Eisenachs Stephan Seitz im vorläufigen DHB-Kader für die EM 2026
Der europäische Handball-Dachverband EHF hat nun den erweiterten EM-Kader Deutschlands veröffentlicht. Auf der 35er-Liste steht auch Rückraumspieler Stephan Seitz vom ThSV Eisenach. Dessen gute Leistungen in einem allen Unkenrufen zum Trotz mit 11 Pluszählern Platz 13 in der DAIKIN-Handballbundesliga belegenden ThSV Eisenach sind auch Auswahltrainer Alfred Gislason nicht verborgen geblieben. Die Leistungskurve des Linkshänders im rechten Rückraum, im Sommer vom SC DHfK Leipzig ins Thüringische gekommen, zeigt deutlich nach oben. Bisher markierte er 38 Treffer.
Neben zahlreichen Stammkräften wie Kapitän Johannes Golla (SG Flensburg-Handewitt), Torhüter Andreas Wolff (THW Kiel) oder Spielmacher Juri Knorr (Aalborg Handbold/DEN) sind wie üblich auch ein paar Überraschungen auf dieser Liste zu finden: Neben dem eigentlich bereits zurückgetretenen Kai Häfner (TVB Stuttgart) sind da z.B. Torhüter Malte Semisch (GWD Minden) sowie die Rückraumspieler Stephan Seitz (ThSV Eisenach) und Moritz Sauter (Handball Sport Verein Hamburg) zu nennen.
„Ein 35er-Kader muss für uns wie eine gute Versicherung funktionieren. Deshalb geht es darum, auch Spieler aufzubieten, die mit ihrer Erfahrung sehr kurzfristig helfen könnten“, erklärt Nationalmannschaftsmanager Benjamin Chatton. Das beste Beispiel hierfür sei Häfner, so der DHB. Für den „personellen Notfall“ habe der 36-Jährige noch einmal seine Bereitschaft erklärt, der Nationalmannschaft zu helfen.
DHB-Sportvorstand Ingo Meckes sagt: „Die kommende EURO stellt uns die härtesten Aufgaben. Um die erfolgreich zu lösen, brauchen wir eine hohe Qualität – und die haben wir im 35er-Kader. Die Gesamtstruktur ist eine Basis sowohl für die kommende Europameisterschaft als auch für die Heim-Weltmeisterschaft 2027.“
So läuft die Kader-Nominierung
Nur aus dieser 35er-Auswahl kann Gislason seinen finalen Kader für die Handball-EM 2026 (15. Januar bis 1. Februar 2026 in Dänemark, Schweden und Norwegen) nominieren. Formal wird erst am 14. Januar beim sogenannten „Technical Meeting“ im Vorrunden-Spielort Herning festgelegt, mit welchen Männern es tatsächlich ins Turnier geht. Der DHB kann bis zu 18 Spieler melden, aus denen für die jeweiligen Partien am Spieltag 16 ausgewählt werden müssen. Während der EM sind insgesamt sechs Wechsel möglich – jeweils zwei während der Vor-, Haupt- und Finalrunde.
Deutschland trifft in der Vorrunde auf Österreich, Spanien und Serbien. Das DHB-Team wird sämtliche EM-Spiele im dänischen Herning bestreiten.
