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Ein erneutes Vier-Punkte-Spiel für den ThSV Eisenach

Wartburgstädter erwarten den Wilhelmshavener HV

Im Tabellenkeller der 2. Handballbundesliga der Männer geht es eng zu. Überraschende Resultate gehören dazu. Schlusslicht TuS Fürstenfeldbruck bezwang am Wochenende Ligaprimus VfL Gummersbach mit 32:25. Kein Team ist abgeschlagen. Nach Minuszählern trennen den ThSV Eisenach und den Wilhelmshavener HV nur ein Punkt. In einem Nachholspiel vom 10. Spieltag treffen beide Teams am Mittwoch, 03.03.2021 um 19.00 Uhr in der Werner-Aßmann-Halle aufeinander. Für die Wartburgstädter wieder ein sogenanntes 4-Pumkte-Spiel!

In de Heimspielen gegen Emsdetten, Konstanz und Fürstenfeldbruck standen wir ähnlich unter Druck und haben die Aufgaben gelöst, gibt sich Eisenachs Coach Markus Murfuni optimistisch. Wir kennen diese Situation. Wir wollen auch das 4-Punkte-Spiel am Mittwoch erfolgreich abschließen. Die positiven Seiten aus Lübbecke wollen wir mitnehmen. Dass zwei Zähler Pflicht sind, ist uns klar. Wir haben den Focus seit dem Training am Sonntagabend auf die Partie gegen den Wilhelmshavener HV gerichtet, erklärt Eisenachs linker Rückraumspieler.

Von ihm wird mehr Torgefahr als bei der vermeidbaren 28:31-Niederlage in der Merkur Arena Lübbecke erwartet. Die Wartburgstädter werden das Aufgebot vom Wochenende aufbieten. Die jungen Jannis Schneibel (20 Jahre) und Martin Potisk (22) werden erneut die Aufgabe als Spielgestalter übernehmen.

Mit beiden haben wir zwei ganz junge Mittelleute. Sie bereiten sich intensiv auf ihre Rolle im jeweils anstehend Spiel vor, analysieren die Spielphilosophie des Gegners. Sie sprechen viel miteinander, entschuldigen Fehler des anderen. Für beide gibt es keine festgelegten Spielzeiten. Wir wollen bekannterweise das Tempo durchgängig hochhalten und benötigen dafür beide. Ich setze sie gezielt ein, um ihre Qualitäten zu nutzen. In der Abwehr begleiten sie eine ähnliche Position, erklärt Markus Murfuni.

Um den Abstand zu wahren, ist es enorm wichtig, am Mittwoch gegen Wilhelmshaven und am Sonntag gegen den VfL Lübeck-Schwartau zu punkten, richtet Eisenachs Manager Rene Witte den Blick auch schon auf die nächste Aufgabe.

„Nordlichter vom Jadebusen“ verzagen nicht
Der Wilhelmshavener HV, von der Nordwestküste des Jadebusens, einer großen Meeresbucht an der Nordsee, ließ am vergangenen Spieltag aufhorchen. Positiv. Sie siegten beim ASV Hamm-Westfalen mit 32:31, waren über die gesamte Distanz das präsentere Team, hatten in Linksaußen Vedran Deliz (10 Treffer aus 12 Versuchen) und Kreisspieler Stanko Sabljic (6 Treffer aus 7 Versuchen) ihre erfolgreichsten Werfer. Der Wilhelmshavener HV blickt auf turbulente Monate und Wochen zurück, musste bangen, den Spielbetrieb in der 2. Liga überhaupt fortsetzen zu können. Der wirtschaftliche Träger stellte einen Insolvenzantrag, Spieler verließen den Verein, ein neuer wirtschaftlicher Träger wurde gefunden, doch durch den Trägerwechsel während der Saison werden zum Saisonende 4 Pluszähler abgezogen. Kurz vor der Fortsetzung der Punktspiele im neuen Jahr folgte Torhüter Jan Vortmann dem Ruf des HSV Hamburg, wechselte in die Hansestadt. (Im Kasten des auf Aufstiegskurs befindlichen HSV Hamburg steht nächste Saison auch Nationaltorhüter Johannes Bitter.)  Die Füchse Berlin zeigten sich kollegial, stimmten dem Wechsel ihres jungen Keepers Ivan Eres zum Wilhelmshavener HV zu. Nach einer ganz kurzen Stippvisite bei Eintracht Hagen kehrte auch der so wichtige Rückraumspieler und jahrelange Gallionsfigur Tobias Schwolow zurück. Er könnte, so sein Trainer Christian Köhrmann, in Eisenach erstmals wieder auf dem Parkett ins Geschehen eingreifen. Trotz der Turbulenzen und des Punkteabzuges, der Wilhelmshavener HV ist optimistisch gestimmt, die Liga zu halten.

Bei genauem Hinsehen auf die Tabelle, sind wir einen Zähler vom rettenden Ufer entfernt. Zwei bis drei Mannschaften sind auf Schlagdistanz. Wir müssen zuallererst selbst punkten, uns nicht von der Tabelle verrückt machen lassen. Wir sind noch im Rennen, unterstreicht Christian Köhrmann.

Wir brauchen eine hohe Qualität über 60 Minuten., um Eisenach erfolgreich Paroli bieten zu können. Dass keine Zuschauer in der Werner-Aßmann-Halle sein dürfen, kommt uns ein Stück entgegen. Wir werden, auch aus Kostengründen, die 460-Kilometer.Anfaht, am Spieltag antreten. Wir haben einen guten Busfahren und schmieren uns die Butterbrote selbst, fügt Christian Köhrmann hinzu.

Th. Levknecht

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