Ein Derby zum Auftakt in das neue Jahr!

ThSV Eisenach empfängt zum thüringisch-fränkischen Nachbarschaftsduell den HSC Coburg/Wartburgstädter wollen mit einem Sieg auf Kurs bleiben

Nach den Feiertagen zum Jahreswechsel, der Punktspielpause in den beiden Bundesligen und der Weltmeisterschaft sollten die Fans heiß auf Live-Handball sein. Im ersten Punktspiel des neuen Jahres wartet gleich ein thüringisch-fränkisches Derby, das seine Anziehungskraft nicht verfehlen dürfte, blickt Rene Witte, der Manager des ThSV Eisenach, auf das kommende Wochenende.

Zum letzten Hinrundenspiel empfangen die Wartburgstädter am Samstag, 04.02.2023 um 19.30 Uhr den HSC 2000 Coburg. In der aktuellen Tabelle steht der ThSV Eisenach auf Platz 2, in der Auf- und Abstiegstabelle (ohne den als Gast am Punktspielbetrieb teilnehmenden HC Motor Zaporoshje) auf Platz 3, einen Zähler hinter den Rang 2 belegenden Eulen Ludwigshafen.

Wir hoffen, die Handballfreunde honorieren die guten Leistungen der Mannschaft mit einem verstärkten Besuch unserer Heimspiele, nutzen unsere preisgünstige Rückrunden-Dauerkarte, so Rene Witte. Wir wollen weiter ganz oben dranbleiben, ist die einhellige Meinung aus dem Mannschaftskreis.

Das soll gleich mit einem Doppelpunktgewinn untermauert werden.

Spezielle Trainingseinheiten
Entsprechend verlief die Vorbereitung. Während der Pause zum Jahreswechsel hatten die Spieler kurze individuelle Pläne bekommen, um neben dem Urlaub und Regeneration auch etwas im Training zu bleiben.

Mit Wiederbeginn des Mannschaftstrainings standen die handballspezifische Kraft- und Ausdauerbelastung auf dem Programm, berichtet Athletiktrainer Alexander Nöthe.

Ein kleiner „Cardio Block“, mit Einheiten im Bereich CrossFit, waren angesagt.

Zusätzlich kamen auch Reize im Bereich des funktionellen Ausdauertrainings auf die Tagesordnung, lässt Alexander Nöthe wissen.

Offensive Systeme, Kommunikation und Überzahlspiel hatte Cheftrainer Misha Kaufmann auf seinem Plan.

Im Anschluss standen, so Alexander Nöthe,  der normale Kraft-Wochenzyklus an.

Wir haben an unserem Verteidigungsspiel und an der zweiten Welle sowie ganz intensiv an Spezialsituationen gearbeitet. Viel Laufen stand auch auf der Tagesordnung, damit wir fit sind. Nun darf es endlich wieder losgehen, erklärt ThSV-Coach Misha Kaufmann.

Torwarttrainer Stanislaw Gorobtschuk verbleibt an der Seite von Johannes Jepsen
Bis auf den langzeitverletzten Torhüter Erik Töpfer hat der Schweizer wahrscheinlich alle zur Verfügung stehenden Spieler dabei. Torwarttrainer Stanislaw Gorobtschuk (34 Jahre) wird weiterhin an die Seite von Keeper Johannes Jepsen rücken.

Unsere Abwehr muss den Torhütern noch mehr helfen, damit diese gute Leistungen erbringen können, erläutert Misha Kaufmann zu dieser Problematik.

Beim mit 35:30 gewonnenen Testspiel bei Erstligist HSG Wetzlar meisterte Johannes Jepsen 44 Prozent der Bälle. Geht es nach dem gerade 23 Lenze gewordenen 2,02 Meter Blondschopf und seiner Teamkollegen, soll das zum Maßstab werden.

Misha Kaufmann wird am Samstag wohl mit seiner Stammformation beginnen: Fynn Hangstein, Jannis Schneibel und Alexander Saul im Rückraum, Ivan Snajder auf Linksaußen, Willy Weyhrauch oder Ante Tokic auf Rechtsaußen, Kapitän Peter Walz am Kreis und Johannes Jepsen im Tor. Abwehrchef Philipp Meyer wird für Defensivaufgaben eingewechselt. Qualitativ gute Alternativen sitzen auf der Bank. Inzwischen haben die Wartburgstädter zwei Abwehrsysteme in petto.

Beim HSC Coburg gehört Oldie Jan Kulhanek weiter zum Torhüterteam
Auf der Torwartposition hat der HSC 2000 Coburg bereits früh in der Saison reagiert. Der als Nummer 1 vorgesehene Kristian van der Merwe zog sich eine langwierige Verletzung zu. Der schon verabschiedete Jan Kulhanek wurde reaktiviert. Der inzwischen 41-Jährige läuft Woche für Woche zu großer Form auf. In 17 Spielen meisterte er 149 Bälle und steht auf Platz 6 der Tabelle der Torhüterparaden der Liga. Dass die Franken mit 18:18 Punkten nur den 10. Platz belegen, liegt nicht ursächlich an der Abwehr.

Überwiegend gut war unsere stabile Deckung im Zusammenspiel mit den Torhütern. Als positiv ordne ich auch unser Tempospiel ein. Im gebundenen Angriffsspiel haperte es noch. Die Abläufe stimmten nicht, uns unterliefen zu viele technische Fehler. Ob es nach der Punktspielpause besser klappt, Eisenachs Abwehr wird der richtige Prüfstein sein, konstatiert Brian Ankersen, der Coach des HSC 2000 Coburg.

Er reist mit Personalsorgen ins Thüringische.

Wer am Samstag dabei ist, entscheidet sich wohl erst beim Abschlusstraining. Ich hoffe, es fehlen nicht so viele, lässt Brian Ankersen wissen. Und er schiebt hinterher: Wir sind nicht der Favorit. Eisenach rangiert in der aktuellen Tabelle auf dem 2. Platz. Wenige technische Fehler machen, das ist unser Hauptanliegen. Um überhaupt eine Chance zu haben, müssen wir 101 Prozent unseres Leistungsvermögens abrufen.

Jan Gorr, der Geschäftsführer des HSC 2000 Coburg, blickt erwartungsvoll auf den Nachbarschaftsvergleich:

Nach den vergangenen Jahren und vielen interessanten Spielen sind die Erwartungen natürlich hoch. Hoch in dem Sinne, dass wir zwei Mannschaften erleben, die mit ganz viel Engagement um die zwei Punkte kämpfen. Eisenach spielt eine sehr gute Runde bisher und belegt den 2. Tabellenplatz. Die Eulen haben aber einen Minuspunkt weniger und sehen natürlich auch ihre Chance. Wir wollen gerne aus dem Windschatten angreifen und uns nach vorne arbeiten. Also alles in allem sehr gute Voraussetzungen für ein spannendes Spiel.

Tickets
Einzeltickets sind vorab erhältlich online unter www.thsv-eisenach.de und in der ThSV-Geschäftsstelle sowie am Samstag ab 18.15 Uhr an der Tageskasse. Die ausgesprochen preisgünstige Rückrunden-Dauerkarte (10 Spiele sehen, 8 bezahlen) kann in der ThSV-Geschäftsstelle erworben werden. Auskünfte unter Tel. 03691/72360.

Th. Levknecht

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