Eine ganz bittere Niederlage!

ThSV Eisenach unterliegt beim Ligaspitzenteam der MT Melsungen mit 26:27 (13:15) / Torjäger Manuel Zehnder markiert seinen 200. Saisontreffer 

„Unsere Mannschaft bot eine überragende Leistung. Vor ihrer Mentalität und Kampfbereitschaft kann man nur den Hut ziehen. Es gibt keinen Schuldigen für diese Niederlage. Wir sollten nicht vergessen, wie viele Punkte wir durch unseren Trainer gewonnen haben. Wir gewinnen und verlieren zusammen. Ich bin mir sicher, wir werden die Klasse halten. Unser Dank geht an die über 300 mitgereisten Fans, die für eine tolle Unterstützung sorgten,“, betonte Eisenachs Geschäftsführer Rene Witte am Donnerstagabend in der Rothenbach-Halle Kassel. Der ThSV Eisenach stand von 4.389 Zuschauern im Duell mit der um einen Champion-League-Platz anvisierende  MT Melsungen nach einer famosen Leistung ganz dicht vor einem oder gar zwei Punkten, kassierte aber eine ganz bittere 26:27 (13:15) -Niederlage. „Wir hatten es in der eigenen Hand. Es ist ärgerlich, nichts mitgenommen zu haben. Ab Mitte der zweiten Halbzeit schienen die Gastgeber k.o., das hätten wie als Energiebooster nutzen müssen“, konstatierte Eisenachs Moritz Ende, der 5 Treffer (aus 7 Versuchen) markierte. „Wir dürfen nicht verzweifeln. Wir haben in Kiel und in Melsungen gezeigt, wir können selbst gegen die Großen der Liga mithalten“, fügt der Rechtsaußen hinzu. 

Wechselfehler stoppt Chance auf den Ausgleichstreffer

Im zweiten Abschnitt markierte Moritz Ende nach einer Rückhandablage von Malte Donker den 20:20-Ausgleichstreffer (43.). Eine bärenstarke Abwehr um Philipp Meyer im Zusammenspiel mit einem guten Matija Spikic im Tor (insgesamt 11 Paraden) stellte die routinierten Gastgeber vor erhebliche Probleme. Doch der Führungstreffer wollte zunächst nicht gelingen. Moritz Ende scheiterte frei an Melsungens Keeper Nebosja Simic (44.), Nach Regelwidrigkeit am immer wieder mit voller Überzeugung den hessischen Kasten ansteuernden Simone Mengon scheiterte Eisenachs Toptorjäger Manuel Zehnder vom Siebenmeter-Strich am eingewechselten Adam Morawski (48.). Die Wartburgstädter fighteten, lautstark unterstützt vom eigenen Anhang. Die Gastgeber zeigten Nerven. Marko Grgic netzte beim 23:24 dann doch zur Führung der Wartburgstädter ein (53.). Dem Ausgleichstreffer durch Arnar Freyr Arnarsson ließen die Eisenacher durch den 13. Treffer von Manuel Zehnder – gleichzeitig seinem 200. Saisontreffer! – und einem präzisen Wurf von Marko Grgic das 24:26 folgen (55.). Elvar Örn Jonsson markierte über die linke Seite für die Hausherren den Anschlusstreffer. Den Gästen unterlief ein Ballverlust, vermochten den folgenden Angriff der MT Melsungen nur auf Kosten eines Strafwurfes stoppen, den Dimitri Ignatow zum 26:26 verwandelte (57.). Die Partie stand auf des Messers Schneide. Einen Wurf von Manuel Zehnder blockte Melsungens 2,15-Meter-Recke Dainis Kristopans. Erneut war es Elvar Freyr Arnasson, der erfolgreich abzog und seine Farben mit 27:26 in Führung brachte (59.). Da waren noch knapp zwei Minuten zu spielen, eine „Ewigkeit“ im modernen Handball. Was für eine Dramatik! Beiden Seiten unterlaufen technische Fehler. Die Eisenacher kommen 28 Sekunden vor der Sirene in Ballbesitz, haben damit die Chance auf den Ausgleichstreffer und damit einen Punkt. ThSV-Kapitän Peter Walz kassiert eine Zeitstrafe, den Eisenachern unterläuft ein Wechselfehler, der MT Melsungen wird der Ball zugesprochen. Die Nordhessen um Kapitän Timo Kastening jubeln über einen mehr als schmeichelhaften Sieg. 

ThSV-Coach Kaufmann: „Wir haben gezeigt, wir gehören in diese Liga.“

„Jeder, der ein Herz hat, kann unsere Situation nachempfinden“, erklärte Eisenachs Trainer Misha Kaufmann zur Pressekonferenz nach der Partie. „Wir spielen zu 99 Prozent gut, erreichen mit einer unglaublichen Leistung eine 2-Tore-Führung, doch dann fehlt uns die Cleverness, was mitzunehmen. Diese Niederlage tut extrem weh.  Unsere Leistung gegen einen solchen Kontrahenten ist nicht hoch genug zu würden. In dieser Liga mit Weltklasse wird jeder Fehler gleich doppelt bestraft“, bilanzierte Misha Kaufmann, der zwischenzeitlich während der Pressekonferenz mit beiden Händen sein Gesicht vergrub. Diese Niederlage hat den Schweizer emotional ganz hart getroffen. 

