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Fynn Hangstein trifft schon wieder zweistellig

Bildquelle: © Chr. Heilwagen / ThSV Eisenach
Das TSV-Team jubelt nach dem Abpfiff mit den Einlaufkindern.

Der Toptorjäger der Vorsaison steuerte 11 Treffer zum 28:23 (16:15)-Erfolg des ThSV Eisenach über die Eulen Ludwigshafen bei • Grundstein zum Sieg beim Heimauftakt in der Abwehr gelegt

In der Mannschaftskabine des ThSV Eisenach benannten Ivan Snajder, Peter Walz und Alexander Saul „die kompakte Abwehr im Zusammenspiel mit den Torhütern“ als Grundlage zum 28:23 (16:15) – Sieg über die Eulen Ludwigshafen. Die beiden zuletzt in der Kritik stehenden Torhüter Erik Töpfer und Johannes Jepsen parierten zusammen 16 Bälle. Johannes Jepsen wehrte gleich drei von vier Strafwürfen ab. Die Abwehr unterstützte ihre Keeper auch besser als zuletzt.

Uns allen ist eine Riesenlast von den Schultern gefallen. Unser sehr hoher Aufwand wurde belohnt, bekannte Eisenachs Trainer Misha Kaufmann.

Der Schweizer zeigte Unverständnis über die Regelauslegung in Deutschland gegen offensive Abwehrreihen. Sein Torjäger Fynn Hangstein traf schon wieder zweistellig. Dass Eulen-Keeper Ziga Urbic dessen 12. Treffer mit einem parierten Siebenmeter verhinderte, hatte letztendlich nur statistischen Wert.

Bildquelle: © Chr. Heilwagen / ThSV Eisenach
Endstation bei Peter Walz und Philipp Meyer.

ThSV Eisenach ohne unnötige Ballverluste in Unterzahlphasen

Die Torwartleistung war sehr wichtig. Wir starteten aus der Abwehr in die erste und zweite Welle. Gut strukturiert und mit zunehmender Spieldauer konsequent unsere Torchancen nutzend. In den vielen Unterzahlsituationen unterliefen uns keine unnötigen Ballverluste. Unsere eigene Überzahl in der 10. Minute nutzten wir effektiv, präzisierte Alexander Saul, einer der Aktivposten des Eisenacher Angriffsspieles.

Bei erwähnter Überzahl zirkelte Fynn Hangstein zwei Bälle in den verwaisen Eulen-Kasten. Aus ihrer 14-minütigen Überzahl vermochten die Gäste kaum Kapital zu schlagen. Die Wartburgstädter steckten auch die heiß umstrittene rote Karte gegen Rechtsaußen Ante Tokic kurz vor der Halbzeitpause weg.

Der Spieler kann sich doch nicht in Luft auflösen, schüttelte Misha Kaufmann den Kopf.

Ein grobes Foul gegen Jannis Schneibel sei hingegen unbestraft geblieben. Die befürchtete Gehirnerschütterung beim 22-jährigen Eisenacher Spielgestalter wurde glücklicherweise am Abend nicht diagnostiziert. Zu Beginn der zweiten Halbzeit machten die Eisenacher den entscheidenden Boden gut. Alexander Saul bediente den von Außen eingelaufenen Ivan Snajder, der zum 20:15 einnetzte (37.).

Wir haben die ersten Minuten der zweiten Halbzeit regelrecht verpennt. Diesem Rückstand sind wir bis zum Ende hinterhergelaufen, konstatierte Michel Abt, der neue Eulen-Coach.

Den Versuch einer Aufholjagd erstickten die Gastgeber sofort. Zum einen war da ja der eine 43-prozentige Fangquote aufweisende ThSV-Keeper Erik Töpfer. Rückraumspieler Jannis Schneibel hämmerte eine Freiwurfablage als letzte mögliche Aktion nach dem Anzeigen des Zeitspieles zum 25:21 ins Netz (54.). Mit energischem Nachsetzen versenkte Willy Weyhrauch zum 26:22 (58.). Eine Tippvorlage von Daniel Hideg nutzte Malte Donker zum 27:23 (58.). Da feierte die blau-weiße Eisenacher Anhängerschaft schon mit stehenden Ovationen ihr Team. Vor der Partie war trotz eines Regenschauers ein buntes Familienfest gut besucht. Der Renner bei Kindern und Jugendlichen allen Alters: Das Bemalen mit einem blau-weißen ThSV-Herz!

Bildquelle: © Chr. Heilwagen / ThSV Eisenach
Alexander Saul beim Torwurf.

