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Erfolgreiche Truck-Trial-Premiere

Erstmals wurde in der Wartburgstadt ein Lauf zur Deutschen Truck-Trial-Meisterschaft (DTTM) ausgetragen. Es war der 7. Lauf in der DTTM und gleichzeitig das Finale. Und diese Konstellation versprach spannende Wettkämpfe. 29 Teams gingen an den Start.
Aufgebaut wurden vom Team, um den sportlichen Leiter Jörg Schumann, 26 Sektionen. Diese mussten die Teilnehmer am Samstag und Sonntag meistern. In Eisenach fuhren die LKW in vier Klassen. Am stärksten war die Klasse S 3 besetzt. Hauptsächlich waren hier IFA W50 sowie zwei L 60, zwei GAZ sowie ein Magirus-Iveco unterwegs. In der der Klasse S 5 meisterten Tatra 813 und ein Mercedes 3553 den Tanz durch die Stangen.
Geschicklichkeit war gefragt, ein gutes Gefühl am Gaspedal und viel Augenmaß. Eigentlich sah das Gelände am Moseberg recht «harmlos» aus. Doch weit gefehlt. Schon am ersten Tag kippten die LKW in den kleinen Klassen oft um und beim Europa- und Deutsche Meister Rolf Kempf (Unimog/Vechta) versagte nach der zweiten Sektion der Antrieb. Zum Bergen kam ein Bagger zum Einsatz.
In den Sektionen waren die Sportkommissare sowie deren Helfer aktiv. Sie notierten die Berührungen und das Abbrechen der Stangen (Tordurchfahrten), die Richtungswechsel. Für jede Sektion hatte man 14 Minuten Zeit. Die Fahrzeuge sind seriennah, nicht getunt, lediglich für den Trialsport angepasst. Sie verfügen über eine Sicherheitsausstattung (Überrollkäfig, Sicherheitssitze und Hosenträgergurte, 12 kg Löschmittel, Bergeösen), Helme sind Pflicht. Vor jeden Wettbewerb erfolgt die Sicherheitsabnahme. Die Konturen als LKW müssen sichtbar sein.
Aus Thüringen nahmen zehn Teams an der DTTM 2005 teil und mit Gaststarter Udo Heidenreich (Mercedes/Coburg) nahm der neuen Europameister der S 5 teil.
In der Klasse S 4, mit Ural und Sil, gewannen die Thüringer Jan Borzym, Marco Seidl und Jens Fittkau (Ural 375D/Crossen-Thüringen) die Meisterschaft.
Das Team Harth mit Robby Hager, Lars Hiller und Toni Meißner (Tatra 813/Niederpöllnitz-Thüringen) schafften dies in der Klasse S 5. Auf dem 2. Platz kamen die Thüringer vom Truck-Team Weidatal (Rene Steinbach, Mario Lorbeer und Jaqueline König).

Für die Fahrer war Eisenach besonders attraktiv, konnten sie ihren Sport doch einmal einer größeren Anzahl von Zuschauern vorstellen. Immerhin waren in Eisenach, nach Aussagen der Teilnehmer, mit die meisten Zuschauer der Meisterschaft zu verzeichnen.

Ergebnisse:
S 1
1. AKZ das Truck Trial Team (Vechta) – Unimog 403 (Rolf Kempf, Steffen Küster, Jens Rellecke)
2. Truck-Trial-Team Bühler (Sindelfingen) – Unimog 406 (Udo-Martin Bühler, Paul Schäfer)
3. Truck Trial Team OWL (Lage) – Unimog 404.S (Günter Kaiser, Markus Hey)

S 3
1. IFA W 50 Team Zwickau – W 50 LA/A (Siegfried Gerber, Torsten Baum, Nicol Hennig)
2. IFA W 50 Team Zwickau – W 50 LA/A (Kay und Till Bräutigam, Steffen Hoffmann)
3. Rhino Team (Bruttig) – Magirus-Iveco (Dieter Wollenberg, Lutz Hechler, Michael Bender)

S 4
1. Team Borzym Crossen – Ural 375D (Jan Borzym, Marco Seidl, Jens Fittkau)
2. Truck Trial Team Lindemann Ilmenau – Ural 4320 (Maik Lindemann, Simone Eckardt, Petra Rinneberg)
3. Rensteig TTT Schmiedefeld – Ural 375D (Mario Möller, Oliver Langendorf, Jan Bolz)

S 5
1. Team Harth Niederpöllnitz – Tatra 813 8×8 (Robby Hager, Lars Hiller, Toni Meißner)
2. Truck Team Weidatal Weida – Tatra 813 8×8 (Rene Steinbach, Mario Lorbeer, Jaqueline König)
3. Truck Trial Team Oberharz Benneckenstein – Tatra 813 8×8 (Marcel Hartung, Frank Goldhammer)

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