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Eisenachs Coach vor dem Heimspiel gegen Hüttenberg

Bildquelle: sportfotoseisenach
ThSV-Coach Markus Krauthoff-Murfuni gibt Kreisspieler Kristian Beciri neue Hinweise

Vor dem thüringisch-hessischen Nachbarschaftsvergleich zwischen dem ThSV Eisenach und dem TV Hüttenberg am Samstag, 31.10.2020 um 19.30 Uhr in der Eisenacher Werner-Aßmann-Halle

 „Auch wir wollen unseren positiven Entwicklungsprozess fortsetzen“
Auszeit mit Markus Krauthoff-Murfuni, Coach des ThSV Eisenach
In der 2. Handballbundesliga der Männer empfängt der ThSV Eisenach zum thüringisch-hessischen Nachbarschaftsvergleich am Samstag, 31.10.2020 um 19.30 Uhr den TV Hüttenberg.

Zur Lage in Handball-Eisenach, nach der Dramatik des 30:29-Erfolges über die HSG Konstanz und die Aufarbeitung der Partie, der Absage des Traditionsderbys beim EHV Aue und der Vorbereitung für das anstehende Punktspiel sprachen wir mit Markus Krauthoff-Murfuni, dem Coach der Wartburgstädter:

Freud und Leid lagen in der Schlussphase der Partie zwischen dem ThSV Eisenach und der HSG Konstanz ganz eng beieinander. Statt des Spatzes in der Hand wollten Sie die Taube auf dem Dach, gingen beim Stand von 29:29 und noch 35 Sekunden Spielzeit ein hohes Risiko, nahmen ihren Torhüter für einen zusätzlichen Feldspieler vom Parkett. Ein Ballverlust hätte zur Niederlage führen können. War das Ihnen bewusst?
Während des letzten Timeout habe ich in ratlose Gesichter geblickt. Ich wollte von den Spielern wissen, welchen Vorschlag sie für die letzten Sekunden haben. Ich bekam keine Antwort. Schließlich berief ich mich auf meine Aussage vor dem Spiel, forderte Mut von meinen Spielern. Ich entschied mich für die mutige Variante. Wir haben daran geglaubt und haben uns belohnt. In diesem Zusammenhang darf ich auch unsere Anhänger in der Halle bitten, positiv zu denken, dass wir es packen. Im Teamwork, im Miteinander zwischen Zuschauern und Mannschaft, werden wir die meisten Situationen, so wie gegen Konstanz, erfolgreich lösen können.

Der Sieg verschleiert aber nicht das fehlerhafte Agieren Ihres Teams. Woran muss insbesondere gearbeitet werden?
Wir wollten als Team eine Reaktion auf die empfindliche Niederlage in Lübeck zeigen. Das ist uns in den ersten 10 Minuten nicht gelungen. Fehlender Mut und Unsicherheit paarten sich. Aber auch an diesem Abend hatten wir 60 Minuten Zeit, um die Partie für uns zu entscheiden. Das sage ich meiner Mannschaft immer wieder. Am Montag dieser Woche haben wir uns zusammengesetzt, per Video das Spiel analysiert, um aus unseren Fehlern zu lernen. Mit Bedacht habe ich auf Fehler und Unkonzentriertheiten hingewiesen. Nichts destotrotz mache ich meinem Team ein Kompliment, dass es die Partie noch auf unsere Seite gezogen hat. Beim Abpfiff war deutlich zu spüren, welche Last von der gesamten Mannschaft gefallen ist.

Sehen Sie sich mit 4:4 Punkten im Soll?
Mit Abstrichen beim Auswärtsspiel in Lübeck sowie der allgegenwärtigen Corona-Situation können wir mit diesem Zwischenstrand sehr gut leben.

Am vergangenen Wochenende, mit dem Ausfall des Traditionsderbys im Erzgebirge, war der ThSV Eisenach erstmals von einer Spielverlegung betroffen. Wie gehen Sie damit um?
Nach der Partie gegen die HSG Konstanz haben wir die Trainingsintensität zunächst hochgefahren. Durch die Absage des Punktspieles in Aue konnten wir ein freies Wochenende genießen. Die Jungs konnten „den Kopf lüften“. Generell kümmern wir uns um Dinge, die wir beeinflussen können. Spielverlegungen gehören zu jenen Sachen, die wir hinnehmen müssen. Unser Team setzt bestmöglichst die Hygieneregeln um. Intern und am Spieltag.

Der nächste Spieltag hält den thüringisch-hessischen Nachbarschaftsvergleich zwischen dem ThSV Eisenach und dem TV Hüttenberg bereit. Die Hessen wollen nach dem ersten Punktgewinn (33:33 gegen den HC Elbflorenz) ihren positiven Prozess fortsetzen. Wie sehen Sie die Aufgabe?
Die Mittelhessen haben zuletzt zwei starke Leistungen abgeliefert. Beim VfL Gummersbach gab sich der TV Hüttenberg nach packendem Fight nur hauchdünn mit 29:30 geschlagen. Dem verlustpunktfrei angereisten Team des HC Elbflorenz wurde durch das Remis der erste Punkt abgeknöpft. Das sollte bei uns die Alarmglocken schrillen lassen! Auch wenn ein Tomas Sklenak uns das Leben nicht mehr schwer machen kann, der TV Hüttenberg hat viele sehr gute Spieler in seinen Reihen, die wir auf dem Schirm haben müssen. Auf uns wartet eine erfahrene und auf den Beinen sehr bewegliche Mannschaft. Aber auch wir wollen unseren positiven Entwicklungsprozess fortsetzen.

Wie sieht es personell aus? Welches Aufgebot steht wahrscheinlich zur Verfügung?
Wir versuchen, personell alles an Bord zu haben. Ein Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von Daniel Dicker.    

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