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Eintracht siegt auswärts beim FSV BW Stadtilm mit 4:1 (0:0)

Für die Eintrachtmädels galt es am Wochenende eine alte Rechnung zu begleichen, bekam man doch vor ziemlich genau einem Jahr mit 6:2 eine mächtige Klatsche von den Mädels aus Stadtilm eingeschenkt. Diesmal sollte es anders laufen.
So begannen die Eisenacherinnen auch konzentriert und erarbeiteten sich schon in der Anfangsphase einige aussichtsreiche Tormöglichkeiten, die letzte Konsequenz fehlte aber noch.
Bereits in der 13. Minute war Trainer Frank Walenta gezwungen, erste Umstellungen vorzunehmen, da Marion Radloff nach einem Pressschlag verletzt vom Feld musste. Für sie rückte Carolin Werner mit ins zentrale Mittelfeld und Anja Waßmann kehrte nach langer Verletzungspause wieder auf ihre linke Abwehrseite zurück.
Der jungen C. Werner schien die neue Rolle gut zu gefallen und so zog sie gleich mal von der Strafraumgrenze ab; doch die sicher auftretende Stadtilmer Keeperin blieb vorerst Siegerin (14.). Auch bei weiteren gut heraus gespielten Möglichkeiten über die Außenpositionen zeigte die Torhüterin der Gastgeber ihr Können. Sehenswert hereingebrachte Flanken v.a. von der rechten Seite durch Sina Radloff „pflückte“ sie genauso gekonnt herunter.
Auch Standardsituationen führten zunächst nicht zum erhofften Glück – eine von Marijana Busch getretene Ecke verwertete S. Radloff per Kopf, scheiterte aber erneut an der Torfrau (32.).
Einige Minuten später waren beide Spielerinnen wieder in Aktion – diesmal legte S. Radloff für M. Busch auf, doch es blieb nach wie vor beim 0:0.
Die Eisenacherinnen bestimmten das Spiel, aber Zählbares sprang nicht heraus. So stand das Spiel weiter auf des Messers Schneide, da die Gastgeberinnen natürlich auch nicht klein bei geben wollten und ihrerseits vor allem bei Standardsituationen gefährlich wurden. Doch die beiden Eintracht-Innenverteidigerinnen Mareike Brückmann und Jana Hofmeister organisierten ihre Vorderleute gut und verhinderten im Zusammenspiel mit Torfrau Christiane Lautenschläger einen möglichen Rückstand.
Angetrieben durch die lauffreudigen Annett Burkhardt und Daniela Klein wollte man noch vor dem Halbzeitpfiff die Führung erzwingen, doch auch den letzten Torschuss von C. Werner unmittelbar vor dem Pausenpfiff landete in den Armen der BWS-Torhüterin.
In den zweiten 45 Minuten wollte man die ausgemachten Schwächen des Gegners bei Spielaufbau konsequenter nutzen. Schon beim Torabschlag wurden die Gegenspielerinnen attackiert und es kam zu zahlreichen Ballgewinnen in der Hälfte der Stadtilmerinnen. In der 52. Minute war es dann Marijana Busch, die einen dieser Ballgewinne zur Führung verwertete. Nun schien der Bann gebrochen. Fünf Minuten später zischte ein Radloff Ball nur Zentimeter am langen Pfosten vorbei.
Dann kam die 61. Minute, die wieder Böses ahnen ließ. Die vielen ungenutzten Möglichkeiten schienen sich wieder zu rächen, denn die Gastgeberinnen profitierten nach einer Ecke vom Durcheinander im Eisenacher Strafraum und glichen aus.(61.) Einige erinnerten sich in diesem Moment ungern an vorangegangene Spiele, die man leichtfertig aus der Hand gegeben hatte. Dies sollte aber nicht wieder passieren – die Eintracht hatte eine Antwort parat.
Nach Doppelpass mit S. Radloff startete D. Klein an der Seitenlinie durch, passte nach innen und fand in Marion Pöhlmann die richtige Abnehmerin. Sie setzte sich gegen Torfrau und Abwehrspielerin durch und drückte den Ball zur abermaligen Führung über die Linie (67.).
Nur zwei Minuten später war Mareike Brückmann zur Stelle und erhöhte nach Eckball von K. Berndt fast auf 3:1. Das Sturmduo Pöhlmann/Busch prüfte die Torhüterin zwei weitere Male, ehe wieder der Atem angehalten werden musste, als im Gegenzug der Ball an die Querlatte des Eisenacher Gehäuses knallte. Trotz ihrer Überlegenheit war das Spiel nach lange nicht entschieden.
Es dauerte bis zur 87. Minute bis sich Erleichterung breit machen konnte, als Marijana Busch Maß nahm und aus 20 Metern den Ball im oberen Eck versenkte. Krönender Abschluss war das 4:1 durch die kurz zuvor eingewechselte Sabrina Willner nach Vorarbeit von M. Busch (90.). Die eigentliche Abwehrspielerin, die aufgrund von Verletzung und häufigen arbeitsbedingten Ausfällen um ihren Stammplatz kämpft, bot sich so als echte Alternative für den Sturm an.

Aufstellung: Lautenschläger – Hofmeister, Brückmann, A. Burkhardt, Klein – M.Radloff (13./ Waßmann), Berndt, Werner, S. Radloff – Busch, Pöhlmann (87./ Willner)

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