Guter Start fand keine Fortsetzung

Der Auftakt der Partie ging an die Gäste aus Thüringen. Sie variierten das Tempo, setzten von Beginn auf verschiedene Angriffs- und Abwehrwechsel.  Manuel Zehnder netzte zum 2:4 (6.) und Moritz Ende zum 3:6 (8.) ein. Den Eisenachern unterliefen drei Ballverluste, die Gastgeber um ihren nur 1,68 Meter großen Spielmacher Erik Balenciaga trafen mit einem 5:0-Tore-Lauf zum 8:6 (13.). Misha Kaufmann stellte seinen Rückraum neu auf, Marko Grgic, Yoav Lumbroso und Simone Mengon besetzten diesen. Der Ü-30-Rückraum der MT Melsungen mit Julius Kühn, Erik Balenciaga und Dainis Kristopas hatte nun erheblich Mühe, profitierte freilich von seiner Erfahrung. Beim 11:10, Manuel Zehnder verwandelte vom Strich (22.), waren die Eisenacher wieder auf Tuchfühlung. Die Gastgeber versuchten es mit David Mandic als vorgezogene Deckungsspitze. Sie trafen zum 14:11 (26.). Misha Kaufmann rief sein Team zusammen. Melsungens Dimitri Ignatow donnerte einen Strafwurf ans Holz (29.). Manuel Zehnder und Simone Mengon markierten die Treffer Nummer 12 und 13 für den ThSV Eisenach, sodass beim Stand von 15:13 die Seiten gewechselt wurden. 

Philipp Meyer & Co. weisen die Nordhessen in die Schranken

Nach dem Treffer von Rückraum-Hünen Dainis Kristopans zum 18:15 (35.) übernahmen die Eisenacher mehr und mehr das Sagen. Mit großer Einsatzbereitschaft und Leidenschaft verteidigten die Männer aus der Werner-Aßmann-Halle. Die Hessen waren beeindruckt. „Unsere Abwehr war im 6 gegen 6 kaum auszumanövrieren. Im Angriff gingen wir sowohl in die Tiefe, ließen das Leder ebenso zu den Außenpositionen laufen“, so Moritz Ende. Leider standen er und seine Teamkollegen am Ende mit leeren Händen da….

Statistik 

MT Melsungen:  Morawski, Simic; Kühn (1), Balenciaga (3), Mandic, Sipos (2), Kristopans (6), Ignatow (3/4), Moraes Ferreira, Beekmann, Drosten (1), Jonsson (5), Arnarsson (2), Waldgenbach, Hörr, Kastening (4)

ThSV Eisenach: Spikic, Kornecki; Reichmuth, Zehnder (13/4), Patrail, Walz (1), Mengon (3), Grgic (3), Ende (5), Meyer (1), Lumbroso, Donker, Kraus, Kurch, Snajder, Saul 

Siebenmeter: MT Melsungen 3/4 – ThSV Eisenach 4/5

Zeitstrafen: MT Melsungen 2 Min. – ThSV Eisenach 5 x 2 Min. 

Schiedsrichter: Tnaja Kuttler/Maike Merz

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Zuschauer: 4.389 in Kassel

ThSV Eisenach: Mit dem Sonderzug nach Leipzig

Noch einige Plätze frei – Rasch melden!

Der ThSV Eisenach gastiert um Erstbundesliga-Zähler am Sonntag, 24.03.2024 um 15.00 Uhr beim SC DHfK Leipzig. Eine Partie mit ganz viel Brisanz. Der ThSV Eisenach hofft in der Arena Leipzig auf viele blaue-weiße Fans, hat erstmalig in seiner Geschichte einen Sonderzug organisiert. Die Nachfrage ist riesengroß. Noch sind einige Plätze – natürlich auch verbunden mit einer Eintrittskarte – frei. Interessenten sollten sich ganz rasch melden, online über die Homepage des ThSV Eisenach unter www.thsv-eisenach.de oder in der Geschäftsstelle der ThSV-Marketing GmbH im Sportkomplex Katzenaue, Sportpark 4 (neben dem Kunstrasenplatz). 

Weitere Punktspiele des ThSV Eisenach terminiert 

Die HBL hat weitere Punktspiele terminiert. Noch nicht terminiert sind die Spieltage 32 und 33 im Monat Mai 2024.  Das betrifft für den ThSV Eisenach das Heimspiel gegen die SG Flensburg-Handewitt und das Auswärtsspiel beim HSV Hamburg. 

Hier eine Übersicht der terminierten Spiele des ThSV Eisenach (Heimspiele fett): 

Freitag, 08.03.2024 um 20.00 Uhr: ThSV Eisenach – TSV Hannover-Burgdorf

Sonntag, 24.03.2024 um 15.00 Uhr: SC DHfK Leipzig – ThSV Eisenach  

Sonntag, 31.03.2024 um 16.00 Uhr: ThSV Eisenach – SC Magdeburg 

Sonntag, 07.04.2024 um 15.00 Uhr: Bergischer HC – ThSV Eisenach

Samstag, 20.04.2024 um 19.00 Uhr: ThSV Eisenach – TVB Stuttgart

Freitag, 26.04.2024 um 20.00 Uhr: ThSV Eisenach – TBV Lemgo Lippe

Freitag, 03.05.2024 um 20.00 Uhr: HBW Balingen-Weilstetten 

Sonntag, 02.06.2024 um 16.30 Uhr: ThSV Eisenach – Füchse Berlin 

Th. Levknecht