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Ein Motorrennboot ins Automobilmuseum

Der Ausstellungsbereich zum Motorsport im Museum Automobile Welt Eisenach ist seit Anfang Dezember um ein weiteres historisches Sportgerät reicher. Es ist ein DDR-Motorrennboot Typ „Danisch“, Baujahr 1977.

Mit solchen Booten starteten die Mitglieder des MC Eisenach von 1968 bis 1977 erfolgreich bei internationalen Wettbewerben und fuhren mit den leistungsgesteigerten Wartburg-Motoren an der Weltspitze mit. Die Firma Lindig Fördertechnik GmbH hat nach langer Suche solch ein Boot vom ehemaligen Dessauer-Rennbootfahrer Manfred Schulze erworben und aufwendig restauriert.

Der Firmeninhaber Manfred Lindig war einst der Techniker und „Schrauber“ des Eisenacher Günter Oppel, der mit einem baugleichen Boot 1970 Vizeweltmeister hinter seinem Mannschaftskameraden Konrad von Freyberg wurde.

Die Sperrholz-Bootskörper mit glasfaserverstärkten Kunststoff wurden einst von der Bootswerft Danisch aus dem brandenburgischen Herzfelde bezogen und die Technik mussten die Motorsportler selbst installieren. Mit dem von Manfred Lindig auf 110 PS gesteigerten 353-Wartburg-Motor konnte damals auf dem Wasser Spitzengeschwindigkeiten von 145 km/h erzielt werden.

Das restaurierte Rennboot verbleibt nun dankenswerter Weise als Dauerleihgabe der Firma Lindig Fördertechnik im Automobilmuseum und erinnert an die heute fast vergessene Zeit des Wassermotorsports mit Eisenacher Wartburg-Motoren.

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