Drei Starter, vier Medaillen: Kampfsportschule Berk erfolgreich bei Deutscher Meisterschaft
LÜNEN. Vier Medaillen aus drei Starts: Die Kampfsportschule Berk blickt auf erfolgreiche Deutsche Meisterschaften der WAKO in Lünen zurück. Insgesamt 130 Kickboxvereine mit knapp 650 Sportlern nahmen an den nationalen Titelkämpfen teil. Unter der Betreuung von Vereins- und Landestrainer Michael Steinicke erreichten alle drei Thüringer einen Podestplatz und kehrten mit Edelmetall nach Hause zurück.
In der Klasse Leichtkontakt (LC) Senior Male -63 kg krönte sich Jason Bätzel (Eisenach-Neukirchen) für die Kampfsportschule Berk nach einer taktisch und kämpferisch makellosen Leistung zum Deutschen Meister. In seinem ersten Duell gegen Andreas Nurchi (Hara Köln) setzte er konsequent auf Härte sowie Präzision, setzte den Kölner mit kurzen Faustkombinationen unter Druck und siegte souverän mit 3:0. Im Finale gegen Leo Schittkowski (Hara Köln) erarbeitete sich Bätzel zunächst eine knappe Führung, bevor er die Vorentscheidung erzwang: Mit zwei perfekt getimten Roundkicks schickte er seinen Kontrahenten gleich zweimal zu Boden und dominierte die dritte Runde mit langen Fäusten bis zum klaren Sieg. Auch im Pointfighting der Klasse bis 63 Kilogramm erreichte Bätzel das Finale und bezwang Yaroslav Korniienko (Tan Gun Sports) vorzeitig mit einem Endstand von 14:4 Punkten (technisches K.O.). Im Finale gegen Leys Fejzic (Büdingen) wurde er jedoch vom Verletzungspech eingeholt und musste den Kampf aufgeben, durfte sich aber dennoch über den Titel des Deutschen Vizemeisters freuen.
Sophia Vogt (Dermbach) sicherte sich in der Klasse Leichtkontakt Jugend bis 55 Kilogramm die Bronzemedaille: In ihrem Auftaktkampf gegen Celine Lina Wittig (Kick-Box-Verein Leipzig e.V.) fand sie nach anfänglicher Zurückhaltung immer besser in die Begegnung, attackierte klug aus der Bewegung heraus und setzte im richtigen Moment präzise Kopfkicks, was ihr einen verdienten 2:1- Sieg einbrachte. Im anschließenden Duell gegen Malina Maas (Martial Arts Factory) musste sie sich mit einer Kampfrichterwertung von 0:3 geschlagen geben. Hier machte sich der enge Zeitplan bemerkbar: Zwischen ihren Kämpfen lagen teilweise weniger als zehn Minuten Pause – somit fehlte ihr am Ende die nötige Kondition für präzise Kicks. Im Pointfighting der Jugend hatte sie zuvor gegen die stark agierende Pauline von Held (Team Achmed Nabo) mit 10:18 das Nachsehen; obwohl Vogt zu Beginn zwei sehenswerte Kopftreffer landete und sich in der zweiten Runde mit schnellen Fäusten stark zurückkämpfte, kam die Umstellung gegen die offensiven Vorstöße der Gegnerin etwas zu spät.
Louis Sauer (Schmalkalden) komplettierte das hervorragende Gesamtergebnis in der Jugendklasse – 63 kg und sicherte sich Bronze. Im Pointfighting zeigte er ein enormes Tempo und große Entschlossenheit, als er Hannes Wegehenkel (Bielefelder-Kampfsport-Schule) vorzeitig durch ein technisches K.O. (TKO) bezwang, wobei vor allem seine direkten Faustangriffe exzellent funktionierten. Im darauffolgenden Kampf gegen Leon Driesener (Triqui Performance Academy) fand er nach anfänglicher Distanzschwäche zwar in der ersten Runde gut in den Rhythmus, musste sich am Ende jedoch mit 12:21 geschlagen geben, da er aus zu großer Distanz agierte und ausgekontert wurde. Im Leichtkontakt bewies Sauer ein starkes Auge und enorme Widerstandsfähigkeit: Er siegte zunächst souverän mit 3:0 gegen Adil El Bagdadi (MTV Urbach) durch gut gesetzte Fäuste, ehe er sich Emircan Oezkan (Triqui Performance Academy) in einem knappen 1:2 geschlagen geben musste, da er in den entscheidenden Momenten nach den Kicks etwas zu defensiv agierte und die Abschlüsse knapp verpasste.
Landestrainer Michael Steinicke zeigte sich nach den zwei Wettkampftagen in Lünen sehr zufrieden mit den Leistungen seiner Athleten. Dass alle drei Starter eine Medaille gewinnen konnten, wertete das Trainerteam als Beleg für die positive Entwicklung der Kampfsportschule Berk und des Thüringer Kickboxsports.