trotz des Heimvorteils, die Petkus-Crew ist Außenseiter.

Vorsicht ist geboten. Wir dürfen die Hausherren nicht auf die leichte Schulter nehmen. Der 34:14-Sieg vor zwei Wochen im Testspiel an gleicher Stelle darf uns nicht zu Leichtfertigkeiten verleiten. Wir wollen von Beginn hoch konzentriert agieren und die Partie schnell in die von uns gewünschte Richtung lenken, blickt Qendrim Alaj, der Spielertrainer des ThSV Eisenach II, auf den Freitagabend.

Er wird Niclas Janßen und Aron Büchner mit den Aufgaben im Tor betrauen. Auch sein Bruder Armend Alaj ist nach seiner Sperre für beide Tage dabei. Bastian Kemmler hat seine Krankheit überwunden, kann wieder mitwirken. Geleitet wird das THV-Pokalspiel von Knut Kallenbach und Gerd Simon.

Edmund Nositschka: Jeder Punkt ist enorm wichtig

Bei Motor Gispersleben wollen wir unbedingt punkten, um nicht in Abstiegsnöte zu geraten, unterstreicht Edmund Nositschka die Bedeutung der sonntäglichen Partie.

Mit dem 34:24-Sieg im vorwöchentlichen Punktspiel beim HV Sömmerda (und nunmehr 11:11 Punkte) hat der SV Petkus-Wutha-Farnroda (aktuell auf Platz 8) Selbstvertrauen getankt.

Unten geht es sehr eng zu. Jeder Punkt ist enorm wichtig, so der erfahrene Edmund Nositschka, während seiner eigenen Laufbahn ein exzellenter Rückraumspieler von Motor Eisenach in der 1. Liga.

Für seine Verdienste wurde er kürzlich an einem hoch emotionalen Abend vor über 2.000 Zuschauern in die Hall of Fame des ThSV Eisenach aufgenommen. Als Referees in der Erfurter Sporthalle Mittelhäuser Straße fungieren Gerd Simon und Bernd Schwarz.

Qendrim Alaj: Wir wollen in der Zeiss-Stadt unter 25 Gegentoren bleiben

Ich sehe uns schon in der Favoritenrolle. Dieser wollen wir gerecht werden und mit zwei Punkten im Gepäck zurückfahren, blickt Qendrim Alaj selbstbewusst auf das sonntägliche Punktspiel beim auf mit 6:14 Punkten auf dem 10. Tabellenplatz rangierenden HBV Jena II.

Interessant wird sein, wie geht das Team mit der Favoritenrolle um? Der ThSV Eisenach belegt mit ausgeglichenem Punktekonto (10:10 Zähler) den 5. Platz. Aufgrund der unterschiedlichen Anzahl absolvierter Spiele gibt die Tabelle ein etwas schiefes Bild. Unangefochten rangiert eines der beiden „Teams Internationale“ der Thüringenliga, der Sonneberger HV, verlustpunktfrei (20:0 Zähler) an der Tabellenspitze.

Na klar, wir wollen an die Leistung vom Sieg in Ronneburg anknüpfen. Mit einer stabilen Abwehr wollen wir unter 25 Gegentoren bleiben, lautet die Marschroute von ThSV-Spielertrainer Qendrim Alaj.

Eventuell steht ihm in Jena der verletzungsbedingt in diese Woche nur dosiert trainierende Keeper Bastian Freitag zur Verfügung. Die Zeiss-Städter kassierten zuletzt drei Niederlagen, zwei in heimischer Halle (22:32 gegen die SG Suhl/Goldlauter und 31:39 gegen die HSGF Werratal). Im Schnitt wirft die Jenaer Zweite knapp 26 Treffer. Eine gute „Ausgangsposition“ für das Vorhaben vom Team um Qendrim Alaj. Mit Micki Schwarz (44 Treffern) rangiert der beste Werfer des HBV Jena II auf Platz 25 der Torjägerliste der Liga. In dieser wird Julius Brenner vom ThSV Eisenach II mit 57 versenkten Bällen auf Platz 9 geführt. Beim HBV Jena II läuft vieles über den erfahrenen Hagen Rose. Jens Hanse und Johannes Rudolph amtieren in der Jenenser Werner-Seelenbinder-Halle als Schiedsrichter.

Th. Levknecht

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