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Eisenacher Rettungsschwimmer im Einsatz an der Küste

Bildquelle: © DLRG Eisenach
Gesa Schumann im Einsatz in Wilhelmshaven.

Die Mehrheit der Deutschen stellte sich diesen Sommer die Frage, wo sie denn trotz des grassierenden Corona-Virus ihren Jahresurlaub verbringen sollten.

Für die Rettungsschwimmer der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) war die Antwort einfach. Wie jedes Jahr verbrachten sie den Großteil ihrer Freizeit im Wasserrettungsdienst an Deutschlands Küsten. Jedes Jahr kommen so etwa 3 Millionen Einsatzstunden zusammen. Wie wichtig dieser Einsatz ist, zeigt die aktuelle Sommerbilanz der DLRG. In den ersten acht Monaten des Jahres 2020 ertranken in deutschen Gewässern mindestens 329 Menschen. Im August gab so viele Opfer wie seit 17 Jahren nicht.

Auch in diesem Sommer sorgten Eisenacher Rettungsschwimmerinnen für einen ungetrübten Badespaß an den Stränden von Nord- und Ostsee. Selina Urbach gehört in Burg auf der Insel Fehmarn fast zum Inventar. Die Krankenschwester sagt über ihren Einsatz:

Dieses Jahr gab es zum Glück keine größeren Vorfälle. Corona war natürlich ein Thema. So durften Badegäste nicht in die Wache. Kleinere Verletzungen wurden vor dem Gebäude mit Mundschutz und Handschuhen versorgt.

Bildquelle: © DLRG Eisenach
Selina Urbach (links) auf einem Rescuerunner, einem speziell für den Wasserrettungsdienst entwickeltem Jet-Ski.

Auch für Gesa Schumann sind ihre Wacheinsätze in Wilhelmshaven bereits Routine.

Mittlerweile habe ich ein gutes Bauchgefühl entwickelt, sagt die Studentin über ihre Zeit an der Nordseeküste. Bei entsprechendem Wind und Wellengang gehe ich immer mit Gurtretter in die Todeszone. So nennen wir die Gegend direkt vor dem Hafen, an dem die Unterströmungen sehr gefährlich werden können. Und tatsächlich wurden einige Schwimmer in die kritische Zone gezogen, denen wir beim Zurückschwimmen Hilfestellung geben mussten. Ich bin überzeugt, dass wir allein durch unsere Anwesenheit an diesem Tag Schlimmeres verhindert haben.

Die beiden jungen Frauen stehen beispielhaft für die rund 47.000 Rettungsschwimmer*innen der DLRG, die im vergangenen Jahr 950 Menschen vor dem Ertrinken retteten.

Bildquelle: © DLRG Eisenach
Gesa Schumann im Einsatz in Wilhelmshaven.

Über die DLRG: Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft e.V. (DLRG) ist mit rund 1.600.000 Mitgliedern und Förderern die größte freiwillige Wasserrettungsorganisation der Welt. Auch in Eisenach werden die Schwimm- und Rettungsschwimmausbildungen ausschließlich von ehrenamtlichen Ausbildern geleitet. Infos und Spendenmöglichkeit unter: https://eisenach.dlrg.de/

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