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Bildquelle: Iris Bilek
Alex Saul beim Test in Coburg ein ständiger Gefahrenherd für die Franken

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Alex Saul beim Test in Coburg ein ständiger Gefahrenherd für die Franken

Eisenach unterliegt im Testspiel hauchdünn in Coburg

„Wir müssen noch lernen, uns zu belohnen.“

ThSV Eisenach unterliegt nach ansprechender Leistung beim HSC Coburg hauchdünn mit 30:31 (16:17)/ Alexander Saul markiert 9 Treffer

Im Rahmen eines Trainingslagers in Bad Staffelstein bestritt der ThSV Eisenach ein Testspiel beim künftigen Punktspielkontrahenten HSC Coburg. Die Wartburgstädter unterlagen dem gastgebenden Spitzenteam der 2. Liga hauchdünn mit 30:31 (16:17). Über 500 Zuschauer erfreuten sich an einem abwechslungsreichen Spiel.

Bestnoten bei diesem offenen Schlagabtausch verdienten sich auf Seiten des ThSV Eisenach der gerade das 20. Lebensjahr vollendende Keeper Marius Noack, der binnen 48 Minuten 12 Bälle meisterte und das Torhüterduell mit den drei Coburger Schlussleuten deutlich für sich entschied. Linkshänder Alexander Saul gefiel mit Einsatz und Treffsicherheit aus dem rechten Rückraum. Er versenkte 9 Bälle. Yoav Lumbroso, der kleine israelische Nationalspieler, besetzte fast über die gesamte Distanz die Regieposition, versenkte selbst 5 Bälle  und fand im Notizbuch von Coach Sead Hasanefendic positive Einträge. Um der eigenen Deckung  mehr Biss zu verleihen, hatte Eisenachs Trainer seinen Neuzugang Ivan Snajder mit der Rolle der vorgezogenen Spitze in einer 5:1-Abwehrvariante betraut. Diese Maßnahme fruchtete, nach  einem 10:14-Rückstand (20.) gelang unmittelbar nach dem Seitenwechsel durch Ante Tokic der Treffer zum 17:17-Ausgleich. Mit einstudierten Spielzügen zu den Außenpositionen, dabei von der individuellen Klasse ihres Top-Torjägers Florian Billek auf Rechtsaußen profitierend, lagen die Hausherren im zweiten Abschnitt zumeist knapp vorn (21:19), doch die Eisenacher blieben dran, trafen durch Ivan Snajder zum 22:22 (41.), egalisierten  auch das 25:22 der Hausherren (46.) durch einen Justin-Mürköster-Treffer zum 30:30 (56.). Durch einen Technikfehler stoppten die Eisenacher einen Angriffszug zum möglichen Führungstreffer selbst, waren kurz darauf in der Abwehr zu unachtsam und zu passiv, der HSC Coburg traf durch den 20-jährigen Marcel Timm zum 31:30 (30.).  Willy Weyhrauch brachte den letzten Eisenacher Ball nicht unter. Vertan die Chance zum Remis.

ThSV-Coach Hasenefendic: Wir haben eine gute Moral gezeigt

Nach der Partie zeigten sich allen Seiten zufrieden. „Wir sind im Trainingslager, wo wir gute Bedingungen vorfanden,  ein Stück voran gekommen. Was das Testspiel betrifft, wir haben uns nicht belohnt. Das müssen wir noch lernen“, fasste Rene Witte, Geschäftsführer und Manager des ThSV Eisenach, seine Eindrücke zusammen. „Wir bestritten die Partie aus dem vollen Trainingsprogramm. Das sollte in der Beurteilung mit beachtet werden. Wir haben eine gute Moral gezeigt, Rückstände immer wieder egalisiert. Geht unser letzter Wurf rein, endet die Partie Remis. Durch die Abwehrarbeit der Hausherren unterliefen uns noch zu viele technische Fehler. Daran werden wir arbeiten. Aber auch bei unserer Abwehrarbeit müssen wir zulegen“, konstatierte ThSV-Coach Sead Hasanefendic. Sein Kollege Jan Gorr, mit seinem Team in der Vorsaison lange aussichtsreich im Aufstiegsrennen, fasste das Testspiel folgendermaßen zusammen: „Ein richtig guter Test für uns. Der Ausgang war bis zur letzten Sekunde offen. Es war zu sehen, unserer Abwehr fehlt nach dem Verlust des Innenblocks noch die Stabilität. Da müssen mehr Aggressivität und Bewegung rein.“ Da der Rückraum-Rechte Jacob Schnauer verletzungsbedingt länger ausfällt, rückt der Ex-Eisenacher Girts Lilienfelds wieder in den Kader der ersten Mannschaft. „Ja, ich bin wieder dabei“, lachte der inzwischen 36-jährige Linkshänder, von 2008 bis 2015 im Trikot des ThSV Eisenach),  der gerade eine berufliche Ausbildung begonnen hat. „Mit seiner Erfahrung wird er uns helfen“, ist sich Jan Gorr sicher. Es gelte nun bei Girts Lilienfelds, die berufliche Ausbildung und den Leistungssport in Einklang zu bringen. „Wir möchten uns wie in der Vorsaison im vorderen Tabellenbereich tummeln“, richtet Jan Gorr, seit 2013 auf der Trainerbank des HSC Coburg, den Blick nach vorn. Aufgrund von Steuerrückzahlungen von vor 10 Jahren musste finanziell abgespeckt werden.

Zu einer kleinen Saisoneröffnungsfeier mit den eigenen Fans lädt der ThSV Eisenach am Samstag, 10.08.2019 um 15.00 Uhr in die Werner-Aßmann-Halle ein. Während eines öffentlichen Trainings wird Rene Witte, Geschäftsführer und Manager, Erläuterungen zu den einzelnen Spielern geben. Im Anschluss ist eine Talkrunde im Foyer vorgesehen, die Spieler präsentieren sich hautnah. Gekühlte Getränke und leckere Bratwürste können erworben werden. Der Eintritt ist frei.

Im Rahmen des traditionellen Tages des Handballs in Mühlhausen trifft der ThSV Eisenach am Mittwoch, 14.08.2019 um 18.00 Uhr in der Sporthalle der Beruflichen Schulen auf Thüringenligist VfB Mühlhausen. Im Anschluss sind die Erstbundesliga-Frauen des THC in einem Freundschaftsspiel zu sehen.

 

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Der kleine Yoav Lumbroso ist einmal mehr dabei, die Abwehr des HSC Coburg zu narren

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Justin Mürköster beim Torwurf vom Kreis

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Der junge ThSV-Keeper Marius Noack gefiel mit insgesamt 12 erfolgreichen Paraden

Statistik: HSC Coburg – THSV Eisenach 31:30 (17:16)

HSC Coburg: Kulhanek, Apfel, Poltrum; Preller (1), Jaeger (3), Weber, Billek (9/3), Timm (1), Zettermann (1), Lilienfelds, Varvne (4), Zeman (4), Schröder (6), Neuhold (1)

ThSV Eisenach: Karic, Noack; Iffert, Vollar, Kikanovic (2), Wöhler (3), Potisk, Ulshöfer (1), Miljak, Tokic (3), Richardt, Mürköster (2), Obranovic, Lumbroso (5), Snajder (3), Racic, Weyhrauch (2), Saul (9/3)

Siebenmeter: HSC Coburg 3/3 – ThSV Eisenach 4/3

Zeitstrafen: HSC Coburg 2 x3 Min. – ThSV Eisenach 3 x 2 Min.

Zuschauer: 500 in der HUK-Coburg Arena

Steffen E. | | Quelle:

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