Eisenacher Rettungssport-Urgestein Jürgen Büchner hat es noch immer drauf!

Bildquelle: Steffen Schulze/ DLRG Eisenach – Das Eisenacher Rettungssportteam in Schwerte.
Traditionell im Frühjahr treffen die besten erfahrenen Rettungssportler und Rettungssportlerinnen der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) aufeinander, um ihre Meister zu küren. Die Bezeichnung „Seniorenmeisterschaften“ darf dabei nicht über das extrem hohe Leistungsniveau der Veranstaltung hinwegtäuschen. Vom 01. bis 02. Mai bewiesen die 900 Teilnehmenden in Schwerte, dass sie noch lange nicht zum alten Eisen gehören.
„Die Deutschen Seniorenmeisterschaften gehören seit vielen Jahren zu den Höhepunkten im Rettungssport der DLRG. Viele der Athletinnen und Athleten engagieren sich seit Jahrzehnten für die Wasserrettung. Sie bilden Nachwuchs aus oder sind selbst regelmäßig im Einsatz. Dass sie neben diesem Engagement auch im Wettkampf ihr Können zeigen, verdient großen Respekt“, sagt Ute Voigt, die Präsidentin der DLRG.

Das Eisenacher Rettungssport-Urgestein Jürgen Büchner ist einer der Sportler, der den angesprochenen Respekt verdient. Der amtierende Deutsche Vize-Meister der Altersklasse 85 brannte darauf, erneut das Podest der höchsten nationalen Meisterschaft im Rettungsschwimmen zu besteigen.
„Dass Hans Full aus Buchholz mein härtester Konkurrent sein würde, wusste ich schon im Vorfeld“, sagt Jürgen Büchner. „Über die vielen Jahre hinweg verbindet uns eine sportliche Freundschaft.“
Und auch in diesem Jahr war Hans Full nicht zu stoppen. Aber Jürgen Büchner blieb immer nah an ihm dran. Rettungssport ist ein Mehrkampf. Nur wer in drei Disziplinen Höchstleistungen bringt und sich keine technischen Fehler erlaubt, kann um den Meistertitel mitschwimmen. Und dies gelang Jürgen Büchner eindrucksvoll. Am Ende konnte er sich erneut über den Vizemeistertitel freuen.
„Obwohl es bereits meine sechste Silbermedaille ist, bin ich sehr zufrieden. Auch mit meinen geschwommenen Zeiten“, freut sich der Eisenacher über seinen Erfolg. „In der Disziplin 50m kombiniertes Schwimmen war ich mit der kuriosen Zeit von 1:00,00 Minuten drei Sekunden schneller als letztes Jahr. Damit habe ich nicht gerechnet.“

Bei den Mannschaftswettkämpfen am zweiten Tag werden die Lebensalter der vier Staffelschwimmer zur Startklasse aufaddiert. In der AK280 muss das Durchschnittsalter der Rettungssportler somit bei 70 Jahren liegen! In dieser Altersklasse gingen die Eisenacher Jürgen Büchner, Reinhard Rose, Andreas Richter und Markus Sojak an den Start. Auch das Viererteam schlug sich hervorragend, verlor das Podest nie aus den Augen, musste sich am Ende aufgrund von Strafpunkten mit Rang 7 zufriedengeben. Im Wettkampf führen technische Fehler nur zu Punktabzügen. In einem Ernstfall geht es beim Rettungsschwimmen um Menschenleben. Daher schauen die Kampfrichter sehr genau hin!
Auch für die Männer der AK200 (Peter Urbach, Sven Heiden, Martin Schäfer, Kerstin Becker und Steffen Schulze) lohnte sich das anspruchsvolle Training im Vorfeld. Sie blieben in den hochtechnischen Staffeldisziplinen fehlerfrei und platzierten sich im Mittelfeld.
Die Ergebnisse zeigen den sehr guten Leistungsstand der Rettungssportlerinnen und Rettungssportler der Wartburgstadt und dient als Ansporn für die nächste Wettkampfsaison.