Werbung

Eintrachtmädels erhalten Lehrstunde bei Geraerinnen

Das Abenteuer Verbandsliga, der höchsten thüringer Spielklasse, startete für die Eisenacherinnen gleich beim ambitionierten Regionalligaabsteiger SG Gera.
Erschwerend kam hinzu, dass mit Flügelflitzerin Sina Radloff und Mannschaftskapitänin Katharina Berndt zwei wichtige Stammspielerinnen krankheitsbedingt kurzfristig fehlten.

Mit dem langfristigen Ausfall von Marion Pöhlmann und den nur sporadischen Einsätzen von Sabrina Willner hatte man sich ja schon vorher bei den Eisenacherinnen arrangieren müssen.

Die Eintrachtmädels gingen engagiert ins Spiel, konnten dabei jedoch den Respekt vor dem übermächtig erscheinenden Gegner nie richtig ablegen.
Nach einem ordentlichen Beginn mussten sie rasch erste Unterschiede zur Vorsaison anerkennen – konnte man im Vorjahr den einen oder anderen Patzer noch ausbügeln, wurden eigene Fehler nun gnadenlos ausgenutzt. So auch in der 8. Min.
Nach einem Eckball der Geraerinnen konnte der Ball trotz mehrfacher Abwehrversuche nicht entscheidend geklärt werden, sodass er nach einem satten Schuss von der Strafraumgrenze zum ersten Mal im Eisenacher Tor einschlug.
Das 1:0 lähmte die Bemühungen der Gäste. Zögern und Ungenauigkeiten im Mittelfeld nutzen die Geraerinnen sofort zu ihrem Gunsten. Nur eine Minute nach der Führung gelang ihnen der Ballgewinn nahe der Mittellinie und sofort ging es Richtung Eisenacher Gehäuse, um in der 9. Min. auf 2:0 zu erhöhen.
In der 11. Min. kam es noch schlimmer – wieder wirkten die Gastgeberinnen frischer, schalteten schneller um und markierten das 3:0.
Nach diesem Zwischenspurt der Geraerinnen fingen sich die Eintrachtmädels wieder und versuchten selbst auch offensiv einige Akzente zu setzen, insgesamt blieben sie jedoch zu ehrfürchtig.
So auch in der 29. Min., als Torfrau Christiane Lautenschläger sich zum vierten Mal geschlagen geben musste.
Zwei Minuten später folgte der erste Lichtblick für die Eintracht. Marijana Busch, die einzige Spielerin mit Verbandsligaerfahrung, dribbelte sich zur Grundlinie durch und legte für die mitgelaufene Carolin Werner auf, die aus 6 Metern einschob.
Die Freude wehrte nur kurz, denn mit einem Doppelschlag (34./35.min), erhöhten die Gastgeberinnen auf 6:1. So ging es auch in die Halbzeitpause.

Für die zweiten 45 Minuten kam Desiree Pohl für Abwehrspielerin Anja Waßmann. Sie sollte vorne mithelfen, die SG Gera früher unter Druck zu setzen und so deren Spielfluss zu hemmen. Diese Maßnahme funktionierte zunächst gut.
Die Geraerinnen kamen nicht mehr so häufig zu Möglichkeiten und selbst wurde man mutiger.
In der 51. Min. prüfte Marijana Busch die Keeperin, die jedoch noch zur Ecke klären konnte.
In der 65. Min. zog Carolin Werner gefährlich vom 16er ab.

Gute Ansätze waren erkennbar, doch mit der 71. Min., in der das 7:1 fiel, schienen die Eisenacherinnen alle Kraft und Konzentration verloren zu haben. Die Gäste ergaben sich ihrem Schicksal und kassierten zwischen der 74. und 79. Min. weitere vier Treffer.
Ein letztes kurzes Aufbäumen gab es in der Schlussminute, als Marijana Busch, nach Steilpass von Clara Stenzel, mehrere Gegenspielerinnen stehen und den zweiten Treffer für die Eintracht erzielte.
Das die Trauben hoch hängen, wusste an vorher, wie hoch wurde beim Endstand von 11:2 deutlich.
Nun gilt es an den mehrfach aufgedeckten Schwachstellen zu arbeiten, um in Zukunft den einen oder anderen Gegner in Bedrängnis bringen zu können.

Aufstellung: Lautenschläger – Brückmann, Hofmeister, A. Burkhardt, Waßmann (46.min / Pohl), Klein, Stenzel, Keßler (74.min / Amthor), M.Radloff, Werner, Busch

Werbung
Top