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Eisenacher Handballer in der Langlaufloipe

Mit Bilderbuch-Winterwetter wartet Thüringen in diesen Tagen auf: Weiße Schneepracht, blauer Himmel und Sonne. Handballerstbundesligist ThSV Eisenach nutzt das aus. Cheftrainer Peter Rost hat nach einer 10-tägigen Pause seine «Schäfchen» wieder beisammen. Seit Dienstag bereiten sich die Wartburgstädter auf die Fortsetzung der Punktspiele vor. Derzeit steht allgemeines Training (Ausdauer, Maximalkraft) im Mittelpunkt. Und da verbinden die Eisenacher das Nützliche mit dem Vergnüglichen.

«Training an der frischen Luft» ist angesagt. Am Freitag weilten sie beispielsweise im thüringischen Wintersportmekka Oberhof. Zunächst waren die Reuter, Just, Wöhler & Co. selbst in der Langlaufloipe, im Anschluss verfolgten sie begeistert den Biathlon-Weltcup als Zuschauer. Ausdauer und Kraft soll ausreichend getankt werden, um die «restlichen» 16 Punktspiele im Handballoberhaus erfolgreich zu absolvieren, um den deutlichen Aufwärtstrend mit der neu formierten jungen Mannschaft fortzusetzen. Ohne «Festtagsspeck» hatten sich die ThSV-Mannen wieder getroffen. Neue Gesichter gab und wird es derzeit nicht geben. Das Finanzbudget ist begrenzt. Hasardspiele wird es weiterhin nicht in Eisenach geben; auch wenn sich Peter Rost besonders für die rechte Seite noch eine Verstärkung gewünscht hätte.
Stephan Just, der Top-Shooter der 1. Bundesliga, absolvierte mit der deutschen B-Nationalmannschaft in Balingen ein internationales Turnier, wo er seine Vollstreckerqualitäten unter Beweis stellte. Den Sprung in Heiner Brands EM-Team schaffte er nicht. Die Kreisposition ist da bereits mit routinierten Spielern (Schwarzer) besetzt. Doch dem 22-jährigen Eisenacher Eigengewächs dürften noch alle Handballtüren offen stehen.

Die zu Auswahlaufgaben weilenden Preben Vildalen und Jonny Jensen, beide Wikinger bestreiten mit der norwegischen Auswahl WM-Qualifikationsspiele (Start mit einem 27:13 über Rumänien in Sandefjord), werden jedoch erst Ende Januar wieder unterhalb der Wartburg eintreffen. Die Top-Leistungen von Schlussmann Dragan Jerkovic haben sich auch in dessen Heimat herumgesprochen. Derzeit befindet sich der junge Keeper zu einem Lehrgang der kroatischen Auswahl, liebäugelt noch mit einem EM-Ticket. Die Entscheidung soll Mitte der nächsten Woche fallen.

Planmäßig verlaufen die Reha-Maßnahmen bei Rechtsaußen Stephane Joulin. Der gerade 31 Lenze gewordene Franzose, an den Folgen des Bruches der Kniescheibe laborierend, ist heiß auf die Rückkehr zur Mannschaft. Ende Januar/Anfang Februar möchte der Publikumsliebling wieder ins Mannschaftstraining einsteigen. Wann er wieder auflaufen wird, entscheidet sich erst nach den körperlichen Belastungen.

Oliver Behling musste sich einer Knieoperation unterziehen und fällt damit die nächsten Wochen für den Trainings- und Wettkampfbetrieb aus.

Alle anderen sind an Deck. ThSV-Trainer Peter Rost fasst während der EM-bedingten Punkspielpause auch ins Auge, zu einzelnen Trainingseinheiten aus dem Jugendprojekt des Vereins den einen oder anderen Youngster (Timme, Heinemann, Ahrens) heranzuziehen.

Während der anvisierten Testspiele (am 13.01.2002 um 17.00 Uhr beim Zweitligisten HSG Gensungen/Felsberg, am 16.01.2002 um 20.00 Uhr in Eisenach gegen die Nationalmannschaft vom Kuwait, am 25./26.01.2002 Vorbereitungsturnier in Göppingen mit Gastgeber FrischAuf, Wallau-Massenheim und Zweitliga-Tabellenführer TSG Friesenheim) sollen zudem Akteure, die zuletzt nicht so viele Einsatzzeiten hatten, wie der junge Rechtsaußen Ronny Göhl und Kreisspieler Till Bitterlich, sich für Kommendes neu empfehlen.

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