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Eisenacher Rettungsschwimmer im Einsatz

Die schönste Zeit des Jahres, ist so gut wie vorbei und der Ernst des Lebens hat wieder begonnen. Auch 2019 verbrachten viele Eisenacher Rettungsschwimmer ihre arbeits-, schul- und vorlesungsfreie Zeit nicht träge am Strand, sondern im Einsatz in Freibädern und an den Küsten von Nord- und Ostsee.

Damit sind sie nicht allein. Rund 47.000 Rettungsschwimmer der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) wachen jährlich mehr als drei Millionen Stunden über die Sicherheit von Badegästen und Wassersportlern. Im vergangenen Jahr haben sie über 970 Menschen das Leben gerettet!

Gesa Schumann verbrachte einen Großteil ihrer vorlesungsfreien Zeit in Wilhelmshaven an der Nordsee. Hier bilden Ebbe und Flut eine besondere Herausforderung für die Rettungsschwimmer. Erfreulicherweise beschränkten sich ihre Einsätze meist auf die Versorgung von kleineren Schnittwunden.

Davon gab es auch in diesem Jahr wieder einige, aber zum Glück blieb mir eine weitere Lebensrettung erspart, sagt die junge Frau erleichtert.

Im letzten Jahr hätten zwei Jungs im Alter von 9 und 11 Jahren ihre Selbstüberschätzung beinahe mit dem Leben bezahlt. Gesa Schumann erreichte die beiden gerade noch rechtzeitig, um sie durch hohen Wellengang und eine starke Strömung mit einem Rettungsbrett an Land zu begleiten.

Aber die Eisenacher sind nicht nur an den Küsten aktiv. Jan Erik Lewandowski war als Rettungsschwimmer in Thal im Einsatz. Das Hauptaugenmerk galt hier der Prävention, um Gefahrensituationen gar nicht erst entstehen zu lassen.

Glücklicherweise gab es keine besonderen Vorkommnisse, so der junge Mann. Alle Badegäste haben sich besonnen verhalten. Besonders bei großen Temperaturunterschieden zwischen Luft und Wasser ist es wichtig, den Körper langsam an die Kälte zu gewöhnen, da sonst Kreislaufprobleme auftreten können.

In Graal-Müritz waren Tabea Rösing und Lena Zachen als Wachgänger tätig. In regelmäßigen Touren am Strand entlang, galt es vor allem Präsenz zu zeigen und den Urlaubern als kompetente Ansprechpartner in allen Fragen rund um die Wassersicherheit zu dienen. Ihren größten Wassereinsatz hatten die Eisenacherinnen bei einer simulierten Buhnenrettung.

An diesen Wellenbrechern treten oft, auch bei anscheinend ruhiger See, unberechenbare Strömungen auf. Schwimmer, die sich leichtsinnig solchen Bauwerken nähern, können schnell in die Tiefe gezogen werden, stellt Tabea Rösing fest.

Da hier auch Rettungsschwimmer in Gefahr geraten können, werden Einsätze im Buhnenbereich regelmäßig trainiert.

Über die DLRG: Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft e.V. (DLRG) ist mit rund 1.800.000 Mitgliedern und Förderern die größte freiwillige Wasserrettungsorganisation der Welt. Auch in Eisenach werden die Schwimm- und Rettungsschwimmausbildungen ausschließlich von ehrenamtlichen Ausbildern geleitet. Infos und Spendenmöglichkeit unter: https://eisenach.dlrg.de/

Andrea T. | | Quelle:

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