Alexander Saul als Aktivposten
Die Eisenacher begannen mit Ivan Snajder auf Links- und Ante Tokic auf Rechtsaußen, Fynn Hangstein, Jannis Schneibel und Alexander Saul im Rückraum, Peter Walz am Kreis und Erik Töpfer im Tor. Für die Abwehr wurden Philipp Meyer und zunächst Malte Donker eingewechselt. Den besseren Start erwischten die mit Max Neuhaus auf der Regieposition beginnenden Gäste (0:2, Trost). Eine „Fackel“ von Jannek Klein zappelte zum 3:4 im Eisenacher Netz (8.). Eisenachs Angriffsspiel in die Tiefe vermochten die Eulen nur auf Kosten von Siebenmetern zu stoppen, von denen sie schon fünf im ersten Abschnitt hinnehmen mussten. Mit Ivan Snajder, Philipp Meyer und Peter Walz im Innenblock, dahinter Erik Töpfer im Tor, gewann Eisenachs Abwehr zunehmend an Stabilität. Daniel Hideg kam hinzu. Fynn Hangstein hatte das Zielwasser der Vorsaison konserviert (11 Treffer aus 14 Versuchen). Alexander Saul kurbelte das Angriffsspiel über die rechte Seite an. Peter Walz, beim Torwurf nicht so sicher wie gewohnt, versenkte zum 10:9 (16.). Beim 13:13 (25.) leuchtete letztmalig ein Gleichstand an der Anzeigetafel. Fynn Hangstein netzte im Doppelpack zum 15:13 ein (26.). Ante Tokic traf von Rechtsaußen zum 16:14 (29.) und erhielt nach einer Abwehraktion die rote Karte vom Schiedsrichterduo Markus Hehn und Felix Mayer gezeigt, was alle Eisenacher in Rage, die Volksseele auf den Rängen zum Kochen brachte. Nach Wiederanpfiff hatten die Eisenacher die besseren Argumente.

Bildquelle: © Chr. Heilwagen / ThSV Eisenach
Fynn Hangstein bejubelt einen seiner 11 Treffer, rechts Malte Donker.

Klare Weichenstellung zu Beginn der zweiten Halbzeit
In Überzahl verloren die Eulen das Leder. Fynn Hangstein (vom Strich) und Alexander Saul (seine Schnelligkeit nutzend) trafen zum 18:15 (33.). Fynn Hangstein erhöhte mit präzisem Wurf zum 19:15 (34.). Erik Töpfer parierte. Der eingewechselte Johannes Jepsen blieb im Siebenmeterduell mit Pascal Bührer Sieger (35.). Ivan Snajder lochte zum 20:15 ein (37.). Kurz darauf brachte auch der junge Lion Zacharias das Leder vom Siebenmeterstrich nicht am erneut eingewechselten Johannes Jepsen vorbei (41.). Daniel Hideg passte zu Alexander Saul, der auf 22:16 erhöhte (42.). Beim 22:20 (Haider, 48.) schnupperten die Gäste Morgenluft. Aber nur kurzzeitig. Fynn Hangstein traf zum 23:20, nach einem Ballgewinn von Willy Weyhrauch zirkelte Daniel Hideg das Leder zum 24:20 in den leeren-Eulen Kasten (50.). Die Thüringer ließen sich den Sieg nicht mehr streitig machen.

Bildquelle: © Chr. Heilwagen / ThSV Eisenach
Ivan Snajder jubelt.

Statistik
ThSV Eisenach: Töpfer (13 Paraden), Jepsen (20.-25. u. bei 4 Siebenmetern/3 Paraden); Krass, Reichmuth, Hangstein (11/5), Ulshöfer (1), Walz (1), Hideg (1), Tokic (2), Sousa, Meyer (1), Donker (1), Schneibel (2), Snajder (3/1), Weyhrauch (1), Saul (4)
Eulen Ludwigshafen: Asanin (11 Paraden), Urbic (bei 4 Siebenmetern/ 1 Parade); Salger, Eisel, Keskic, Meyer-Siebert, Haider (4), Falk (3), Durak, Bührer (1/1), Trost (4), Neuhaus, Zacharias, Manfeldt- Hansen (4), Klein (7)
Siebenmeter: ThSV Eisenach: 6/7 (Hangstein verwandelt 3 x gegen Asanin und 2 x gegen Urbic sowie scheitert 1 x an Asanin), Snajder verwandelt 1 x gegen Urbic – Eulen Ludwigshafen: 1/4 (Bührer verwandelt 1 x gegen Jepsen u. scheitert 1 x an Jepsen, Durak u. Zacharias scheitern je 1 x an Jepsen)
Zeitstrafen: ThSV Eisenach: 6 x 2 Min. (Hangstein, Walz, Meyer, Schneibel, Snajder, Weyhrauch), Rot gegen Tokic (30.) – Eulen Ludwigshafen: 2 x 2 Min. (Haider, Bührer)
Schiedsrichter: Hehn/Mayer
Zuschauer: 1.244
Beste Spieler: ThSV Eisenach: Hangstein, Saul, Meyer – Eulen Ludwigshafen: Klein, Haider, Trost

Bildquelle: © Chr. Heilwagen / ThSV Eisenach
ThSV-Keeper Erik Töpfer in Pose.

Th. Levknecht

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