Ein Derby zum Auftakt

Der ThSV Eisenach II gastiert zum Oberliga-Start beim SV Blau-Weiß Goldbach/Hochheim und hofft auf den „Genuss von zwei Punkten“

Die obersten Handball-Spielklassen Thüringens werden wieder mit den Namen „Oberliga“ geführt. Der DHB riet allen Landesverbänden wegen der Vergleichbarkeit zu einer einheitlichen Benennung. Die Männer-Oberliga in Thüringen startet mit 12 Teams am Wochenende in die Saison 2023/2024. Mit dabei sind der ThSV Eisenach II und der SV Blau-Weiß Goldbach/Hochheim, die am Samstag, 16.09.2023 um 18.00 Uhr in der Nessetalhalle Goldbach aufeinandertreffen. Beide Mannschaften haben einen Medaillenplatz im Visier.

ThSV II: Zu Torhunger soll sich Abwehrstabilität gesellen

Mit einem mühsamen 27:26 (15:11) -Erfolg beim hessischen Bezirksoberligisten HSG Werra Obersuhl schloss der ThSV Eisenach II seine Testspiele ab. Trotz Führungen von 14:9 (26.) und 21:17 (48.) stand es wenige Sekunden vor dem Abpfiff 26:26. Praktisch mit der Sirene markierte Joel Stegner den Siegtreffer. Stinksauer war Spielertrainer Qendrim Alaj über die Abwehrleistung. Daran haperte es in der gesamten Vorsaison. Mit im Schnitt 34,3 Treffern war der ThSV Eisenach II zwar das torhungrigste Team, kassierte mit im Schnitt 32 Gegentoren die meisten der gesamten Liga. Das soll sich in der bevorstehenden Punktspielsaison ändern. In der wird Philipp Urbach den ThSV Eisenach II als Kapitän auf das Parkett führen. Qendrim Alaj fungiert weiterhin als Spielertrainer. Mit etlichen 17- und 18-Jährigen im Kader wird sich das Team nochmals verjüngen.

Wir wollen die jungen Spieler in die Mannschaft integrieren, ihnen Spielzeit einräumen und entwickeln, erklärt Qendrim Alaj, der bis auf zwei Abgänge (John Katzwinkel und Bastian Kemmler) das Gros der Mannschaft der Vorsaison behalten hat.

Nawid Karimi-Zand fehlt derzeit aufgrund eines Auslandsstudiums. Ole Gastrock-Mey ist nach einem Kreuzbandriss in der Aufbauphase. Und fehlt vorerst weiterhin.

Nach Platz 4 im Vorjahr streben wir nun einen Medaillenplatz an. Hierzu ist Konstanz über die gesamte Saison erforderlich, so Qendrim Alaj.

Die Hinrunde der Vorsaison, damals noch mit Daniel Hellwig auf der Trainerbank, misslang nahezu völlig.

Wir wollen mit Schnelligkeit, Kampf, Spielwitz und individueller Qualität auftrumpfen. Eine flexible Abwehr, je nach sportlichem Gegner defensiv oder offensiv ausgerichtet, soll die Grundlage bilden, fügt Qendrim Alaj hinzu, der sein Mitwirken auf dem Parkett reduzieren will.

Joel Stegner soll mehr und mehr Verantwortung, die Rolle des Spielgestalters übernehmen.

© Ch. Heilwagen / ThSV Eisenach
Der junge Joel Stegner soll mehr Verantwortung übernehmen.

SV BW Goldbach/Hochheim: Zugänge vom Lokalrivalen aus Behringen

Der SV Blau-Weiß Goldbach/Hochheim, der Vizemeister der Vorsaison, mit Maic Sadewasser als Trainer, nun mit Sven Rothhämel als Co-Trainer, will erneut im Spitzenfeld ankommen.

Absteiger HBV Jena will bestimmt zurück in die MHV-Liga, sinniert Maic Sadewasser.

Sein bisheriger Spieler Matthias Dreyße hat sich zum HSC Erfurt verabschiedet. Einige Akteure, darunter Keeper Florian Schneegaß, wollen nur noch in der 2. Mannschaft auflaufen. Der Ex-Eisenacher Andreas Fehr, der aus Hamburg gekommene Maurice Mensing und Janick Pillokat werden sich die Aufgaben im Tor teilen. Vom SV Town & Country Behringen/Sonneborn sind Leon Stehmann und Julian Kubald gekommen. Die Ex-Eisenacher Daniel Bohrt und Maximilian Manys sowie Julian Rothhämel dürften zu den tragenden Säulen auf dem Feld gehören. Trainer Maic Sadewasser war mit den Ergebnissen der Testspiele nicht zufrieden, sprach von „viel Luft nach oben“.

© Frank Arnold • sportfotoseisenach / ThSV Eisenach
Im Tor des ThSV Eisenach: Bastian Freitag.

Qendrim Alaj: „Punkte aus Goldbach zu entführen, das wäre ein Genuss!“

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Zum Saisonstart nun das stets brisante Derby zwischen dem SV Blau-Weiß Goldbach/Hochheim und der Zweiten des ThSV Eisenach. Beide Teams haben nicht ihren kompletten Kader zur Stelle. Beim ThSV Eisenach II fehlen Hristijan Remenski, Christian Trabert und Conrad Ruppert, beim SV Blau-Weiß Goldbach/Hochheim Alexander Werner und Max Schelenz.

Angesichts der Niederlage im Vorjahr werden die Eisenacher heiß auf Revanche sein. Ich habe sehr viel Respekt vor der Arbeit von Qendrim Alaj, erklärte Maic Sadewasser.

Na klar, die Hausherren möchten mit einem Sieg in die Saison starten. Der ThSV Eisenach II hat natürlich Gleiches vor.

Von der Qualität und der Breite im Kader ist der SV Blau-Weiß Goldbach/Hochheim wahrscheinlich die beste Mannschaft der Liga, verteilt Qendrim Alaj ein dickes Kompliment an die Gastgeber.

Dass in der Nessetalhalle keine Haftmittel erlaubt sind, will der Eisenacher Spielertrainer schon im Vorfeld nicht als Ausreden gelten lassen.

Eine gute Abwehrleistung wird Grundvoraussetzung sein, um Punkte mitzubringen. Konzentration im Angriff, intelligent auf unsere Chancen warten, fordert der Spielertrainer.

Bastian Freitag und Aron Büchner bilden das Torhüterduo.  Armend Alaj ist von einem Lehrgang der Nationalmannschaft des Kosovo zurück, dürfte im rechten Rückraum oder auch am Kreis zum Einsatz kommen.

Mal sehen, wie unsere Youngster mit der hitzigen Atmosphäre in Goldbach klarkommen, verweist Qendrim Alaj auf einen besonderen Aspekt.

Maarten Elwert, Emil Starke, Emil Weiß und Jannes Rehm sind gerade mal 17 Jahre.

Punkte aus Golbach zu entführen, das wäre ein Genuss, betont Qendrim Alaj.

Er freut sich gerade, dass sein einstiger Mannschaftskamerad aus der D- und C-Jugend des ThSV Eisenach, Johannes Voigtmann, mit der deutschen Nationalmannschaft Männer den Weltmeistertitel im Basketball eroberte.

Th. Levknecht

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